Ein Einbruch auch in die Seele
29.10.2009 | 19:23 Uhr 2009-10-29T19:23:00+0100Wohnungseinbrüche traumatisieren häufig die Opfer. Die Polizei ermuntert zu mehr Aufmerksamkeit im Umfeld.
Kriminaldirektor Holger Haufmann drückt es drastisch aus: „Ein Wohnungseinbruch ist auch ein Einbruch in die Seele.” Die Zahlen geben ihm recht. Rund die Hälfte der Opfer leidet unter Schlafstörungen, ein Drittel hat Angst bei der Heimkehr wieder Chaos vorzufinden und viele müssen sogar umziehen, weil sie das Gefühl nicht loswerden, jemand beobachte sie. 1420 Wohnungseinbrüche mit einer Schadenhöhe von über drei Millionen Euro gab es jeweils in den Vorjahren in Duisburg. „Wir glauben nicht, dass wir die Zahl 2009 unterschreiten, aber wir arbeiten daran.”
Gerade in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit machen sich die Langfinger besonders gern an die Arbeit. Und zwar nicht, wie oft angenommen, nachts, sondern in der Regel zwischen sechs und 21 Uhr. „Einbrecher scheuen die Konfrontation mit Menschen. Sie suchen den Weg des geringsten Widerstandes.” Gefährdet sind eher die anonymen Mehrfamilienhäuser. „Da drücken Mieter die Haustür auf, ohne sich darum zu kümmern, wer ins Haus kommt”, sagt Klaus Engler, Leiter des Kommissariats Prävention. So haben die Einbrecher leichtes Spiel. In der Regel beginnen die Diebe in den oberen Etagen und gucken sehr genau, welche Wohnungstüren möglichst leicht mit Muskelkraft und Schraubenzieher zu knacken sind. Doppelschlösser halten sie eher ab. „Wir bieten eine kostenlose Beratung für Privatpersonen, aber auch Firmen und Betriebe, wie sie sich schon mit geringen Mitteln vor Einbruch schützen können”, ergänzt sein Kollege Klaus Kemper. Denn auch nicht abgeschlossene oder gekippte Fenster sind ein leicht zu überwindendes Hindernis. Kriminalhauptkommissar Uwe Gärtner knackt ein Fenster ohne geeigneten Widerstand zur Demonstration in genau vier Sekunden.
Um die Aufklärungsquote von nur 16 Prozent zu erhöhen, setzt die Polizei verstärkt auf 22 zivile Beamte, die im Vorfeld ein Auge auf verdächtige Gestalten haben, aber auch auf eine verbesserte Tatortaufnahme mit Erkennungsdienst. „Doch wir brauchen einfach mehr Mithilfe aus der Bevölkerung”, appelliert Kriminaldirektor Holger Haufmann an das Verantwortungsgefühl. So wenig Hinweise wie in Duisburg gebe es in keiner umliegenden Stadt. Und Klaus Engler liefert ein Beispiel. In Homberg habe es eine Bande in einer Siedlung mit eigentlich guter Nachbarschaft geschafft, ein Haus auszuräumen und sogar den in die Wand eingelassenen Tresor mitgehen zu lassen. „Dabei wußten alle, dass die Bewohner in Urlaub waren und haben auch gesehen, dass da Leute mit einer Brechstange durch die Gegend liefen. Aber jeder hatte einen Grund, die Polizei nicht zu rufen.” Doch genau das wünscht sich die Polizei. „Bei auffälligem Verhalten von Menschen in Hinterhöfen oder auch i´n Häusern oder Wohnungen einfach die 110 rufen und die Täter möglichst nicht vertreiben. Dann gehen sie in den nächsten Hinterhof.” Vor kurzem brachte das noch den gewünschten Erfolg. Ein aufmerksamer Nachbar hatte eine Bande beobachtet, die Polizei gerufen und die konnte einen Täter festnehmen und eine Tüte voller Schmuck sicherstellen - sehr zur Freude der Bestohlenen.

08:51
1420 Brüche im vorigen Jahr
Eine unrühmliche Position nimmt Duisburg mit dem vierten Platz bei 15 Polizeipräsidien in NRW in der Einbruchsstatistik ein. Jeweils 1420 Einbrüche waren 2007 und 2008 zu bearbeiten, und in diesem Jahr werden wir vermutlich auch nicht darunter bleiben, wie gestern Kriminaldirektor Holger Haufmann sagte.
Das kann man heute in der Rheinischen Post nachlesen. Was sollen diese Verdummungsartikel in Waz und Nrz? Muss ich wirklich Rp lesen, um gut informiert zu sein?
07:24
Duisburg - 27.10.2009 - 11:06 - Sehr geehrte Damen und Herren,
am Donnerstag, dem 29.10.2009, 11:00 Uhr, PP Duisburg, Pressestelle,wollen die Experten des Kommissariates Vorbeugung sowie des Kommissariates Einbruch Ihnen vorstellen, wie Einbrecher vorgehen und was die Bürger tun können, um Einbrüche zu verhindern bzw. zu erschweren. Zahlen, Daten, Fakten und Anschauungsmaterial, damit auch Fotografen und Kameraleute zu ihren Bildern kommen, haben wir für Sie parat.
Mit freundlichen Grüßen
Ramon van der Maat
Zahlen, Daten, Fakten hat die Polizei geliefert, aber unsere Mietfinger schreiben nur Wischiwaschi!
21:15
Komisches Bild! Was hat die Bundespolizei mit Einbrüchen zu tun?
19:42
Komischer Artikel, gibt es in der Stadt eine Zunahme von Einbrüchen und wenn ja seit wann ?