Duisburgs OB Sauerland erklärt das Trauerjahr für beendet
06.09.2011 | 18:27 Uhr 2011-09-06T18:27:00+0200
Duisburg. Mehr als ein Jahr nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg will OB Adolf Sauerland wieder seine repräsentativen Aufgaben wahrnehmen. Die Debatte um die Genehmigung der Trauerfeier will er nicht kommentieren. In Sachen Finanzen macht er Druck.
Es war kein Zufall, dass Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) Ende August wieder den Fassanstich auf der Beecker Kirmes eigenhändig erledigte. Das war gewolltes Signal.
Sauerland will seine repräsentativen Aufgaben wieder wie vor der Loveparade wahrnehmen. Mehr noch: Auch politisch will er das Heft in die Hand nehmen, fordert vom Rat zum Beispiel klare Haushaltsbeschlüsse.
„Trauerjahr ist Trauerjahr“, erklärte Sauerland im WAZ-Gespräch seine zurückliegende Zurückhaltung. Nach den Gedenkveranstaltungen zum Loveparade-Jahrestag will er jetzt wieder seine repräsentativen Aufgaben wahrnehmen wie vorher. Zugleich sei aber klar: Auch er sei nicht mehr derselbe wie vor der Katastrophe.
Sauerland teilt Greulichs Kritik
Nicht weiter kommentieren will der OB die Debatte um den umstrittenen Brief seines Stadtdirektors Greulich an die Staatskanzlei wegen der Genehmigung der Trauerfeier . Nur soviel: „Jeder, der Verwaltungshandeln kennt, weiß, dass der Stadtdirektor richtig gehandelt hat.“ Will heißen: Sauerland teilt Greulichs Kritik an der Landesregierung.
Unbeeindruckt zeigt sich Sauerland von der Initiative Neuanfang und den bislang 50.000 Unterschriften für ein Abwahlverfahren gegen ihn: „Das ist ein demokratisches Verfahren.“ Dem werde er sich stellen wird, sollten die erforderlichen Stimmen zusammenkommen. Einen möglichen Rücktritt vorher schließt Sauerland damit aus.
Initiative fordert Briefwahlmöglichkeit
Die Verwaltung treffe zugleich die notwendigen Vorbereitungen für die Durchführung eines Abwahlverfahrens. Behandelt der Rat möglicherweise in der Dezembersitzung das Bürgervotum, müsste anschließend binnen drei Monaten der Wahlgang erfolgen. Noch offen ist, ob es auch ein Briefwahlmöglichkeit geben wird. Dies fordert die Initiative.
Sauerland seinerseits macht in Sachen Stadtfinanzen Druck auf die Politik. Den Weg zur Haushaltssanierung nennt er die vordringlichste Aufgabe nach der Sommerpause. „Der Rat darf sich nicht länger verweigern“, fordert er, dass Duisburg den Sparmahnungen der Bezirksregierung nachkommen muss: „Was bisher beschlossen wurde, reicht nicht aus.“ Zwar sei noch nicht klar, wie hoch die Landeshilfe für die verschuldeten Kommunen sei. Klar sei aber, dass das Land dafür eisernen Sparwillen verlangt.
Rat habe Sparvorschläge abgelehnt
„Wir haben als Verwaltung Sparvorschläge gemacht, die hat der Rat aber abgelehnt“, so Sauerland, der seinen Kämmerer wegen der reduzierten Auszahlungen freiwilliger Leistungen in Schutz nimmt. „Der Kämmerer ist praktisch als Sparkommissar eingesetzt.“ Er könne die verärgerten sozialen Träger verstehen. Entscheidend sei aber, dass der Rat ein Sanierungskonzept verabschieden müsse. Sauerland kündigt an, dass er im Oktober alle Fraktionen einladen wolle, gemeinsam die Sanierung des Haushaltes anzupacken.
