Das aktuelle Wetter Duisburg 13°C
Verkehr

DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers

24.01.2013 | 17:58 Uhr
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
Die Fahrt von Studentin Christina Fuß mit der DVG-Linie 901 war schneller beendet, als es ihr lieb war. Weil sie einen ausgetrunkenen Kaffeebecher in der Hand hielt, habe sie die Stadtbahn vorzeitig verlassen müssen, klagt sie. Die DVG bestreitet den Vorfall.Foto: Hayrettin Özcan/WAZ FotoPool

Duisburg.   Wegen des Rauswurfs einer Studentin aus einer Linie der DVG bleiben viele Unklarheiten zurück. Weil sie einen ausgetrunkenen Kaffeebecher in der Hand hielt, musste sie die Stadtbahn vorzeitig verlassen. Der Verkehrsbetrieb kann die Schilderungen des Fahrgasts nicht nachvollziehen.

Im Fall der aus der Straßenbahnlinie 901 rausgeworfenen Studentin bleibt einiges unklar. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) hat nach einer Recherche innerhalb des eigenen Betriebs keine Anzeichen für diesen Vorfall aus der vergangenen Woche ausfindig gemacht.

Gleichwohl fand die DVG heraus, dass am selben Tag eine junge Bahnfahrerin dazu aufgefordert werden musste, die Bahn zu verlassen. Diese Person wurde an der Haltestelle König-Heinrich-Platz gebeten auszusteigen. „Die Linie 901 endet ausnahmsweise um 8.47 Uhr an dieser Haltestelle“, erklärt DVG Pressesprecher Helmut Schoofs.

Der Fahrer gehe anschließend durch die Waggons, um Fahrgäste darauf hinzuweisen, dass hier Endstation sei. In dem von der DVG beschriebenen Fall trug die junge Frau Ohrstöpsel und hörte Musik. Die Kommunikation zwischen ihr und dem Fahrer muss sich nonverbal abgespielt haben. Laut Schoofs gebe es keine Anzeichen dafür, dass sich dieser Mitarbeiter nicht korrekt verhalten habe.

Studentin weist Darstellung der DVG zurück

Ob es sich um den selben Vorfall aus einer anderen Sichtweise handelt? Letztlich bleiben Ungereimtheiten. Laut Christina Fuß ereignete sich der Rauswurf aus der DVG-Bahn mehr als eine Stunde später, um 9.54 Uhr. Mit weiteren Fahrgästen sei Bahn schließlich ohne sie in Richtung Obermarxloh weitergefahren. Auch zu den Ohrstöpseln entgegnet die künftige Grundschullehrerin: „Zwar besitze ich einen iPod, doch den hatte ich an diesem Tag gar nicht dabei.“ Außerdem fehlt in dem von der DVG geschilderten Vorfall der Kaffeebecher, der laut Fuß letztlich der Grund für den Rauswurf in die Kälte war.

Die junge Frau hatte, wie berichtet, in der vergangenen Woche ein ausgetrunkenes Pappgefäß in ihren Händen gehalten. Deswegen hatte ihren Angaben zufolge der Fahrer sie dazu aufgefordert, die 901 zu verlassen. Dabei soll sich der DVG-Mitarbeiter im Ton vergriffen haben. Christina Fuß war davon überrascht und tief betroffen.

Stefan Rebein



Kommentare
28.01.2013
14:54
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von finnisworld | #25

Kommt schon Leute !!! Es ist Montag und ich wüsste gern wie diese Kaffeebechergeschichte weiter geht...wurde der Fahrer schon gefunden ? Gab es schon eine Gegenüberstellung ? Baut die DVG jetzt Kaffeebecherhalter ein ? Oder schenkt Freikaffee aus ? Was geht ab ?

26.01.2013
20:53
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von Volksentscheid | #24

"Dabei soll sich der DVG-Mitarbeiter im Ton vergriffen haben.
Christina Fuß war davon überrascht und tief betroffen"

Und die Dame möchte ernsthaft Lehrerin werden?

26.01.2013
19:00
"Angehende Grundschullehrerin"
von Douglas_Adams | #23

Was soll eigentlich der Quatsch mit der "angehenden Grundschullehrerin"? Es handelt sich doch um eine Studentin, die in Richtung Lehramt studiert. Will man mit dem Begriff "Grundschullehrerin" der allgemein äußerst positiv belegt ist, sofort die Stimmung in Richtung der Studentin lenken und gegen den ach so bösen Fahrer. Mich würde interessieren, wie die Sache wirklich abgelaufen ist!

26.01.2013
16:17
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von zaubertrunk | #22

Hallo zusammen!
Ich habe am Hauptbahnof eine ähnliche Situation beobachtet und zwar wollten die DVG Service Kräfte einen Mann mit einen Kaffeebecher nicht in der U-Bahn runter lassen ,weil er ein Kaffeebecher in der Hand hatte! Aber die Strassenbahnfahrer waren bis jetzt fast alle Nett und hilfsbereit.

26.01.2013
12:35
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von finnisworld | #21

Ich freu mich schon auf Montag...wenn Frau Fuß abstreitet was die DVG abgestritten hat...

25.01.2013
16:16
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von rickylee | #20

Wenn ich mit der DVG fahre, sind die Fahrer/innen IMMER hilfsbereit und freundlich ( in der Vergangenheit bis heute ).
Das finde ich bewundernswert, bei den teilweise heftigen Arbeitsbedingungen und der nicht angemessenen Bezahlung (auch und vor allem vor dem Hintergrund des neuen Dreigestirns an der Spitze der WBD ).

