Duisburgerin gewinnt Kunstwettbewerb der DAK

Am Montag, den 18.5.2015 überreichte gesundheitsministerin NRW Barbara Steffens den Gewinnern der DAK-Aktion "bunt gegen blau" die Preise. In der Gesamtschule Duisburg-Meiderich, Westender Straße. v.l. Gewinnerin Miriam Höltgen, Ministerin Barbara Steffens, Nicole Struff-Irmgartz Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Am Montag, den 18.5.2015 überreichte gesundheitsministerin NRW Barbara Steffens den Gewinnern der DAK-Aktion "bunt gegen blau" die Preise. In der Gesamtschule Duisburg-Meiderich, Westender Straße. v.l. Gewinnerin Miriam Höltgen, Ministerin Barbara Steffens, Nicole Struff-Irmgartz Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
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Was wir bereits wissen
Miriam Höltgen gewinnt den Kunstwettbewerb der DAK-Gesundheit „Bunt statt Blau. Kunst gegen Komasaufen

„Es wäre schön, wenn andere mein Bild sehen würden und dann anders oder genauer über Alkohol und den übermäßigen Konsum nachdenken würden“, wünscht sich Miriam Höltgen. Die Meidericherin hat an dem landesweiten Kunstwettbewerb der DAK-Gesundheit zum Thema „Bunt statt Blau. Kunst gegen Komasaufen“ teilgenommen. Bei der offiziellen Prämierung der besten drei Kunstwerke in Miriams Schule, der Gesamtschule Duisburg-Meiderich, wurde ihr Bild mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Das Bild zeigt ein Porträt eines jungen Mädchens, das mit einem Strohhalm aus einer Flasche trinkt, auf der ein Totenkopf gemalt ist. Dabei zersetzt sich ihre linke Körperhälfte, vom Kopf bis zum Oberkörper. Der Alkohol als Gift greift die Haut an, die vom Gesicht tropft. Blut und Knochen sind zu sehen. „Dadurch, dass das Mädchen aus dieser Flasche trinkt und zu viel Alkohol zu sich nimmt, löst sich ihre linke Körperhälfte vollkommen auf. Alkohol zerstört mehr als so mancher denkt, daher sollte er nur in Maßen getrunken und genossen werden“, erklärt Miriam ihr Bild.

Die rechte Körperhälfte zeigt ein gesundes junges Mädchen mit strahlendem Auge und makelloser Haut. Über ihr steht der Spruch „Alkohol löst alles!...auf!“ Das ist an den Volksmund angelehnt: „Alkohol löst alles“.

Selbst Barbara Steffens, NRW-Gesundheitsministerin, bewundert Miriam Höltgens Kunstwerk: „Es ist ein eindrucksvolles Bild, was mit Nachdruck deutlich zeigt, wie schädlich Alkohol ist und was er mit dem Körper anstellt.“

Der ganze Rummel um ihre Person ist der Gesamtschülerin aber sichtlich unangenehm. Ihre Wangen sind stets rot und immer wieder streicht sie sich über ihre Dreadlocks, die zu zwei Dutts zusammengesteckt sind. Trotzdem ist sie auch sichtlich froh gewonnen zu haben.

Dass Miriam ihr preisgekröntes Bild überhaupt gemalt hat, war die Idee ihrer Kunstlehrerin Olga Gleich: „Sie ist in Kunst eine der Besten und als ich von dem Projekt hörte, musste ich sie einfach fragen“.

Da Miriam das Malen liebt, wollte sie auch sofort mitmachen. „Ich habe mich gar nicht groß mit dem Thema auseinander gesetzt, sondern einfach drauflos gemalt. Nach den Ferien war es fertig. Dass ich damit dann noch den ersten Preis gewinne, hätte ich mir im Traum nicht ausgemalt.“

Auch mit der Thematik Komasaufen hat die 16-Jährige keine Erfahrung. „Wir trinken natürlich auf Geburtstagen oder auf Partys, aber ich kennen keinen und bin auch selber noch nie so abgestürzt, dass ich ins Krankenhaus musste. Alkohol sollte man genießen und nicht übertreiben.“

Das sehen aber nicht alle Jugendlichen so vernünftig. Im vergangenen Jahr erlitten 5300 Jungen und Mädchen eine Alkoholvergiftung. Ministerin Barbara Steffens: „Die Schule ist hier der perfekte Ort für präventive Maßnahmen.“