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Kunst am Bau

Ein bisschen träumen in der Stadt . . .

12.08.2010 | 19:30 Uhr
Ein bisschen träumen in der Stadt . . .

Duisburg.Künstler Andreas Kopp bemalte - mit einem Himmel-Motiv - eine Hausfassade in Wanheimerort.

Ein Haus, das zum Träumen einlädt. Mitten in einer ganz gewöhnlichen Siedlung in Wanheimerort. Blauer Himmel - mit Lichtblicken in Gelb und Gold - und nur einem ganz winzigen bisschen Grau.

„Das bringt im weitesten Sinn frische Luft ins Stadtviertel“, sagt der Künstler selbst. Andreas Kopp hat im Auftrag der Gebag (Duisburger Gemeinnützige Baugesellschaft) die Fassade eines Hauses an der Eschenstraße 111-117 gestaltet, in dem 20 Familien wohnen.

Bei ihnen und bei den Passanten ist die Gestaltung gut angekommen, hat Kopp erfahren. Der Sockel und die ovale Türeinfassung der Häuserzeile zeigen einen ruhigen Grünton. Kopp: „Das Motiv nimmt auch den nahen Niederrhein auf. Es soll die Passanten und Autofahrer begleiten, ohne sich schnell abzunutzen.“

Unaufdringlich ziehen die fantastischen Wolken an der Hauswand die Blicke auf sich. Im Vorbeigehen wandelt sich das Bild. Eine wohltuende Auflockerung. Der Kunstmaler ist zufrieden, „weil der Entwurf im großen Maßstab gut umgesetzt worden ist.“ Kopp übernahm persönlich den kunstmalerischen Part, ließ sich aber beim hellen Hintergrund und den Goldarbeiten von einem Team der traditionsreichen Ruhrorter Malerfirma Pieper unterstützen.

Womit die Brücke zu einem der Initiatoren der Wandmalerei geschlagen ist. Maler, Anstreicher und Innenraum-gestalter Dieter Siegel-Pieper hat das originelle „Baby“ im vergangenen Jahr gemeinsam mit Marianne Wolf-Kröger, Vorstandsmitglied des Eigentümers Gebag, aus der Taufe gehoben.

Wolf-Kröger: „Angeregt durch einen Entwurf für eine leider nicht realisierte Parkhaus-Gestaltung haben wir 2009 erstmals ein Haus an der Hafenstraße in Ruhrort mit einem modernen grafischen Motiv künstlerisch aufgewertet, danach noch eins in Neuenkamp/Kaßlerfeld mit einer Graffiti-Bemalung. In Zukunft möchten wir uns in jedem Jahr ein Objekt vornehmen, jeweils in einem anderen Stadtteil.“

„Natürlich“, so die Gebag-Chefin, „müssen wir auf Wirtschaftlichkeit achten. Im Vordergrund stehen immer Maßnahmen, von denen die Mieter direkt in den Wohnungen profitieren.“

„Als nächstes“, kündigt sie an, „wenden wir uns 2011 einem Objekt in Meiderich zu.“ Dieter Siegel-Pieper, der auch moderne Kunst sammelt, hilft wieder bei der Auswahl.

Ursel Beier

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