Duisburgs schnelle Reaktion

Das Neue Jahr geht so weiter wie das letzte geendet hat: Eine neuerliche Demonstration von Menschen rechten Geistes in Duisburg wird angesagt und sofort formiert sich der Widerstand. Diesmal sind es Pegida-Ableger, zuletzt waren es Pro NRW und NPD, die gegen Flüchtlingsunterkünfte protestierten – und jedes Mal von einer Vielzahl von Gegendemonstranten übertönt wurden.

Seit Mai 2012 hat es in Duisburg 21 fremdenfeindlich motivierte Demos und Kundgebungen gegeben, mehr als in jeder anderen Stadt in NRW. Und trotzdem zeigen die Duisburger keinerlei Ermüdungserscheinungen. Die demokratischen Reflexe funktionieren, der Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg gelingt in Duisburg im Kampf gegen das Rechte, Ausländerfeindliche, gegen das ewig Gestrige. In den sozialen Netzwerken wurde die Reaktionsschnelle gestern regelrecht gefeiert.

Offen bleibt jedoch die Frage, wie man diese Spirale aus Demo und Gegen-Demo unterbrechen kann, wie man den Schwätzern mit ihren tumben Parolen die Wirkung nimmt und ihren Mitläufern in der Bevölkerung die diffusen Ängste. Eine Lösung hat leider noch keiner gefunden.

So lange freuen wir uns darüber, dass die Reflexe funktionieren und werden am Montag dabei sein. Wir sind Duisburg!