Ein Dank an die Uber-App

Kurztrip nach London: Sonntags morgens hin, Mittwochs morgens zurück. Wer schon einmal mit Ryanair verreist ist, weiß, dass die Abflugzeiten unmenschlich früh sind. Meine Schlafunterkunft bei einer Freundin lag außerhalb der Innenstadt. Im Niemandsland. Der Hinweg verlief reibungslos. Der Rückweg weniger: Um 4.36 Uhr sollte der Bus erscheinen, der mich zum Flughafen London Stansted bringen sollte. Dieser kam jedoch nicht. In meiner Verzweiflung rief ich meine Freundin an. „Kein Problem“ sagte sie und bat mich um etwas Geduld. Noch nicht einmal eine Minute später stand ein Toyota Prius vor mir und der Fahrer fragte, ob ich ein Taxi gerufen hätte. Völlig baff stieg ich ein. Mich hätte in dem Moment nicht gewundert, wenn das Auto selbstfahrend gewesen wäre. Als ich meine Bekannte anrief, um mich zu bedanken, trat tatsächlich Ähnliches ein. „Ihr müsst jetzt rechts abbiegen“, erklärte sie mir. Wie bitte? Was ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass sie mit der App „Uber“ das Taxi beordert hatte. Darüber konnte sie genau verfolgen in welche Richtung wir uns begaben und lotste den Fahrer - dessen Navi nicht funktionierte - zu der Haltestelle.

So sehr ich diese Billigkonkurrenz in Frage stelle, war ich trotzdem von der digitalen Innovation begeistert und froh, den Kurztrip nicht ungewollt zu einem „Langtrip“ ausdehnen zu müssen .