DVG testet neue Lesegeräte
12.01.2009 | 18:23 Uhr 2009-01-12T18:23:50+0100PERSONENNAHVERKEHR. Elektronisches System kontrolliert Chipkarten-Tickets beim Einstieg in den Bus. Pilotversuch läuft bis März auf mehreren Linien.
Als erstes Unternehmen im Verkehrsverbund Rhein/Ruhr führt die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) zu Testzwecken ein neues elektronisches Fahrkarten-Kontrollsystem ein. Ab Mitte Januar werden einzelne Busse im vorderen Einstiegsbereich mit einem Lesegerät für Chipkarten-Tickets ausgestattet. Fahrgäste müssen die Karten beim Einsteigen vor das Gerät halten. Dieses überprüft dann, ob das Ticket gültig ist.
70 Prozent aller Kunden nutzen Abo-Karten
"Mit dem neuen System wollen wir den missbräuchlichen Einsatz von Chipkarten-Tickets eindämmen und damit mehr Gerechtigkeit gegenüber Fahrgästen schaffen, die für ihre Fahrkarte bezahlen", erläutert Birgit Adler, Leiterin Verkehrsmanagement bei der DVG. Chipkarten-Tickets sind beispielsweise das Ticket1000, Ticket2000 oder das Schoko-Ticket für Schüler. Rund 70 Prozent aller DVG-Kunden besitzen ein solches Fahrkartenabonnement.
Bislang können Busfahrer lediglich kontrollieren, ob ein Fahrgast eine Chipkarte besitzt. Die Karten müssen beim Einsteigen in den Bus vorgezeigt werden. Der Fahrer kann allerdings nicht überprüfen, ob das Abonnement gültig ist, ob das Ticket zur Fahrt im jeweiligen Tarifgebiet berechtigt. "Leider kommt es immer wieder vor, dass abgelaufene Chipkarten-Tickets nicht wie vorgeschrieben zurückgegeben, sondern weiter verwendet werden", betont Projektleiterin Claudia Schulte.
Das neue Lesegerät überprüft die Gültigkeit der Tickets und informiert den Fahrer bei ungültigen Fahrkarten über einen Monitor. "Das System erweitert so den kontrollierten Vordereinstieg, der seit November 2000 in unseren Bussen gilt", sagt Adler. Nach dieser Regelung müssen die Fahrgäste an den vorderen Türen beim Fahrer einsteigen und dort ihren Fahrschein vorzeigen oder ein Ticket kaufen.
Die DVG testet das neue Kontrollsystem von Januar bis März auf einzelnen Buslinien. Die Fahrten werden von Servicemitarbeitern begleitet, die den Fahrgästen die Benutzung der Lesegeräte erläutern. Nach dem Pilotversuch werden die Testergebnisse ausgewertet, um zu entscheiden, ob die Technik regulär in allen Bussen installiert wird.

13:48
Ich kenne das System aus Paris, wo ich ein Jahr lang jeden Tag den Bus nehmen musste. Es funktioniert dort einwandfrei, man kann ganz einfach im Vorbeigehen seine Zeitfahrkarte vor das Gerät halten. Es gilt dort auch für einfache Zeitfahrscheine, die einen Magnetstreifen haben und für den Bruchteil einer Sekunde in das Gerät gehalten werden. Die Kontrolle ist somit perfekt. Man müsste, damit das System hier optimal läuft, die Fahrkarten oder das Entwertungssystem ändern, damit alle Tickets maschinenlesbar sind, so wie es weltweit in den meisten Metropolen ist. Die Geräte sind aber wenistens schon eimal ein Anfang...
12:32
Warum kann man denn in der Strassenbahn (DVG) keinen Fahrschein beim Fahrer kaufen? ch musste wieder aussteigen und der Fahrar hat mir den Automatan erklärt. Ich bin seit ca. 20 Jahren nicht mehr mit der Bahn gefahren und werde es auch in den nächsten Jahren verhindern. Nennt die DVG das Kundenservice? Satt mir einen Fahrschein zu verkaufen, mussten alle anderen Fahrgäste ca. 10 Minuten warten. War mir schon peinlich.
21:27
Nabend,
Ich bin zwar aus dem Strab-Bereich, habe aber diese Meldung bereits mitbekommen.
Einerseits ist die Sache ganz okay, anderseits nimmt es auch viel Zeit in Anspruch. Ich denke, man könnte den Fahrplan besser einhalten, wenn man dieses Gerät woanders angebracht hätte, so das man es im vorbei gehen eben schnell dran halten könnte.