Bei aller Freundschft lieber WESTEN, solche Artikel ebnen nur den Weg, dass Greulich und Konsorten weiterhin nach Herzenslust feuern oder mies bezahlen können.

Wie gesagt, mir ist in Notsituationen seitens freundlicher Fahrer/innen immer geholfen worden. Danke an diese !

25.01.2013
16:12
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von matthesgrund | #19

Zeit und Ort sind genau bekannt. Der Fahrer der Bahn ist somit von der DVG sicher befragt worden und weiß von nichts. Der angebliche Tatort ist ein zentraler U-Bahnhof in der Innenstadt, und offenbar haben sich selbst nach einer Woche und zwei langen Zeitungsartikeln immer noch keine Zeugen gemeldet. Also, auf zum Ortswechsel. In Bottrop hat ein Busfahrer ein Mädchen nicht mitgenommen, weil es keine Fahrkarte hatte. Und die Eltern wenden sich .... Natürlich an die Presse!

1 Antwort
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von ulrics | #19-1

Menschen sagen nicht immer die Wahrheit. Besonders, wenn es sie selbst belasten würde.

25.01.2013
15:00
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von finnisworld | #18

Ich habs doch gleich gewusst...die Kaffeebechertante lügt...;-)

1 Antwort
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von viellaermumnichts | #18-1

Habe erst jetzt gesehen, dass es einen Folgeartikel gab... man. man. man.

Aber wenn sie lügt, warum wendet sie sich dann wegen so etwas an die Zeitung?
Das bringt doch keinerlei nutzen.

Komische Geschichte.

25.01.2013
14:06
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von Sentinel | #17

Nachvollziehbar ist doch, dass die DVG einen Vorfall aus ihrer Sicht schildert und bei den Auftritten der Stadtbediensteten aus der jüngsten Vergangenheit möchte jede Gesellschaft ihr Image schützen und die eigenen Mitarbeiter/innen nett, zvorkommend und dienstbeflissen darstellen. Fakt ist, in den Bussen und Bahnen besteht Verzehrverbot von Essen und Trinken. Richtig ist, dass dieses nicht konsequent verfolgt wird und die Studentin zum Bauernopfer wurde. Wenn sich der Sicherheitsdienst mehr auf den Bussen, Bahnen und Bahnhöfen bewegen würde statt rum zu sitzen, könnten Fahrgäste schon vor dem Einstieg auf das Verbot hingewiesen werden und die DVG müsste sich im Nachgang eines unangenehmen Artikels nicht rechtfertigen.

25.01.2013
13:34
DVG bestreitet Rauswurf wegen eines Kaffeebechers
von EinDerWestenLeser | #16

Der Sack Reis von Duisburg...

Aus dem Ressort
Duisburg muss noch 14 Mio € für Krankentransporte eintreiben
Bürokratie
Von wegen schnell wie die Feuerwehr. Bei Duisburgs Feuerwehr stimmt das bei Brandeinsätzen, aber nicht bei der Schreibtischarbeit. Weil Zehntausende Rechnungen für Krankentransporte unbearbeitet liegen blieben, musste die Stadt fünf Zeitarbeitskräfte einstellen, die helfen, den Berg abzuarbeiten.
Jeder vierte Auszubildende in Duisburg bricht die Lehre ab
Arbeitsmarkt
Jeder vierte Duisburger Auszubildende beendet seine Lehre nicht. Gründe dafür können sowohl eine falsche Berufswahl aber auch zwischenmenschliche Gründe sein. Allein im letzten Jahr wurden 966 Ausbildungen abgebrochen. Um die Zahlen zu senken setzt die Arbeitsagentur auf die Berufsorientierung.
Debatte über Sparliste der Stadt Duisburg
Sparliste
Die Bezirksvertretung Duisburg-Mitte wehrt sich einstimmig explizit gegen einige Streichvorschläge der Stadt – darunter die Schließung des Hallenbades Neuenkamp und der Stadtteilbibliothek Wanheimerort. Diskussionen gab es zudem über die geplanten Bodenschutzgebiete der Stadt.
Im Duisburger "Hotel Albtraum" geht's heute gruselig zu
Gruselhaus
Daniela und Michael Driske laden am morgigen Freitag ab 18 Uhr wieder in ihr Gruselhaus auf dem Logport-Gelände in Duisburg ein. Sie und ihre rund 100 Helfer hoffen auf einen neuen Besucherrekord in ihrem "Hotel Albtraum". Der Erlös wird wie immer komplett an karitative Einrichtungen gespendet.
„Meiderich ist nicht mehr, Duisburg brennt noch“
Geschichte
In Briefen an seine Familie schildert Friedrich Piotrowski eindrucksvoll den Kriegsalltag 1944/45 in der Stadt. Die Familie übergab die Dokumente nun dem Stadtarchiv. Zum Volkstrauertag gibt es im Stadtmuseum eine Lesung aus den Briefen. Wir präsentieren heute schon einige Auszüge daraus.
Mercator-Stühle auf der Bahnhofsplatte
Es geht endlich weiter mit der Gestaltung der kahlen Bahnhofsplatte. Mercator-Stühle und eine Lange Bank hatten sich Bürger gewünscht. Wie finden Sie das?

Es geht endlich weiter mit der Gestaltung der kahlen Bahnhofsplatte. Mercator-Stühle und eine Lange Bank hatten sich Bürger gewünscht. Wie finden Sie das?

 
Fotos und Videos
Sportliche Heimat der Zebras
Bildgalerie
Die MSV-Stadien
Halloween im Duisburger Horrorhaus
Bildgalerie
Halloween
Rundgang durch Beeck
Bildgalerie
Stadtteile
MSV verliert nach Elfmeterschießen
Bildgalerie
DFB Pokal