Als weitere zentrale Aufgaben nannte Sauerland „strategische Entscheidungen“, wie sich der Sportbereich in seiner Sportförderung und für eine nötige Einnahmesteigerung aufstellen soll. „Da müssen wir Lösungen mit den Sportvereinen suchen.“ Im November will die Stadt ferner ihr Konzept zu der Zuzugsflut aus Rumänien und Bulgarien vorstellen. Es werde Millionen kosten. „Wir bauchen Antworten. Es kann aber keine Duisburger Lösung geben und das ist mit der Vergrößerung der EU keine freiwillige kommunale Aufgabe.“
Vorplatz könne 2012 umgestaltet werden
Die Kritik von IHK und Einzelhandelsverband an weiteren, auch innenstadtschädlichen Verkaufsflächen teilt Sauerland nicht. „Wir sind als Einkaufsstadt im Zentrum der Beobachtung“, sieht der OB vielmehr positive Entwicklungen. Das Factory Outlet in Marxloh werde ein „städtebauliches Highlight“, auch die Krieger-Pläne der Duisburger Freiheit trügen zur Innenstadt-Entwicklung bei. Laut OB sei jetzt auch die Finanzierung und Zuschussfähigkeit für die Bahnhofsplatte geregelt, so dass der Vorplatz 2012 umgestaltet werden könne.

00:06
Der Adolf ist der beste Mann für den Job.
#125 von Steini0811 , am 08.09.2011 um 19:43
Gut, dann wollen wir mal einige Job-Möglichkeiten analysieren:
Baggerfahrer bei seinem Freund Walter (A. Sauerland schien laut TV-Bericht nicht abgeneigt, wahrscheinlich Kindheitstraum).
Kirschbaumpflanzer (da hat er aktuell schon Berufserfahrung und sachkundige Anleitung erhalten).
Köbes in einem urtypischen Bierausschank (Stellenangebot in Düsseldorf zu erfragen, eventuell auch in Köln. Je weiter weg, desto besser). Qualifikation:
Fachkenntnis im Fassanschlagen und Zapfen wurde bereits unter Beweis gestellt (zuletzt Beecker Kirmes).
19:46
#125
Für welchen Job?
Sucht der IMD noch Klofrauen?
Wusste ich gar nicht.....
19:43
Der Adolf ist der beste Mann für den Job.
Der bleibt natürlich.
17:56
Herr CDU-Oberbürgermeister hat sich nun schon mehr als 1 Jahr versteckt und scheint ein Problem mit der Wiedergewinnung der Realität zu haben.
So war im Januar 2011 auf DerWesten zu lesen:
... „Wir wollen Punkte für Duisburg sammeln“ erklärte er mit Rückblick auf die Loveparade-Katastrophe: „Diese Tragödie hat uns unvergleichlich weh getan. 2010 war ein schlimmes Jahr. Aber 2011 muss das Jahr werden, in dem Duisburg seinen aufrechten Gang wiederfindet“. Nach dem Juli habe Duisburg nicht nur eine „Zeit der Trauer, sondern auch der Verunsicherung, der Sprachlosigkeit, der Orientierungssuche erlebt“.
Doch nach dem Schock wachse wieder ein positiver Blick auf Duisburg, sagte der OB und verwies auf die zahlreichen Vorhaben des Jahres von Bahnhofsplatte über Küppersmühle und Königsgalerie. ... (DerWesten, 16.01.2011, Oliver Schmeer)[1]
Wenn er die Realität wahrgenommen hätte, dann müßte das zuvor zitierte wie folgt lauten:
... „Ich will Punkte für mich sammeln“ erklärte er mit Rückblick auf die Loveparade-Katastrophe: „Diese Tragödie hat mir unvergleichlich weh getan. 2010 war ein schlimmes Jahr. Aber 2011 muss das Jahr werden, in dem ich meinen aufrechten Gang wiederfinde“. Nach dem Juli habe ich nicht nur eine „Zeit der Trauer, sondern auch der Verunsicherung, der Sprachlosigkeit, der Orientierungssuche erlebt“.