Zudem ist es momentan nur Testzwecke und es ist auch mutig von der DVG sowas als erstes Unternehmen zu testen. Man sollte nicht immer alles so negativ sehen. Es gibt für alles einen Grund, man muss ihn nur verstehen... WOLLEN.
MFG
19:13
Es werden hier meiner Meinung nach viele interessante Aspekte für und gegen einer solchen Fahrscheinkontrolle dargelegt. Halten wir doch einmal fest: Zum einen ist es dem ehrlich zahlenden Kunden ( Abo -Kunden) doch ein Bedürfnis, dass das sehr leicht missbräuchliche Chipkartensystem anzupassen. Was passiert aber wenn es sich um eine rein technische Fehlmeldung handelt, also intakte Chipkarte, aber vom Lesegerät als ungültig erkannt!? Schon steht der /die Fahrer/In in der Konfliktsituation welche er selber nicht zu vertreten hat. Rechnet man die Verluste durch den Chipkartenmissbrauch, die Beschaffung neuer Kontrollgeräte und den allgemein wachsendem Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zusammen, so stellt sich doch die Frage , warum man nicht wieder einen Schaffner auf jeden Bus mitfahren lässt!?
10:23
Wir reden hier von DVG-Buslinien, die privaten Unternehmer werden sich die Geräte kaum leisten können. Sollte ein Ticket nicht lesbar sein, ohne daß es defekt ist, zieht die DVG es ein und kassiert 10 Euro, für die Ausstellung eines neuen. Allein dies ist rechtlich nicht zulässig, so hat der VRR schon vor Jahren bestätigt.. In diesem Fall sollte man die DVG anzeigen. Die Sichtkontrolle wird weiterhin bei Barfahrscheinen durchgeführt werden müssen und lieber DVG-Fahrer sie glauben doch nicht im Ernst, daß alle Barfahrscheine RICHTIG kontrolliert werden, denn sonst hätte jede Buslinie noch mehr Verspätung. Ob der Fahrgast nun ein Ticket vorzeigt oder unter den Transponder hält ist zeitlich völlig uninteressant, lieber DVG Fahrer SIE sind derjenige, der eine Fahrgastkontrolle mithilfe des Transponders durchführen wird und das wird wegen nicht lesbarer Karten zu viel Verspätungen und Ärger führen. Von den Unanehmlichkeiten für die Fahrgäste reden wir hier nicht einmal. Die Fahrgäste wünschen der DVG jedenfalls viel Spaß bei ihrem neuen Spielzeug und dem unnütz verschleuderten Geld-unserem sauer verdienten Geld.
10:16
Wem dieses System hilft ist klar: Den ehrlichen Kunden, die ihre Tickets bezahlen. Denn für Schwarzfahrer ist es demnächst sicher schwieriger, ohne gültiges Ticket in den Bus einzusteigen.
08:46
Ist ja toll! Bei der Anschaffung solcher Techniken ist die DVG ganz groß. Gleichzeitig gibt es andauernd Verspätungen, Ausfälle, Ausdünnung der Fahrpläne... DA sollte mal etwas getan werden!
00:50
@Markus Müller
Diese Lesegeräte arbeiten berührungslos. Ein in der Chip-Karte enthaltener Transponder sendet (wenn die Karte in der Nähe des Lesegerätes kommt) einen kurzen Datenstrom aus, der dann unverzüglich am Lesegerät die rote (ungültiges Ticket) bzw. grüne (gültiges Ticket) Kontrollampe aufleuchten lässt.
Dadurch entfällt die Kontrolle aller Tickets durch den Fahrer durch die Sichtkontrolle - diese dauerte länger, da man alle Details durchlesen musste (inzwischen sind z.B. die Gültigkeit und Preisstufe schon nicht mehr aufgedruckt). Erst wenn ein Ticket kein grünes Licht hat, wird es vom Fahrer in alter Manier geprüft und ggfls. eingezogen.
Somit wird die Einstiegskontrolle beschleunigt und sogar noch verbessert, da ungültige Tickets erkannt werden, was mit der Sichtkontrolle nicht möglich war.
21:04
ist ja alles schön und gut das nun den Abo Kunden geholfen werden soll. Aber wem wird bitte geholfen mit so etwas, wenn die Busse dann noch mehr verspätung haben und der Einstieg noch länger dauert. Schon mal daran gedacht das es zu schulzeiten dann locker 5 Minuten dauert an einer Haltestelle? Ist es nicht möglich da alle Chips eh schon auf RFID arbeiten dann auch solch ein RFID Lese gerät zu nutzen wo die Kunden nur vorbei gehen müssen und der Fahrer dies sofort sieht?