Ein-Euro-Jobber verdrängen die Handwerker
16.11.2010 | 18:06 Uhr 2010-11-16T18:06:00+0100
Duisburg.Das Diakoniewerk und die Arge loben die Ein-Euro-Jobs, die NRW-Arbeitsminister Schneider abschaffen will. Wegen der billigen Arbeitsplätze seien keine festen Jobs gefährdet. Handwerkerschaft und Galabau sehen das anders.
Mit drastischen Worten kommentiert Sieghard Schilling, Geschäftsführer des Diakoniewerks, die Forderung des NRW-Arbeitsministers Guntram Schneider (SPD), die Ein-Euro-Jobs abzuschaffen: „Das ist absolut populistisch und eine ziemliche Schweinerei.“ In Duisburg habe das Diakoniewerk mit der Arge ein vernünftiges Konzept erarbeitet, das Förderung und Betreuung gewährleistet. Laut Arge-Chef Norbert Maul seien auch keine Arbeitsplätze durch Ein-Euro-Jobs gefährdet. Zudem liege die Vermittlungsrate in feste Arbeitsverhältnisse höher als im bundesdeutschen Vergleich.
Doch ganz so rosig scheint die Lage in Duisburg nicht zu sein. Norbert Maul und Sieghard Schilling können zwar Beispiele nennen für erfolgreiche Vermittlungen, doch hat in der Vergangenheit gerade mal jeder zehnte Ein-Euro-Jobber eine feste Arbeitsstelle bekommen. „Durch die ein-Euro-Jobs bekommen Langzeitarbeitslose wieder Kontakt zur Arbeitswelt und können ihr Engagement zeigen. Ohne diese Stellen, wäre dies nicht möglich“, sagt Norbert Maul von der Arge. Die Kritik, dass Arbeitsplätze gefährdet werden, sieht Maul in Duisburg nicht. „In meiner über dreijährigen Amtszeit bei der Arge gab es nur eine einzige Beschwerde.“
Etliche Landschaftsgärtner vom Markt verschwunden
Stefan Piel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, sieht das jedoch anders: „Immer öfter greifen Vereine auf die billigeren Arbeitskräfte zurück statt Handwerker zu beauftragen, wenn sie kleinere Arbeiten zu erledigen haben.“ Noch drastischer sieht es Michael Gotschika vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW (Galabau). In Duisburg gibt es knapp 300 Angestellte im Garten- und Landschaftsbau. Laut Galabau-Angaben stehen ihnen mindestens 900 Ein-Euro-Jobber entgegen, die ähnliche Tätigkeiten ausüben. In keiner anderen Stadt in NRW gebe es im Verhältnis so viele Ein-Euro-Jobber in diesem Bereich. „Sie gefährden nicht nur einige Arbeitsplätze, sondern zig Arbeitsplätze. In den vergangenen Jahren sind etliche Betriebe vom Markt verschwunden“, sagt Michael Gotschika.
In einem Punkt sind sich Kreishandwerkerschaft und Galabau mit der Arge und dem Diakoniewerk einig: Einfach so abgeschafft werden sollten die Ein-Euro-Jobs auf keinen Fall.

22:12
@44: Normalerweise zahlt die Arge soweit ich weiß kein Geld im Krankheitsfall. Ob alle Krankheitstage gemeldet werde ist ist etvl. eine Glaubensfrage ;-)
22:08
@44: Normalerweise wird bei Krankheit keine Leistung von der Arge bezahlt, aber ob alle Krankheitstage vom Träger gemeldet werden ist vielleicht eine Glaubensfrage.....
09:56
Es gibt erstmal keine Alternative! Die gibt es jetzt ja auch nicht.Im Gegenteil,die Steuerzahler werden betrogen!
Wenn aus diesem System was alle zusammen betreiben um Geld abzuschöpfen tatsächlich in 6 Monaten eine Arbeitsstelle entstünde, hätte glaube ich keiner was gegen dieses System.
Aber es wird nur Umsatz getrieben mit den Arbeitslosen.Ich bin immer noch fest davon überzeugt das niemand was gegen Eingliederung von Arbeitslosen hat.Jedoch ist das Maß voll was die Ausbeutung und Bereicherung mit dem Arbeitslosen als Mittel zum Zweck tätigt.
Ich sehe das aus einer ganz anderen Perspektive.