Doch nach dem Schock wachse wieder ein positiver Blick auf mich, sagte der OB und verwies auf die zahlreichen Vorhaben des Jahres von Bahnhofsplatte über Küppersmühle und Königsgalerie. ...
Nun, das Jahr ist bald rum. Punkte hat er sicher keine gesammelt, wohl aber mehr als 50.000 Unterschriften. Nur Herr CDU-Oberbürgermeister Adolf Sauerland, diese 50.000 Personen wollen Ihre Abwahl - also nichts mit Punkte sammeln.
Und was wohl aus der Küppersmühle wird?
The answer, my friend, is blowin in the ...
[1] http://bit.ly/fCnp1H
.
13:39
#122
Feigling?
Frau Zieling hatte ein absolut kühles Image, sie war auch nicht gut in der Stadtverwaltung gelitten. Warum wohl? Sie hat auf Qualität gesetzt.
Sie hat sicherlich auch Fehler begangen, wer tut das nicht.
Leider sind intelligente Leute, die auch noch Durchsetzungskraft besitzen und darüber hinaus ordentlich und genau arbeiten, nirgendwo beliebt. Auch nicht in der eigenen Fraktion.
Letztlich hat sie mit relativ wenigen Stimmen verloren.
Ich kann mich sehr gut erinnern, wie sich die städt. Beamten gefreut haben auf den jovialen Adolf. Denen gönne ich ihnen inzwischen. Sie sind bekehrt ,aber das nutzt nun nichts mehr.
So lange Sie keine Beispiele benennen sind Sie einfach nur ehrabschneidend.
11:36
Dann fragen Sie sich doch mal, wieso Frau Zieling die Wahlen so klar gegen Herrn Sauerland verloren hat. So kam es ja, dass dieser Herr der erste Bürger unserer Stadt wurde. Die Stadt war so tief gefallen, das vielen Duisburgern Herr Sauerland wie ein Sonnenstrahl vorgekommen sein muss, sonst wäre er ja nicht so klar gewählt worden, oder? Konkrete Fälle könnte ich auch nennen, es würde dann jedoch zu sumpfig, halleluja
11:13
#120
Inhaltlich stimme ich Ihnen insoweit zu, dass befähigte Leute auf jedweden Posten gehören.
Dabei ist mir persönlich egal, ob ein befähigter Mensch ein Parteibuch hat. Echter Filz muss ausgeschlossen werden.
Aber!! Sie sind mir die entscheidende Antwort schuldig geblieben:Beispiele wo und wie Zieling/Brandt die Stadt vor die Wand gefahren haben?
Wenn Sie die nicht bringen können, tätigen Sie nur haltlose Unterstellungen, durch nichts begründet. Und das ist ehrabschneidend.
09:51
Die zu Frau Zieling und Herrn Sauerland gemachten Hinweise (siehe #103) beziehen sich darauf, dass ein Lehrer keine Ausbildung bekommt so ein Amt zu führen. Ich erinnere mich an einen Schlosser (nichts gegen Schlosser und auch nichts gegen Lehrer) von damals Rheinstahl Wanheim, der wurde auch Oberbürgermeister, war aber nicht zu halten, danach wurde er Chef der Duisburger Verkehrsbetriebe, war aber auch dort nicht zu halten und danach Boss im Zoo und auch dort war er nicht zu halten, aber immerhin, die Genossen haben alles versucht, oder?. Gründe der Vernunft und nicht aus politischen Gründen sollte ein befähigter Manager Duisburg führen, das kostet ja nicht mehr, er bezahlt sich durch Fehlervermeidung. (siehe die vielen anderen Sauerlandleichen) halleluja
23:41
#100 von Heiselmann , am 07.09.2011 um 12:29
Gern geschehen, da nich für. Moral und Anstand kennt Sauerland seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Er sieht nur noch zu, sein Pensions-Sc häfchen ins Trockene zu bringen. Money makes the world go round und finanziert ihm zwei Eigenheime, zwei Familien, vier Kinder.
19:14
#110
ich schliesse mich den Hombuerger an.
Antwort also: NEIN