DVV-Chef Janning wirft hin
10.10.2012 | 18:02 Uhr 2012-10-10T18:02:00+0200
Duisburg. Nach dem Beschwerdebrief der Betriebsräte an den OB und dem Misstrauensvotum der eigenen Führung zieht sich Hermann Janning aus Geschäftsführung und Vorstand zurück
Die dürre Pressemitteilung aus dem Büro des Oberbürgermeisters Sören Link, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft DVV war nach den Nachrichten der vergangenen zwei Tage keine Überraschung mehr.
Der OB als Vorsitzender des Kontrollgremiums ließ mitteilen: „Hermann Janning , der Vorsitzende der Geschäftsführung der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) und Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG, hat gestern dem Aufsichtsratsvorsitzenden der DVV, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, mitgeteilt, dass er sich im Rahmen einer Aufhebungsvereinbarung aus der Geschäftsführung und dem Vorstand zurückziehen wird.“
Der Aufsichtsratsvorsitzende Link werde sich daher in den nächsten Tagen mit allen Beteiligten beraten, um einen reibungslosen Übergang der laufenden Geschäfte zu vereinbaren.
"Ein tiefer Einschnitt"
OB Link: „Dies ist natürlich ein tiefer Einschnitt und ich habe Respekt vor der Entscheidung von Hermann Janning. Im Sinne der weiteren Entwicklung der DVV und ihrer Tochtergesellschaften geht es nun aber auch darum, den Weg mit dem bestehenden Management weiter fortzusetzen und den Konzern wieder in ruhiges Fahrwasser zu lenken.“
Damit hat der Chef der Stadtwerke , DVG und anderer Tochterunternehmen drei Tage nach dem Bekanntwerden eines schon lange schwelenden Konflikts einen zornigen Schlussstrich unter eine Auseinandersetzung gezogen, die für ihn wie auch für die Öffentlichkeit überraschend auf die Tagesordnung getreten war.
Vorerst kein Nachfolger
Janning war sowohl bei den Arbeitnehmervertretern des Aufsichtsrates wie auch in seiner eigenen Führungsriege massiv in die Kritik geraten . Die scheinbar überraschenden Gewinneinbrüche des Unternehmens, die Restrukturierungsmaßnahmen wie auch das nicht unumstrittene Engagement der Stadtwerke bei der Steag haben große Spannungen entstehen lassen, die der Vorstandschef nicht abgebaut hat und die ihm jetzt den Posten gekostet haben.
Einen Nachfolger für den hoch dotierten Konzernchef soll es (vorerst) nicht geben. Das bestehende Führungsteam soll nach dem Willen des Vorsitzenden des Aufsichtsrates die Aufgaben des ausgeschiedenen Chefs mitübernehmen.
Auch wenn bisher keine Summen bekannt sind: Der vorzeitige Abschied von Konzernchef Hermann Janning wird ins mächtig Geld gehen. Als Klaus Siewior Mitte 2011 auf eigenen Wunsch ausschied, erhielt er 2,4 Millionen Euro. Insgesamt kassierten die vier DVV-Geschäftsführer 2011 rund 2,2 Mio Euro an Bezügen.

10:19
zu # 6 - 1,
genau,auch ich habe mich nur auf die tendenziöse Überschrift des"WAZ-Chronisten" bezogen,
10:12
Für die Wahl von Sören Link können die Duisburger Bürger gar nicht genug bluten.
Selbst schuld!
08:51
Die nächste Pöstchenschieberunde ist eingeleitet. Diesmal hat die SPD ihre Gewerkschaftsgenossen aktiviert um eine unliebsame Person zu vergraulen. Mal sehen, wann es dann doch wieder "nötig" wird den Posten neu zu besetzen. Ich vermute mal, dass das kein viertel Jahr dauern wird und ich könnte fast wetten, dass ich dann auch schon das Parteibuch des neuen kenne. Es ist geschaftt: in Duisburg regieren wieder die Alt-Abzocker, die Duisburg schon einmal in die Starre getrieben haben.