Es wird schindluder getrieben mit einem Abhängigem.Der Arbeitslose freut sich über die 250 euro.Er hat im Moment keine Perspektve und ist anfällig bzw Empfänglich für Geld.Was ja nicht verwerflich ist.Allerdings benötigen diese Maschinerien Arbeitslose.Es funktioniert sonst nicht von der Arge Subventionen zu kassieren.Ich erinnere 1000 euro pro Arbeitslosen.Davon erhält dieser gerade mal 250euro.Auch ein Hohn.
Eingetragene Vereine zahlen nicht mal Steuern!
Jemand der in einer Notlage ist macht alles ! Auch hier der Beweis.Er macht eine Tätigkeit die im Nichts endet.Bekommt dafür 250Euro und das wars.In der Zeit zahlt er keine Steuern,keine Sozialabgaben etc pp.Der Gewinner ist das System!
Sowas wollen Sie hier dulden?Sowas wollen Sie erlauben?
Jedem normalen Menschenverstand streuben da die Nackenhaare! Wo gibt es denn sowas?
09:05
Die Kritik, dass Arbeitsplätze gefährdet werden, sieht Maul in Duisburg nicht. „In meiner über dreijährigen Amtszeit bei der Arge gab es nur eine einzige Beschwerde.“
weil die unternehmer wissen das in der arge ein grosser posteingangskorb fuer beschwerden existiert der mit einem reiswolf gekoppelt ist!!!
08:25
Wenn Ihr hier so eifrig diskutiert, fehlt mir die Alternative für die Arbeitslosen. Wir schaffen also die GWA Jobs ab und schicken die Leute, die gerne gearbeitet haben nach Hause.- Toll.
Ziel kann nur sein, dass jeder, der arbeiten will bis zu seiner Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt eine feste Stelle im öffentlichen Bereich erhält, wo er wieder integriert ist und einen Gegenwert für seinen Lohn schafft.
Drauf hauen sollte man auf keinen Fall auf die GWA Kräfte, sondern :
Die ARGE, die ziellos und hilflos keine Vermittlungsleistungen hin bekommt.
Die GFB und SLV und wie sie alle heißen, die Zuhältermäßig massenweise Geld für eine reine Unterhaltung ihrer Verwaltung kassieren und weniger als die Hälfte an die GWA Kraft abgeben. Die sie nicht qualifizieren und unterstützen, sondern das Geld für sich behalten.
Auch die Einsatzstellen müssen kritisiert werden, die diese Leute ausnutzen.
15:28
@ #21 von Harry62
ah du wolltest also n Sklaven haben und dir keinen Handwerker holen...für ein paar Tage!
Kann ich verstehen der Handwerker kostet mindestens. 60€ Stundenlohn. ...der Sklave kommt für lau
15:17
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14:20
Hatte ich ja schon erwähnt:Sehr geehrte Damen und Herren, egal ob Herr Maul , der weit über Duisburgs Grenzen bekannt ist mit seiner Art oder die Kreishandwerkskammer in Duisburg oder der Galabau: Wieso bekommen die Menschen keine Chance in den ERSTEN Arbeitsmarkt? Sie scheinen ja kein Interesse daran zu haben !Sonst würden Sie ja nicht die 1 Euro Jobber behalten wollen.Ein steht fest un dist klar: Die 1 Euro Jobber sind dazu da um solche Firmen wie die Diakonie oder GFB zu sanieren.Wieviel Geld kassiert so eine Firma ? Ich hab mal gehört 1000euro abzüglich der 250 euro die ein Jobber bekommt.Macht 750 euro pro Kopf! finden Sie das nicht ******* von ihnen ? Die Allgemeinheit dafür bezahlen zu lassen?
Welche Perspektive haben denn 1 Euro Jobber? Etwa eine Festanstellung zu bekommen? Entschuldigung, darf ich mal lachen !
Ich würde es sehr begrüßen wenn endlich schluss ist mit diesem ach so sozialem arragement!
Weil es ist schlichtweg gelogen und heuchlerisch!!
Den Menschen falsche Versprechen zu machen!
Wußten Sie eigentlich das es egal ist ob der 1 Euro Jobber früher nach Haus egeht.Spät zur Arbeit erscheint oder mal 1 Woche krank ist!
Hauptsache das Geld (1000 Euro)kommt püntlich aufs Konto der Diakonie.
Ein vernünftiges Konzept wie man Geld verschiebt,richtig! Aber Menschen in Lohn und Arbeit zu bringen schafft die Arge Duisburg und soviele andere nicht.Reine Sackgasse wenn man nicht selbst aktiv wird!
