Ehepaar aus Duisburg betreut vernachlässigte Tiere
23.12.2010 | 19:23 Uhr 2010-12-23T19:23:00+0100
Duisburg.Seit mehr als 40 Jahren kümmern sich Waltraud und Peter Franz aus Duisburg um kranke und heimatlose Tiere. Von dem Geld, das sie dafür aufwenden, hätten sie sich eine Villa kaufen können. Nun suchen die beiden Tierfreunde weitere Pflegestellen.
Sie hätten sich auch eine Villa bauen können von dem Geld. Aber sowas ist Waltraud und Peter Franz schnuppe. Ihr Herz gehört den Tieren, die krank sind, die ihr Zuhause verloren haben, die mies behandelt wurden.
Jeden Cent, den sie übrig haben, stecken die beiden in den Tierschutz. Und das seit über 40 Jahren. Leute um Spenden anzubetteln war nicht ihr Ding. Stattdessen haben sie liebevolle Pflegefamilien für die Vögel und diversen Vierbeiner gesucht, die ihnen gebracht wurden.
„Natürlich haben wir manche auch selbst behalten“, erklärt Waltraud Franz (61). „Meist waren es sehr alte Tiere oder welche mit schweren Gesundheitsproblemen. Die sind schwer zu vermitteln, weil höhere Pflegekosten anfallen.“
Pferde bekommen ihr Gnadenbrot
So verhält es sich beispielsweise bei den Pferden Jana und Elma, beide rund 25 Jahre alt, die in Sonsbeck auf einem Reiterhof ihr Gnadenbrot bekommen. „Sie werden dort sehr gut versorgt“, erzählt Waltraud Franz.
„Schimmelstute Jana war mal Springpferd, wurde ausgemustert, als sie nicht mehr genug Leistung brachte und anschließend noch als Zuchtpferd missbraucht“, schildert die Meidericherin das Schicksal ihres weißen Schützlings. Die braune Elma war auf der Trabrennbahn erfolgreich „bis die Beine kaputt waren“. Dann hielten die Vorbesitzer das Pferd für verzichtbar.
Der Tierschützerin macht Kopfzerbrechen, dass der Unterhalt für die beiden Stuten erheblich ist. Tierarzt und Unterkunft schlagen kräftig zu Buche. Darum sucht die Interessengemeinschaft „Tiere in Not“, wie das Ehepaar Franz sein Projekt genannt hat, nun doch „Paten, die sich an den Kosten beteiligen und die Pferde dann gern in Sonsbeck besuchen können. Aber reiten darf man sie nicht mehr, nur noch streicheln.“
Hunde und Katzen machen den größten Anteil aus
Hunde und Katzen, die den größten Anteil an Franzens hilfsbedürftiger Tierwelt ausmachen, leben in Pflegestellen bei Menschen, die den Initiatoren an Tierliebe und Einsatz nichts nachstehen. Wie Frank Saes (44), Nicole Nagel (38) und Tochter Ann-Kathrin (14). Sie haben zurzeit den schmusigen Labrador-Mix Emely aufgenommen. Es ist schon der siebte Hund, den sie für „Tiere in Not“ bei sich wohnen lassen. Dreimal täglich werden ausgiebige Spaziergänge unternommen. „Damit Emely und ihr Mithund Sammy körperlich und mental ausgelastet sind“, unterstreicht Saes. „Dann hören sie gut und es gibt überhaupt keinen Stress.“ Die Pflegefamilie zahlt das Futter aus eigener Tasche. Normalerweise würde „Tiere in Not“ aber auch dafür aufkommen.
Student Markus kümmert sich um die Junghunde Jamie und Tiffy, macht Fahrdienst für alle Neuankömmlinge „und hilft, wo er kann“, freut sich Waltraud Franz. Andere Pflegestellen haben sich auf Kätzchen spezialisiert. Ziel für alle ist und bleibt die Weitergabe an ein liebevolles neues Heim, in dem die Gestrandeten - einschließlich der ebenfalls betreuten Wellensittiche, Hamster, Kaninchen - für immer willkommen sind.
„Es gibt einfach zu viele vernachlässigte und unglückliche Tiere in Duisburg, als dass unsere Pflegestellen ausreichten“, betont Waltraud Franz. Darum werden dringend weitere gesucht.

13:05
Nur wer ein Tier aus dem Tierschutz zu sich holt, anstatt das Geschäft mit der Ware Tier durch Nachfrage weiter zu fördern, hilft Tierelend auf lange Sicht zu verringern. Wer ein Tier aus einem Tierheim holt, gibt ihm eine neue Chance auf Glück. Gerettete Tiere bringen große Freude in ein Zuhause, weil sie Ihnen niemals vergessen, was Sie für sie getan haben.
www.tierheimlinks.de
23:44
Ich respektiere den Einsatz von Fam.Franz.Aber Menschen, die sich für Menschen einsetzen sind mir lieber.Wenn Fam.Franz und auch die Leser und Kommentatoren dieses Artikels alt und gebrechlich sein sollten,hoffe ich für sie, daß es Menschen gibt,die sich genauso für die Fam.F. einsetzen wie sie es für die Tiere getan haben.
23:42
Ich respektiere den Einsatz von Fam.Franz.Aber Menschen, die sich für Menschen einsetzen sind mir lieber.Wenn Fam.Franz und auch die Leser und Kommentatoren dieses Artikels alt und gebrechlich sein sollten,hoffe ich für sie, daß es Menschen gibt,die sich genauso für die Fam.F. einsetzen wie sie es für die Tiere getan haben.
22:26
@kalle49
ok es gibt wirklich viele arme kinder keine frage, aber wer ist dafür verantwortlich??? meistens doch die eltern grübel es sind nicht alle gleich manche können nichts für ihre armut aber was ist mit denen die den ganzen tag mit dicker plautze und ner flasche bier auf der couch liegen?? tiere haben es auch verdient gut behandelt zu werden..und ich denke es sollte jedem selbst überlassen werden wem er was spendet ob mensch oder tier...ich liebe beides habe selbst kinder und nen halben zoo und bin auch noch alleinreziehend...und siehe an ICH LEBE NICHT an der armutsgrenze..weil ich gehe ARBEITEN und nein meine kids sind noch in der grundschule...also MEIN RIESEN LOB an familie franz WEITER SO....
19:46
Danke für Ihr Engagemet, Familie Franz
16:13
Tierliebe find ich gut und wenn Menschen sich engagieren sowieso, aber ich würde mir auch so engagierte Leute wünschen, die sich um Kinder in Not kümmern würden.
15:58
Danke an die Familie Franz für ihr
Engagement.
15:56
#12
vllt keine Kinder bekommen, wenn kein Geld da ist.
Wäre auch ein Argument.
15:09
@ Malte-Soeren
Natürlich nicht, aber in diesem Fall (Verunglimpfung von wirklich armen Kreaturen) liegt die Messlatte bei mir ziemlich niedrig und würde glaube ich mit Sicherheit keinen falschen treffen.
Ich war nämlich 13 Jahre in der Schule (habe jedes Jahr auch nur einmal gemacht) und habe in Biologie gelernt, dass Tiere wie Menschen auch über Lunge, Herz, Niere etc verfügen und Schmerz und Angst ebenfalls genau wie Menschen spüren und fühlen. Deshalb bin ich bei solch einer Sache wie Tierschutz sehr empfindlich.
10:24
# weggzu
Ah so, und wann das soweit ist, das entscheiden sie?