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Ein musikalisches Liebesleben

11.09.2007 | 15:27 Uhr

WAZ-Gespräch mit Marlis Petersen und Johannes Debus.Sängerin und Kapellmeister lernten sich an der Oper Frankfurt kennen

Sopranistin Marlis Petersen war von 1998 bis 2003 Ensemblemitglied der Rheinoper. Heute ist sie regelmäßiger Gast an den Opernhäusern in Berlin, Wien, Dresden und New York. Ihr Lebensgefährte Johannes Debus kam 1998 als Solorepetitor an die Oper Frankfurt, seit 2001 ist er dort als erster Kapellmeister tätig. WAZ-Mitarbeiter Rudolf Hermes befragte das Paar.

Wie haben Sie sich kennen gelernt?

Johannes Debus: Auf die klassische Art: Wir probten damals an der Oper Frankfurt "Die Entführung aus dem Serail", Marlis sang und spielte die Konstanze, ich stand am Pult. Ich kannte Marlis bereits von anderen Auftritten und war immer hingerissen und fasziniert von ihrer Person und Persönlichkeit. Es war für mich aufregend, sie persönlich kennen zu lernen und diesen Eindruck überwältigend bestätigt zu sehen!

Marlis Petersen: Für mich war es damals die erste "Konstanze" in Frankfurt und ich war zunächst einmal sehr mit mir selbst beschäftigt. Erst als die Proben schon dem Ende zugingen nahm ich die Aufmerksamkeit und Einfühlsamkeit von Johannes wahr.

Inwieweit arbeiten Sie gemeinsam?

Petersen: Wir haben in unserer Wohnung ein Musikzimmer eingerichtet. Wenn es die Zeit erlaubt, musizieren wir zusammen, erarbeiten Gesangspartien oder singen und spielen vom Blatt. Das sind die schönsten Momente, weil man einfach mal frei drauflos musizieren kann und sich in die Musik eines Komponisten hineinfühlen kann. Auf diese Weise entstand auch die Idee zu einem Gala-Abend in meiner Heimatstadt Tuttlingen, der uns nach längerer Zeit wieder die Möglichkeit gab, gemeinsam auf der Bühne zu stehen.

Debus: Da Marlis sich ihre Gesangspartien in der Regel selbst aneignet, sind meine Fähigkeiten als Repetitor nur selten gefragt. Aber ich genieße die raren Momente des gemeinsamen Musizierens sehr.

Wie planen Sie die gemeinsame Zeit, da Sie ja beide ja beruflich viel Reisen müssen?

Debus: Wir begeben uns immer wieder auf Besuchs-Reisen an den Ort, an dem sich der andere gerade befindet. Sich länger als fünf Wochen nicht zu sehen, ist auf Dauer ungesund, so dass wir selbst vor verrückten Überraschungs-Coups über den großen Teich nicht zurückgeschreckt haben. Im August und September pendeln wir zwischen Berlin und Bochum: Marlis probt an der Staatsoper unter den Linden für die Uraufführung der neuen Henze-Oper "Phaedra", und ich bereite in der Bochumer Jahrhunderthalle für die Ruhrtriennale die Uraufführung von Jörn Arneckes "Unter Eis" vor. Ein Hoch auf die Deutsche Bahn!

Wie stellen Sie sich die gemeinsame Zukunft vor?

Petersen: Rosig! Eine Großfamilie mit vier Kindern, acht Katzen, zwei Hunden und einem Goldfisch! Es gibt neben diesem wunderbaren Beruf ja auch noch andere wunderbare Sachen...... Das alles zu einem großen Ganzen zu verknüpfen ist eines unserer Ziele.

WAZ-SERIE: OPERN-PAARE

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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