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Kinderpflegedienst

Ein Dankeschön für Pflegeeltern

19.06.2011 | 17:35 Uhr
Ein Dankeschön für Pflegeeltern
Momentan leben in Duisburg 450 Kinder in Pflegefamilien.

Duisburg.In Duisburg gibt es momentan etwa 1250 Kinder, die nicht bei ihrer eigenen Familie leben können. Davon haben 450 Kinder das Glück, in eine Pflegefamilie aufgenommen worden zu sein.

Denn die Pflegeeltern versuchen, dem Kind trotz der Umstände eine Familie, ein Zuhause und ein ganz normales Leben zu bieten. Um sich bei diesen engagierten Menschen zu bedanken, veranstaltete der Pflegekinderdienst des Jugendamts eine „Dankeschön“-Feier im Parkhaus Meiderich und überraschte dabei die Kinder mit vielen Spielstationen.

„Es gibt sowohl Bereitschaftspflege, die bei Notfällen einspringt, als auch Vollzeitpflege“, erklärt Sachgebietsleiter des Kinderpflegediensts, Dirk Franzmann. „Bei der Vollzeitpflege leben die Kinder mindestens bis zu ihrem 18. Lebensjahr bei den Pflegefamilien. Der Unterschied zur Adoption besteht darin, dass es eine Maßnahme im Rahmen zur Erziehungshilfe ist. Der Kontakt zu den leiblichen Eltern der Kinder wird also nach Möglichkeit gehalten.“

"Die erste Zeit war nicht einfach"

Petra Bruckmann und ihr Partner Ralf Liebau aus Homberg haben im März 2003 die damals 19 Monate alte Samantha aufgenommen. „Ich habe selbst keine leiblichen Kinder“, erzählt die Pflegemutter. „Doch wir wollten einem Kind ein Zuhause geben. Dabei war uns wichtig, dass wir einem Kind aus Duisburg helfen und nicht aus irgendeinem anderen Kulturkreis.“

„Die erste Zeit war nicht einfach“, erinnert sich Bruckmann zurück. „Samantha war vorher elf Monate in einer Bereitschaftspflegefamilie und musste sich bei uns erst wieder eingewöhnen. Doch schnell hatte sie sich eingelebt und konnte ganz normal bei uns groß werden.“ Die leibliche Mutter von Samantha war bei der Geburt 17 Jahre alt und konnte für das Baby nicht ausreichend sorgen. „Das war anfangs nicht einfach für die junge Mutter, aber es ist toll, wie sie heute mit uns an einem Strang zieht“, ist Bruckmann froh, denn eine problemlose Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern ist selten. „Samantha telefoniert und mailt regelmäßig mit ihr, uns sie besucht sie natürlich auch.“

"Ich bin hier der Boss"

Samantha ist heute fast zehn Jahre alt - und glücklich. „Reiten ist toll und bin im Schwimmverein. Und in den Sommerferien fahre ich sogar in die Reiterferien“, erzählt sie ganz begeistert und flitzt auch schon wieder zu der großen Hüpfburgrutsche. „Als sie noch ein Zwerg war, hat sie schon über die Straße gerufen ,Ich bin hier der Boss!’ “, lacht die Pflegemutter. „Dass das nicht ganz der Fall ist, hat sie dann später gelernt.“

Nicht jeder kann die Entscheidung von Menschen verstehen, die ein Pflegekind bei sich aufnehmen wollen. „Unser Umfeld hat damals ganz unterschiedlich reagiert“, weiß Bruckmann noch. „Von ,Seid ihr bescheuert’ bis ,Wow, seid ihr mutig’ war alles dabei. Doch als Samantha erst einmal Bestandteil unserer Familie war, waren alle nur noch begeistert. Vor allem die Großeltern würden ihre Enkelin nie wieder hergeben.“

Natalie Rohr

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Kommentare
20.06.2011
19:51
Ein Dankeschön für Pflegeeltern
von Kodiak | #2

Hier fand die Veranstaltung übrigens statt:
http://www.parkhaus-meiderich.de/joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=19&Itemid=55

20.06.2011
09:52
Eine Dankeschön für Pflegeeltern
von Kodiak | #1

War selbst als Akteur dabei und kann sagen, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung war, wenn auch das Wetter nicht ganz mitspielte.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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