Das aktuelle Wetter Duisburg 19°C
Wohnungsmarktreport der...

Ein Fünftel des Budgets für die Miete

30.09.2010 | 19:25 Uhr
Ein Fünftel des Budgets für die Miete

Die Menschen in Duisburg geben durchschnittlich rund 19 Prozent ihres monatlichen Haushaltsbudgets für die Warmmiete aus. Das geht aus dem Wohnungsmarktreport NRW des Immobilienunternehmens LEG hervor.

Dieses besitzt bundesweit 90 000 Mietwohnungen und betreut rund 250 000 Mieter, in Duisburg sind es 4800 Wohnungen mit 15 000 Mietern.

Zwar weist die durchschnittliche Miete in dieser Stadt mit 5,05 Euro (kalt) pro Quadratmeter und Monat einen vergleichsweise günstigen Wert auf, doch das Haushaltseinkommen ist mit durchschnittlich 2793 Euro auch eines der niedrigsten in ganz NRW. Auffällig ist auch, dass Duisburg 4,4 Prozent Leerstand vermeldet – der negative Spitzenwert in dieser Kategorie.

Zum ersten Mal wurde eine solch umfangreiche Untersuchung der Wohnungsmärkte im einwohnerstärksten Bundesland vorgenommen – und zwar im Auftrag der LEG. Wichtig: Alle vorgestellten Zahlen und Statistiken beziehen sich auf das Jahr 2008.

Die höchsten Mieten im Stadtgebiet müssen demnach in Baerl, Großenbaum und Rahm entrichtet werden. Hier ist aber auch die durchschnittliche Kaufkraft der Bevölkerung am höchsten. In Baerl sind es knapp über 4000 Euro. Dort ist auch die durchschnittliche Wohnungsgröße mit 83 Quadratmetern am größten. Die drei Stadtteile mit den günstigsten Mieten liegen allesamt im Norden: Es sind sind Marxloh, Alt-Hamborn und Beeck. Dort gibt es Wohnungen ab 3,53 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das sorgt auch dafür, dass die Menschen dort trotz einer niedrigen Haushaltskaufkraft eine verträgliche Wohnkostenbelastung (16,8 Prozent des Haushaltsbudgets) vorfinden. Zu den Kaufpreisen: Im Bereich der Mehrfamilienhäuser und Eigentumswohnungen zeichnet sich für Duisburg ein Trend ab, der in ganz NRW zu verfolgen ist. Hochwertiges (wie Neubauten) wird immer teurer, einfachere Wohnungen in Altbauten werden immer günstiger. Die Preise für Mehrfamilienhäuser gaben binnen eines Jahres um 6,5 Prozent nach (Kaufpreis pro Quadratmeter: 320 bis 972 Euro). Bei Häusern aus dem unteren Marktsegment gingen die Preise um 11 Prozent zurück.

Eigentumswohnungen verbilligten sich um 9,2 Prozent, wobei der Preisverfall beim unteren Preissegment mit 20,2 Prozent sehr hoch war. Luxuswohnungen wurden hingegen um 7,5 Prozent teurer. Ihr durchschnittlicher Quadratmeter-Preis liegt nun bei 1960 Euro.

Zurück zum Leerstand: Wie gesagt ist dieser in Duisburg mit 4,4 Prozent der höchste aller NRW-Großstädte. Doch dieser Wert ist in der stadtischen Fünf-Jahres-Bilanz der niedrigste. Zum Vergleich: 2004 hatte die Leerstandsquote noch bei 6,4 Prozent gelegen. Gleichzeitig ist der Wohnungsbestand mit 259 178 der höchste seit fünf Jahren.

Noch ein Blick auf die durchschnittliche Wohnfläche: Duisburgs Spitzenreiter ist wie gesagt Baerl mit durchschnittlich 83 Quadratmetern. Am Ende dieser Tabelle sind Beeck und Beeckerwerth (jeweils rund 60 Quadratmeter) sowie Wedau und Bissingheim (jeweils 55) zu finden.

Thomas Richter

Facebook
 
Kommentare
08.12.2010
17:29
Ein Fünftel des Budgets für die Miete
von sprichdichaus | #6

Da wird doch gemeint 2793,-€ Bruttoeinkommen also vor Steuer oder gibt es in Duisburg für Arbeiter und kleine Angestellte Sondertariflöhne??

Aber mal Spass beiseite, wenn man die 19% vom Brutto rechnet kommt es ja in ungefähr hin und der Verdacht wird geweckt den Mietern der LEG gehts ja prächtig . Wenn aber nach Steuern nur je nach Steurklasse nur noch 1500-1800 Euro übrig sind ist man bei ca. 30 bis 33 % für Mietkosten was dann auch relistisch erscheint.

01.10.2010
19:17
Ein Fünftel des Budgets für die Miete
von kazilo | #5

Vor 40 Jahren wurde mir auf dem Wohnungsamt gesagt, ich könne mindestens 30 % meines Einkommens für die Miete ausgeben, ansonsten bekomme ich kein Wohngeld.

01.10.2010
11:40
Ein Fünftel des Budgets für die Miete
von mayo | #4

4000€ pro Haushalt in Baerl? Glaube ich sogar ausnahmsweise!

Kann man mal sehen welche Leute da wohnen und dann wollen die sich über Hochheide auslassen...ich fasse es nicht.Na ich hoffe der Sexualstraftäter wohnt schön :)

01.10.2010
08:18
Ein Fünftel des Budgets für die Miete
von nochsoeiner | #3

€ 2793 ,- Haushaltseinkommen?

01.10.2010
08:17
Ein Fünftel des Budgets für die Miete
von Limbecker Platz | #2

Das mit Baerl wird sich ja bald ändern. Immer mehr Neubauten, immer weniger Geschäfte, Mingasansiedlung, irgendwie wird man das Dorf schon kaputtkriegen.

01.10.2010
07:52
Ein Fünftel des Budgets für die Miete
von wattndattn | #1

komisch... bei mir geht 1/3 meines Einkommes für die Warmiete drauf - und ich habe eine Wohnung mit WBS...

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3778200/create

Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Großenbaum
Bildgalerie
Schützenfest
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Aus dem Ressort
Demonstration für ein soziokulturelles Zentrum in Duisburg
Kulturzentrum
Die Initiative „DU it yourself“, die 2011 die leer stehende Schule in Duisburg-Laar besetzt hatte, kämpft weiter für ein soziokulturelles Zentrum in der Stadt. Am 1. Juni rufen die Aktivisten deshalb zu einer Nachttanzdemo auf, die ab 19 Uhr vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt nach Hochfeld zieht.
Wo Fußball-Fans in Duisburg die EM-Spiele sehen können
Public Viewing
Die Fußball-EM wirft ihre Schatten auch in Duisburg voraus. Zwar gibt es in Duisburg aus Geldmangel kein zentrales Public Viewing unter freiem Himmel. Doch viele private Veranstalter werden das Fußball-Turnier, das am 8. Juni beginnt, auf großen Leinwänden zeigen.