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Ein musikalisches Feuerwerk zum 100. Geburtstag des Duisburger Theaters

09.09.2012 | 17:06 Uhr
Ein musikalisches Feuerwerk zum 100. Geburtstag des Duisburger Theaters
Vor dem Stadttheater in Duisburg gaben die Duisburger Philharmoniker ein großes Open Air Konzert anlässlich des 100-jährigen Jubiläum des Theater Duisburg. Über 7000 Zuhörer kamen auf den König Heinrich Platz und waren vom Konzert und dem anschiessenden Feuerwerk über dem Stadttheater begeistert.Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool

Duisburg.   Die Duisburger Philharmoniker gaben vor dem Stadttheater ein Open-Air-Konzert und wurden begeistert gefeiert. Ein Feuerwerk rundete das Ereignis zum 100. Geburtstag des Theater Duisburg ab.

Wie sehr die Duisburger ihre Philharmoniker und die Oper lieben, wurde erneut beim großen Klassik Open Air zum 100. Geburtstag des Theaters auf dem König-Heinrich-Platz deutlich. Mehr als 7000 Besucher waren auf den Platz vor dem Theater geströmt und lauschten bei sommerlichen Temperaturen beliebten Melodien aus Oper und sinfonischer Filmmusik.

Im Hinblick auf den zurückliegenden Kampf um den Erhalt der Deutschen Oper am Rhein brachte es Opern-GMD Axel Kober im Gespräch mit Moderatorin Kornelia Bittmann auf den Punkt, als er sagte: „Wir danken den politischen Entscheidungsträgern für den Fortbestand der Opernehe, ganz besonders aber unserem Publikum und seinen 63 000 Unterschriften.“

100 Jahre Theater Duisburg

Auch Giordano Bellincampi, der als neuer Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker den Abend eröffnet hatte, freute sich über die Unterstützung des Publikums: „Ich sehe, dass Duisburg seine Philharmoniker will!“ Bellincampi, der sich als „Weltbürger in Europa“ bezeichnete, lobte: „Duisburg ist eine alte Stadt mit einer fantastischen Tradition.“ Vorher hatte auch schon Oberbürgermeister Sören Link in seiner Begrüßung festgestellt: „Dieses Publikum zeigt, dass die Deutsche Oper am Rhein für Duisburg kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis ist.“

Viel technischerAufwand nötig

Um ein perfektes Konzert auf dem König-Heinrich-Platz zu ermöglichen, war eine Menge technischer Aufwand nötig, der besonders dank der Unterstützung der Firma Haniel möglich geworden war: So wurden die erhöhten Wiesenflächen mit Stufen an den Seiten zu Stehplätzen gestaltet und Lichtmasten auf dem König-Heinrich-Platz sorgten dafür, dass nach Einbruch der Dunkelheit niemand ins Stolpern kam.

Für die Beschallung des Platzes waren mehrere Lautsprechertürme errichtet worden und auf LED-Bildschirmen konnte man auch in den hinteren Reihen das Geschehen auf der Bühne, wenn auch mit einer halben Sekunde Zeitverzögerung, verfolgen. Das einzige Sichthindernis auf dem Platz war das Kunstwerk „5 mal 5 Bögen“, das sich genau zwischen Stehplätzen und Bühne befand.

Abwechslungsreich und mitreißend

Musikalisch präsentierten sich die Solisten und der Chor der Rheinoper sowie die Duisburger Philharmoniker ebenso abwechslungsreich wie mitreißend: Duisburgs GMD Giordano Bellincampi zeigte sich mit Ausschnitten aus „Pagliacci“ und „Cavalleria rusticana“ als Spezialist für die italienische Oper, die er leidenschaftlich und gefühlvoll leitete. Herausragend waren Brigitta Kele als Nedda und Boris Statsenko mit dem Prolog aus „Pagliacci“.

100 Jahre Stadttheater
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Sie ist zwar schon fertiggestellt, zu sehen gab es die Filmdokumentation „100 Jahre Theater Duisburg – Ein filmreifes Jahrhundert“ aber auf der gestrigen Pressekonferenz im Theaterfoyer noch nicht. Stattdessen berichteten die Macher dieses Projektes, wie viel Herzblut sie investiert haben.

Später glänzten Bellincampi und die Philharmoniker auf ungewöhnlichem Terrain mit Songs aus George Gershwins „Porgy and Bess“: Morenike Fadayomi stimmte ein inniges „Summertime“ an, und James Bobby schmetterte kraftvoll „I got plenty o´nuttin“.

Duisburg Song und „Star Wars“

Große Oper im akustischen Breitwandformat gab es mit dem von Rheinopern-GMD Axel Kober dirigierten Finale aus dem 2. Akt von Verdis „Aida“: Neben sechs Solisten und den Duisburger Philharmonikern waren hier auch noch Opernchor, Extrachor und sechs Aida-Trompeten im Einsatz. Außerdem bewies Kober, dass er ein gutes Händchen als Dirigent von Filmmusiken hat, leitete Ausschnitte aus „Der Herr der sieben Meere“ und „Independence Day“ sowie als Zugabe ein James-Bond-Medley.

Auch die weiteren Zugaben hatten es in sich: Gemeinsam mit dem gesamten Platz stimmte Bülent Aksen seinen „Duisburg-Song“ an, und zu dem von Giordano Bellincampi geleiteten „Star Wars“-Thema gingen über dem Theater die Sterne in Form eines großen Feuerwerks auf. Das Publikum auf dem König-Heinrich-Platz dankte seinen Philharmonikern und den Künstlern seiner Deutschen Oper am Rhein mit stehenden Ovationen.

100 Jahre Theater Duisburg

Rudolf Hermes

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