Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link kritisiert Friedrichs Aussagen zur Armutseinwanderung

"Unzureichend" findet Oberbürgermeister Sören Link (l., neben SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück) die Pläne der Bundesregierung zur Ausweisung von Armutseinwanderern.
"Unzureichend" findet Oberbürgermeister Sören Link (l., neben SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück) die Pläne der Bundesregierung zur Ausweisung von Armutseinwanderern.
Foto: Jakob Studnar
Was wir bereits wissen
Als unzureichend hat Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link die Pläne der Bundesregierung zur Ausweisung von Armutseinwanderern bezeichnet. Um den Missbrauch von Sozialleistungen verhindern, will Bundesinnenminister Friedrich härter gegen illegale Armutsmigranten aus Rumänien und Bulgarien vorgehen.

Köln/Duisburg.. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hat Pläne der Bundesregierung zur Ausweisung von Armutseinwanderern als unzureichend bezeichnet. "Mit Ausweisung und mit markigen Sprüchen à la Friedrich werden wir das Problem nicht los", sagte Link am Freitag im Radiosender "WDR 5".

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte zuvor angekündigt, härter gegen illegale Armutsmigranten aus Rumänien und Bulgarien vorzugehen, um den Missbrauch von Sozialleistungen zu verhindern.

Viele Kinder ohne Schulbildung

Duisburg gilt als eine der Städte in Deutschland, die am stärksten von Einwanderung aus ärmeren EU-Ländern betroffen sind. Einwanderer aus EU-Ländern hätten grundsätzlich das Recht auf Freizügigkeit, sagte Link.

Zuwanderung Er forderte deshalb mehr Geld von Bund, Ländern und der EU, um Bildung und Sozialleistungen für die Migranten zu gewährleisten. Viele Kinder der Armutseinwanderer kämen gänzlich ohne Schulbildung nach Deutschland. (dpa)