Hartz4 Empfänger haben keine Lobby-aber sie können sich organisieren!!!!
Arbeitsberatung,Vermittlungen finden bei der Arge nicht statt !
Anträge und Gesetzesvorgeschriebene Erstattungen bekomme ich gezahlt weils im Gesetz steht.Aber eine Vermittlung in den ERSTEN Arbeitsmarkt hält die ARGE nicht für nötig!
Ich hab da noch eine sehr gute Seite für alle die bei der ARGE probleme haben:http://www.zahltag-duisburg.de.vu/
Zahltag Herr Maul ! Erzählen Sie doch mal aus ihrem Leben als ARGE Chef!
Fangen wir beim Ombudsmann in Rheinhausen am Körnerplatz an !!!
Aber mal zu @42: Soebend haben sie sich ins Abseitz katapultiert:Dieses liegt auch zum Teil an das Klientel der 1 Euro Jobs.
wo leben wir eigentlich? Im 3. Reich das Sie solche Kommentare ungestraft von sich geben !
Haben Sie kein Gehirn oder drücken Sie selbst bei den Vereinen?
Letzteres trifft glaube ich auch zu!
Kadewi hört man ja viel schlechtes drüber.Nicht nur das Hofeinfahrt gepflastert werden, nein da wird auch von den eigenen festen Mitarbeitern Möbellieferungen zumgelenkt nach Hause....in Moers.....
Wo kann man solche Tiere eigentlich Anzeigen?
Im übrigen Wiederhole ich mich nochmals und hoffe doch das ich für alle sprechen darf/kann:
Jeder ist betrebt zu arbeiten.Auch kostenlos und den größten Blödsinn.Aber es muss eine feste Arbeitsstelle daraus resultieren.Nach kürzester Zeit.
Wenn ich hier die Heinis lese, wer aus der Gemeinschaft Geld bezieht muss was dafür tuen lol
Wir wollen doch alle eine feste Arbeit! Mit geregeltem Lohn und geregelten Verhälntnissen.Aber wenn sich eine eigene Maschinerie entwickelt die sich die Taschen voll macht , was bleibt einem da noch übrig?
Die sollen mal dem ALG II Empfänger 750 euro geben und sich 250 euro einstecken.Dann ist das okay!
Machen Sie aber nicht weil Sie sich an den Arbeitslosen sanieren !! PFUIDEIWEL UND ALLE MACHEN MIT ! HOFFENTLICH WIRD BALS ALLES GESTOPPT! Es scheinen ja genug hier zu sein um mal auf die Strasse zu gehen!!!
14:07
DIe Bundesagentur für Arbeit gibt für ca. 280.000 1-Euro-Jobber 1,7 Millarden aus. An die Jobber selbst werden nur 437 Millionen ausbezahlt.
Den Rest sacken sich die Träger ein.
Jeder Träger verdient noch zusätzlich an den 1-Euro-Jobbern.
13:17
1 Euro Jobber sind in vielen Gemeinden einfach nicht mehr wegzudenken.
Es ist ein Problem insbesondere für die kleinen örtlichen Handwerksbetrieben, oder auch des heimischen Bauhofes.
So manche Tätigkeit, die 1 Euro Jobber ausführen, wurde früher von den Vorgenannten ausgeführt.
Aus Sicht der Nutzer der 1 Euro Jobber sind diese oft die einzige Möglichkeit die Arbeiten überhaupt noch ausführen zu lassen.
Mancher Jugendtreff könnte sich schon lange nicht mehr die Haustechnik leisten, die nötig ist den laufenden Betrieb und besonders Events zu gewährleisten. Die stetige Zahl von Städten und Gemeinden in Nothaushalten wird dieses Situation noch um einiges verstärken.
So haben sowohl Politiker und die Unternehmungen die mit 1 Euro Jobber arbeiten oft ein doppeltes Problem.
Ärger mit der heimischen Wirtschaft und auf der anderen Seite ein steigenden Bedarf an Arbeitskräften, die Einrichtungen zur Verfügung stehen, kostengünstig.
Oft übernehmen die 1 Euro Jobber mehr oder weniger auch Arbeiten die zum Teil früher von Ehrenamtlichen Helfern erledigt wurden.
Das 1 Euro Jobber den Weg in den 1 Arbeitsmarkt erleichtern, kann auch ich nur eher verneinen. Dieses liegt auch zum Teil an das Klientel der 1 Euro Jobs.