DVG tritt Gerüchten entgegen
12.09.2008 | 19:56 Uhr 2008-09-12T19:56:11+0200Angebot für Linie U 79 löste Spekulation aus
Gerüchten um eine angeblich bevorstehende Übernahme der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) durch die Düsseldorfer Rheinbahn AG tritt der DVG-Vorstandsvorsitzende Klaus Siewior entgegen: "Es gibt keine entsprechenden Pläne." Siewior reagiert damit auf einen Zeitungsbericht.
Das bei der DVG seit Mitte August vorliegende Angebot der Rheinbahn, die Linie U79 unter Düsseldorfer Regie zu betreiben, geht vielmehr auf eine Initiative der Duisburger Unternehmensleitung zurück: "Im Zuge unserer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Optimierung der DVG haben wir eine gemeinsame Analyse angestoßen, um mögliche Synergiepotenziale der U79-Linie zu ermitteln", so Klaus Siewior. Eine Arbeitsgruppe soll bis Mitte Oktober zu ersten Ergebnissen kommen.
Klaus-Peter Wandelenus, Technik-Vorstand der DVG, ergänzt: "Für die DVG geht es dabei nicht um eine isolierte Betrachtung der Linie U79, sondern um eine Bewertung des Angebotes mit Blick auf die Kostenstruktur des Duisburger ÖPNV-Systems."
Die DVG arbeite erfolgreich in der städteübergreifenden Kooperation "Rhein-Ruhr Partner Verkehr" mit der Essener Verkehrs-AG und der Mülheimer Verkehrsgesellschaft zusammen, heißt es. Seit Anfang 2008 werden diese drei Verkehrsunternehmen von einer gemeinsamen Geschäftsführung geleitet (wir berichteten).

11:01
Wenn es tariflich zum Vorteil der Duisburger kommt, das Angebot erhalten, bestenfalls verbessert wird, ist jede Neuordnung nicht nur geboten , sondern Pflicht der Verantwortlichen.Hier insbesondere durch die Politik. Lieber 500000 Duisburger zufrieden als ein paar hundert DVGler, zumal wenn noch die Häfte von außerhalb kommt.
22:17
Ich vermute, das dies ein Deal der Stadtwerke Duisburg, der DVG (beide DVV) und der Rheunbahn ist, damit hat die Stadtwerke den 10 Stromliefervertrag für die Rheinbahn erkauft.
14:05
Meines Wissens war auch in Rahmen der Kooperation durchgehende Gleis- oder Busverbindungen von Essen über Mülheim nach Duisburg nicht gewollt. Vielmehr sollten Werkstätten (nur für Busse), Zentraleinkauf, Verwaltung etc. optimiert werden. Ob dies auch bei den Vorstandsposten so kommen wird, entzieht sich meiner Kenntmis.
Denn wenn man gleich für drei Gesellschaften Fahrzeuge kauft, können mit Sicherheit bessere Preise erzielt werden.
08:49
@hamicha
Theoretisch wäre es möglich - es fehlen nur einige Meter Gleis am HBf Mülheim, um vom Duisburger zum Essener Gleis anzuschließen.
Praktisch geht es aber nicht. Die Verbindung läuft über Mülheimer Gebiet. Die nach dort verkehrene Linie 901 benutzt GT10NC-Wagen (2.20m Breite). Auf Essener Gebiet werden aber Stadtbahn-Wagen (2.65m Breite) eingesetzt und die Bahnsteige sind meist als Hochbahnsteige ausgelegt - an diesen Bahnsteigen ist das Aussteigen aus einem GT10NC aber nicht möglich. In Mülheim passen aber 2 Stadtbahn-Wagen nicht aneinander vorbei, da der Gleismittenabstand zu gering ist (daher u.a. die schmaleren GT10NC-Wagen).
01:56
Zitat: .... mit der Essener Verkehrs-AG und der Mülheimer Verkehrsgesellschaft zusammen, heißt es. Seit Anfang 2008 werden diese drei Verkehrsunternehmen von einer gemeinsamen Geschäftsführung geleitet ......
Sind dadurch evtl. Posten eingespart ,oder neue geschaffen worden ?
Meines Wissens sind die Strab oder U-Bahnen aus DU von denen aus E fast soweit entfernt ,wie von z.B. München.
Nach MH besteht ja noch Verbindung , aber nach Essen ??
23:16
Es wird Zeit das die U79 bis nach Emmerich fährt,ob oberirdisch oder als U-Bahn hauptsache der doofe Steuerzahler finanziert es mal wieder.Egal wer die Linie managt ,es wird schon irgendwie gehen ,solange wir für alle VERLUSTE gerade stehen,nämlich der doofe steuerzahler,oder???
22:18
Vor dem Hintergrund, dass die U79 bis zum Hauptbahnhof fährt und für die Duisburger eine der Hauptverkehrsachsen nach Düsseldorf darstellt sollte auf jeden Fall vermieden werden. Wenn erst einmal ein Unternehmen, sei es DVG oder Rheinbahn, das alleinige Sagen hat kommt es zwangsläufig zu Nachteilen für die Nutzer. Entweder wird der Takt einseitig ausgedünnt oder die Bahn fährt irgendwann nur bis zur Stadtgrenze und dann nicht weiter. Ich möchte davor warnen die Mitspracherechte der Duisburger zu verscherbeln. Man stelle sich vor die U79 ist Rheinbahn und die stellen plötzlich den Fahrplan um - dann steht die DVG mit ihren Anschlüssen plötzlich ganz allein da.
21:36
Im Zuge der Maßnahmen zur wirtschaftlichen Optimierung sollte die DVG die Linie U79 von der Rheinbahn übernehmen....