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DVG kennt die schwere Suche nach geeignetem Nachwuchs

19.10.2012 | 08:00 Uhr
DVG kennt die schwere Suche nach geeignetem Nachwuchs
Lorenz Graf war 33 Jahre Straßenbahnfahrer bei der DVG – seit Juli ist er im Ruhestand.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) weist auf einen drohenden Fachkräftemangel hin. Allein im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs müssten bundesweit rund 21.000 Stellen, die bis 2015 aus Altersgründen frei werden, neu besetzt werden. Das sagte VDV-Präsident Jürgen Fenske. Auch die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) weiß um die immer größer werdenden Probleme, geeigneten Nachwuchs aufzuspüren.

„So wird es etwa von Jahr zu Jahr für uns schwieriger, junge Kräfte zu finden, die in Besitz eines Lkw-Führerscheins sind“, erklärte DVG-Sprecher Helmut Schoofs auf WAZ-Anfrage. Dieser sei jedoch unverzichtbare Eingangsvoraussetzung für den Erwerb eines Personenbeförderungsscheines. Doch viele junge Leute könnten sich die beträchtlichen Kosten gar nicht mehr leisten.

BVD-Kräfte nach Haustarifvertrag bezahlt

Stand 1. Juni 2012 beschäftigt die DVG insgesamt 155 Busfahrer mit einem Durchschnittsalter von 49,97 Jahren sowie 88 Bahnfahrer (49,27). Hinzu kommen 59 so genannte Kombifahrer, die sowohl mit einem Bus als auch einer Bahn Fahrgäste befördern dürfen. Doch dieses Personal reicht allein nicht aus, um den ÖPNV in Duisburg am Laufen zu halten.

Unterstützung gibt es etwa von der „BusVerkehr Duisburg GmbH“ (BVD) – dabei handelt es sich um eine im Jahr 2005 gegründete, 100-prozentige Tochtergesellschaft der Octeo Multiservices und damit um ein Unternehmen, das zur Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) gehört. 91 Busfahrer und 18 Bahnfahrer bringt die BVD in den Pool ein. „Diese Kräfte werden nach einem Haustarifvertrag bezahlt“, erklärt DVG-Sprecherin Anamaria Preuss. Dieser lehne sich zwar an den Tarifvertrag Nahverkehr an, dennoch verdienen die BVD-Kräfte weniger als ihre DVG-Kollegen.

Zehn neue Busfahrer und ein Bahnfahrer eingestellt

Doch auch das reicht noch nicht: Zusätzlich werden Leistungen der vier Busunternehmen Urban, Wega, Der Homberger und Leineweber eingekauft. Sie stellen laut Anamaria Preuss auf mehreren Linien im Stadtgebiet den Bus und den Fahrer – und zwar täglich.

Zum 1. September hat die DVG zehn neue Bus- und einen neuen Bahnfahrer eingestellt. Die Busfahrer absolvieren laut Sprecherin Preuss derzeit in einer externen Fahrschule eine insgesamt dreimonatige Ausbildung. Ihre Bahnfahrer bildet die DVG selbst aus – dazu gehört neben der Theorie auch die Fahrpraxis mit rund 60 Fahrstunden. „Für unsere Fahrer steht dann alle fünf Jahre eine erneute Prüfung an. Hinzu kommen regelmäßig ärztliche Untersuchungen“, so Anamaria Preuss.

Dennoch könnten nicht alle Fahrer bis 65 arbeiten. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liege laut Preuss derzeit zwischen 61 und 62 Jahren.

Thomas Richter



Kommentare
22.10.2012
01:09
DVG kennt die schwere Suche nach geeignetem Nachwuchs
von Buskutscher | #3

Seit wann wird denn wieder ein Lkw- Führerschein benötigt um den Personenbeförderungsschein(Busführerschein) zu machen. Totaler Quatsch. Sind heutzutage 2 eigenständige FS-Klassen. Ja früher mal ja da war das so.

Irgendwann kommt die Zeit, da müssen die Unternehmen mit mehr Kohlen an die Sonne kommen um überhaupt noch einigermaßen brauchbares Personal zu finden. Das ist aber generell ein deutschlandweites Problem. Scheinbar kann es dann wohl doch noch nicht so schlimm sein, denn wurd doch vor kurzem erst die dritte Lohnebene eingeführt, wo die neuen Kollegen im 24. Jahr die höchste Stufe ihrer Entgeltgruppe erreicht haben. Zum Vergleich die zweite Lohnebene erreicht im 18. Jahr die letzte Stufe. Das da finanziell noch ein Unterschied besteht, braucht nicht extra erwähnt werden...

Gute Nacht....

19.10.2012
09:33
DVG kennt die schwere Suche nach geeignetem Nachwuchs
von druide0707 | #2

Alle jammern, sie bekommen keine Fachkräfte. Hallo, wenn ihr die Fachkräfte auch vernünftig bezahlt, und nicht mit einem Hungerlohn von 7 - 8 € Stundenlohn abspeist, bekommt ihr auch Fachkräfte. Aber als Fachkraft einen anderen Vertrag bekommen als das "Stammpersonal" ist nicht nur eine Frechheit, sondern in meinen Augen Bereicherung auf Kosten des Staates und des Steuerzahlers. Denn der zahlt letzten Endes dafür, das Menschen trotz Vollzeitjob ohne ergänzende Hartz 4 Leistungen nicht mehr leben können.

19.10.2012
09:07
DVG kennt die schwere Suche nach geeignetem Nachwuchs
von silverstone | #1

Wenn ich so einen Scheiss hier wieder lese.Sorry !

Die DVG spart sich doch selbst kaputt auf Deiwel komm raus.

Faher/innen bekommen einen schnellkur und ruckzuck biste einer von denen.Denkste!

Einen anderen Vertrag bekommt man schon,da verdient man nicht mehr so fürstlich.
Wer will sowas denn machen? NIEMAND! Hoffentlich findet die DVG so niemanden!!! Schämt euch !!

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