22:04
Misswirtschaft auf den Knochen der Belegschaft ausbaden. Ganz toll. Dann bekommen die altgedienten noch jämmerliche Vorruhestandsangebote während diesen dann bei den hier veröffentlichten Zahlen über Vorstandsabfindungen die kalte Wut zu Kopfe steigt.
22:02
von Ahmet Peter Siegel
OB Link: „Dies ist natürlich ein tiefer Einschnitt und ich habe Respekt vor der
Entscheidung von Hermann Janning.
Der Respekt bei den Bürgern, hält sich in Grenzen. Die Entscheidung mit einem siebenstelligen Betrag zu Hause zu bleiben dürfte vielen Bürgern nicht so schwer fallen. Meiner Meinung nach hat Herr Janning auf ganzer Linie versagt. DU hat keine Erneuerbaren Energien. Hiermit hätte DU einen Großteil seiner Schulden ohne Risiko begleichen können. Von einen Vorstandsvorsitzenden der nur etwas über 500000,-€ im Jahr verdient, kann man natürlich nicht erwarten, dass er der Stadt diesen Weg rät.
21:00
Janning war nun mal einer der letzten Stadt-Töchter-Chefs ohne SPD- oder Grünen-Parteibuch. Da haben die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wohl das Signal zum Angriff erhalten. Mal sehen: Welcher verdiente SPD-Parteisoldat muss denn als Nächster versorgt werden??? Kann ja sein, dass das rote Parteibuch diesmal gar nicht aus Duisburg selbst stammt. So was wird ja landesweit ausgekungelt.
20:34
zu # 2
"...und schmeißt hin,statt diese Krise zu meistern."
So macht man Stimmung.Mehr als die inhaltsleere Mitteilung von SPD-OB-Link gibt es nicht,reicht aber dem Chronisten für eine tendenziöse Überschrift, und schon haben wir nicht nur einen Schuldigen sondern auch noch einen Versager und Feigling.
bezog mich rein auf die Überschrift des Artikels, wobei mal wirklich interessieren würde, was denn der Konflikt war, der einen Vorstandsvorsitzenden innerhalb eines Tages zum Rücktritt zwingt.
19:58
Die Herren werfen da mit Summen um sich das ist die wahre Pracht.
Siewior Mitte 2011 auf eigenen Wunsch ausschied, erhielt er 2,4 Millionen Euro.
Die Mitarbeiter die in den vorzeitigen Vorruhestand gehen sollen bekommen Konditionen angeboten die unakzeptabel sind.
Wenn Leute abgebaut werden sollen oder müssen wünscht man sich es Sozial verträglich und nicht das mindeste anbieten.
Das es solche Summen gibt baut bestimmt die Belegschaft auf !!!!
Als Siewior gegangen ist ging das Gerücht um dass er gegangen wurde weil er zu sozial sei. Er hatte wohl das Mitleid der DVV-Belegschaft genossen. Nach dieser Meldung nun wird sich das Mitleid arg in Grenzen halten.
19:44
Dass die Mehrheits-SPD mit Link nach dem "Betriebsunfall" CDU-OB alle wichtigen Posten mit ihren eigenen Parteisoldaten besetzen wird,hätte auch dem Naivsten klar sein müssen.Überraschend ist allerdings schon ,mit welcher Eile und Skrupellosigkeit die Genossen zu Werke gehen.
Vielleicht fragen gelegentlich die Unterschriften -Sammler,die bei "10 Grad Minus an den Ständen froren"ob dies nun der versprochene Neuanfang sei.
19:38
an der falschen Stelle. Werden Sie Chef, dann läuft das schon.
Wir Normalbürger sind immer mehr die Dummen.
Herr Link wo bleibt Ihre Transparenz?
Warum ist die NRZ so zurückhaltend in der öffentlichen Einforderung der Wahlversprechen?