Ein magischer Berg wird Duisburgs neue Landmarke
21.08.2009 | 13:29 Uhr 2009-08-21T13:29:00+0200
Duisburg. Im Kulturhauptstadtjahr entsteht eine neue Landmarke im Duisburger Süden. Die Großskulptur „Tiger & Turtle/Magic Mountain” wird ab Herbst 2010 auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe errichtet. Wegen des Aussehens hat das Werk bereits jetzt einen Spitznamen weg: "Die Achterbahn".
Wenn ein Kunstwerk schon lange, bevor es aufgebaut ist, einen Spitznamen hat, darf das wohl als gutes Zeichen gewertet werden: „Tiger & Turtle/Magic Mountain” – übersetzt „Tiger und Schildkröte/Magischer Berg” heißt bereits jetzt „Achterbahn”. Genau so wirkt die Großskulptur von Heike Mutter und Ulrich Gerth, die als Landmarke im Duisburger Süden auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Süden ab Herbst 2010 entsteht.
Stahl und Zink auf einem künstlichen Berg
Auf einem künstlichen Berg, in dem die giftigen Hinterlassenschaften der Metallhütte Sudamin eingeschlossen sind und in dessen Umgebung bereits das Grün Fuß gefasst hat, stellt die Skulptur aus Stahl und Zink einen Bezug zur Vergangenheit her. Und sie gewährt, indem sie sich noch einmal 18 Meter über der Hügelkuppe aufschwingt, künftig einen Blick bis zum Rhein und bis zur „Grubenlampe” von Otto Piene auf der Rheinpreußen-Halde in Moers.
Am Donnerstag waren unter anderem Kulturhauptstadt-Geschäftsführer Oliver Scheytt, OB Adolf Sauerland, Kulturdezernent Karl Janssen, Umweltdezernent Peter Greulich und die Duisburger Kulturhauptstadtbüro-Leiterin Söke Dinkla auf den Hügel gekommen, um einen Ausstellungscontainer zu besichtigen, der vom Kommenden kündet. In ihm sind bis zum 30. August die vier Entwürfe des internationalen Kunstwettbewerbs „Landmarke Angerpark” zu sehen, von denen schließlich die „Achterbahn” das Rennen machte.
Die verschiedenen Facetten der Landschaft
Beim Blick aufs Ruhrgebiet von oben erschlössen sich die vielen unterschiedliche Facetten dieser Landschaft, erläuterte Scheytt die „Landmarken-Philosophie”, die im Kulturhauptstadtjahr aufgegriffen wird. Geplant sei eine „Route der Landmarkenkunst”. Scheytt: „95 Prozent der geplanten Projekte sind finanziert”, widersprach er dem Eindruck, 2010 könne ein Jahr der Ausfälle werden.
Für Sauerland war die Sudamin-Pleite eine der größten Aufgaben seiner Amtszeit. Jetzt sei alles Umweltbelastende weggeräumt und eine grüne Lunge im lange benachteiligten Stadtteil entstanden. Dass die Kunst von der Umweltgestaltung profitiert, freute Karl Janssen.
Vier Entwürfe mit vielen Vorzügen
Dass alle vier eingereichte Entwürfe von international renommierten Künstlern ihre Vorzüge hatten und „gut vorstellbar gewesen wären”, betonte Söke Dinkla. Tafeln im Container zeigen Stephen Craigs „Navigator”, Michael Sailstorfers „Grüner Kamin”, die beide auch erhöhte Aussichtsmöglichkeiten vorgesehen hatten, und Rita McBrides „Arch”. Dazu gibt es natürlich „Tiger & Turtle”, und es werden weitere Projekte von Heike Mutter und Ulrich Genth vorgestellt. Die beiden relativ jungen Künstler (geboren 1971 und 1969), die untern anderem Lehmbruck-Stipendiaten waren, haben nach wie vor ein Atelier in Duisburg (bei Krupp-Mannesmann), obwohl sie inzwischen in Hamburg leben.
Die Ausstellung bleibt bis zum 30. August und hat wochentags von 16 bis 18, am Wochenende von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt zwei Führungen am 23. und 30. August um 15 Uhr.

15:43
Und die Zitate aus dem Entwurfskonzept find ich arrogant.
Der letzte Nervenkitzel, den der Achterbahn-Loop aus der Ferne vielleicht noch verspricht, wird am Ende nicht eingelöst: Keine Schussfahrten mit kreischenden Teenagern an Bord, keine marktschreierischen Durchsagen aus dem Kassenhäuschen, keine Neuauflage der Cranger Kirmes in Herne. (...) Aus Reizüberflutung wird Kontemplation. Das Spektakelhafte des Rummelplatzes weicht der Unaufgeregtheit einer renaturierten Industriebrache.
Auf die Ausschreibung bin ich gespannt. Weiß da jemand schon was?
23:06
Kirmes ist nicht gut genug
(s. Schaustellermuseum Essen), aber wenn Künstler großzügig Jahrmarktästhetik abkupfern, ist es auf einmal Hochkultur. Thats MAGIC!
12:51
Ich hätte da einen treffenderen Namen:
PISA-Test für Dezernenten und Direktoren
Herr Dressler, Herr Greulich - sechs - setzen.
(Haben wir in Duisburg eigentlich einen Kulturdezernenten? Ich meine einen, der auch mal außerhalb einer Theaterprobe in Erscheinung tritt?)
10:19
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07:59
Dass dieses Gebilde im Volksmund einen anderen Namen hat liegt wohl eher darin, dass der real veranlagte Bürger etwas so nennt, wie er es erkennt.
Wer in diesem Kunstwerk Tiger und Schildkröte unterbringen kann hat schon merkwürdiges Zeug geraucht.
Ansonsten bewundere ich Leute, die aus Sch... Geld machen. Dafür bin ich einfach zu ehrlich.
11:27
# 14 lilli k.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer.
00:24
na,na nicht so negativ denken nach eurer k-wahl wird alles besser.. glück auf!
22:47
Millionen für diesen Schrott, zig Millionen für Küppersmühlenschrott, aber für die Bundesgartenschau war kein Geld da. Von der Bundesgartenschau hätten wir alle was gehabt. Schade das der Hellmich keine Gartenlandschaftsbau Firma besitzt.
06:58
Für die kommenden Generationen wäre ein Totenkopf als Landmarke angebrachter, denn wenn in 10 Jahren hier alles dicht ist und wie üblich in 60 Jahren keiner weiss was dort im Hügel auf dem 6. Duisburger 64-Loch-Golfpatz ist und warum die Schlachtviehschafe dort immer umfallen
00:58
Tiger & Turtle?
MagicMountain?
Ist daran jetzt das Schengen-Abkommen schuld oder gibt es im Rathaus irgendwo eine Stelle, die kostenlos schwarzen Afghanen verteilt?
Nennt die Aluwurst doch Loch Nuss und versenkt sie in der Tegge -
Das wäre doch wenigstens mal Avantgarde. Wie Juppi B.
Aber das?
Na ja - wer einen Livesafer restauriert, der schluckt auch so was.
(Hoffentlich schlägt der Blitz eines der angekündigten Sommergewitter ein - dann kriegt die Alu-wurst wenigstens Tönung)