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Armutsflüchtlinge

Zuwanderung aus Südosteuropa überfordert Stadt Duisburg

16.01.2013 | 09:59 Uhr
Zuwanderung aus Südosteuropa überfordert Stadt Duisburg
Derzeit leben in Duisburg – knapp 6200 Armutsflüchtlinge aus Rumänien und Bulgarien, darunter viele Roma. Weit über ein Drittel, rund 2350, leben allein in Hochfeld, über 1000 in Marxloh.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Mit Beginn des Winters stieg die Zahl der Armutsflüchtlinge in Duisburg sprunghaft an. Derzeit leben – mehr schlecht als recht – knapp 6200 Rumänen und Bulgaren, darunter viele Roma, in der Stadt. Ein Zwischenbericht zum Handlungskonzept offenbart nun die Machtlosigkeit der Stadt Duisburg.

Die Zuwanderung von Menschen aus Südost-Europa hat sich in den vergangenen Monaten weiter beschleunigt. Alleine in den Monaten November und Dezember registrierte die Stadt Duisburg rund 600 neue Zuwanderer. Die Zahl der Rumänen und Bulgaren hat sich damit auf knapp 6200 erhöht, mehr als zwei Drittel leben in Hochfeld. Duisburg bleibt damit weiterhin einer der Zuzugsschwerpunkte in Nordrhein-Westfalen .

Zwar hat Oberbürgermeister Sören Link  das Thema zur vordringlichsten Aufgabe erklärt. Die Umsetzung des Handlungskonzepts, das der Rat im März 2012 beschlossen hatte, stockt aber weiter. An vielen Stellen ist die Stadt mit der Problematik überfordert . Das geht aus einem ersten Zwischenbericht hervor. Die Anstrengungen seien „nachweislich immens“, heißt es, die Akteure und die kommunalen Handlungsmöglichkeiten aber würden „an ihre Grenzen stoßen“. Und obwohl auch eine Vielzahl von Organisationen wie Verbände, Kirchen und Initiativen die Integration der Armutsflüchtlinge durch verschiedene Projekte unterstützen, scheitert die Umsetzung des Handlungskonzepts weiterhin vor allem an den fehlenden Mitteln.

Maßnahmen-Paket würde 18,7 Millionen Euro kosten

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Das in dem Konzept vorgesehene Paket an Maßnahmen würde 18,7 Millionen Euro kosten. Den Großteil der Summe, rund 13,6 Millionen Euro, erfordert allein die Gesundheitsversorgung sowie die Versorgung mit angemessenem Wohnraum. Im kommenden Jahr wird die Last der Kosten für die Stadt voraussichtlich weiter zunehmen: Ab 2014 haben Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien freien Zugang zum Arbeitsmarkt — und damit auch Ansprüche auf staatliche Unterstützung wie Hartz IV-Bezüge. Die Stadt rechnet besonders bei den Kosten der Unterkunft für diese Menschen, die sie anteilig tragen muss, mit „erheblichem“ Mehraufwand. Wie dieser Anteil im ohnehin wackeligen Spar-Haushalt überhaupt gedeckt werden kann , ist noch völlig ungeklärt.

Kommentare
16.01.2013
21:01
Südosteuropa überfordert Stadt Duisburg
von Stadtwaechter | #39

Guten Abend,
aber das Hauptproblem ist doch, dass Bund und Land seit Jahren die Städte mit neuen Aufgaben überladen.
Der Bund, Merkel und Co,...
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Zuwanderung aus Südosteuropa überfordert Stadt Duisburg
Zuwanderung aus Südosteuropa überfordert Stadt Duisburg
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburgs-elend-mit-den-schrotthaeusern-id7486948.html
2013-01-16 09:59
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