Duisburgerin bekommt von Post Wechsel des Stromanbieters aufgeschwatzt
18.08.2011 | 17:53 Uhr 2011-08-18T17:53:00+0200
Duisburg. Sie kam, um Briefmarken zu kaufen und ging mit einem Auftrag zum Stromanbieterwechsel. Berater am Schalter hätten sie „überrumpelt“, sagt eine Duisburger Postbank-Kundin. Die Bank verteidigt die Akquise als „normale Kundenansprache“.
Eigentlich wollte Edelgard Goergen nur Briefmarken im Postbankcenter am Sonnenwall kaufen. Nach Hause ging sie mit einem Auftrag zum Stromkundenwechsel von den Stadtwerken zu Yellowstrom. Und fühlte sich am Nachhinein ziemlich „überrumpelt“.
Unterschrift als letzter Ausweg
Als „ganz normale Kundenansprache“ bezeichnet Postbank-Pressesprecher Ralf Palm das Angebot der Postbank. Seit langem schon biete sie für Partnerunternehmen an ihren Schaltern Zusatzleistungen: Telefonverträge, Girokonten, auch den Wechsel des Stromversorgers . Yellowstrom und Lichtblicke sind derzeit die Partner. Bei einer Million täglicher Kunden in den Filialen ein interessanter Markt für beide Partner. Klagen, so Palm, seien ihm nicht bekannt. Zumal: Die Kunden unterschrieben keinen Vertrag, sondern nur einen „Auftrag“.
Bei der 67-jährigen Wanheimerorterin kam die Sache anders an. Sie fühlte sich von den Stromtarif-Lockrufen am Schalter („Darf ich Ihnen etwas Gutes tun?“) geradezu bedrängt, glaubte den Versicherungen, dass sich der Wechsel lohnt. „Ich war ganz durcheinander. Ich habe unterschrieben, um nur raus zu kommen“. Eher ungewöhnlich dies: Die Beraterin soll kurzerhand eine andere Kontonummer als die von Goergen eingetragen haben.
"Nie spontan entscheiden"
Zuhause stellte die Seniorin dann fest, dass sich der Stromwechsel für sie gar nicht lohnt und schickte direkt einen Widerruf per Einschreiben an Yellowstrom. Was sie laut Postbank-Sprecher Palm gar nicht gebraucht hätte, weil es ja nur ein Auftrag gewesen sei und sich der Stromanbieter noch gemeldet hätte. „Warum dann Unterschrift und Kontonummer?“, fragt Edelgard Goergen.
Marina Steiner von der Duisburger Verbraucherberatung zückt den Dauerrat: „Der Verbraucher muss sich wappnen.“ Man sollte solche Dinge nie spontan, auf der Straße, an der Haustür entscheiden. Und eben auch nicht in Postbankfilialen. „Da werden die Kunden nur überrascht.“ Ob solche Schalter-Anbahnungen „so glücklich“ sind, gibt sie zu bedenken. Der Vertrauensvorschuss der „guten alten Post“ sei weg: „Alle wollen schließlich Geld verdienen.“

13:12
Also die Dame wird nicht nur unterschrieben haben - sie wird mindestens Name und Anschrift mit rausgegeben haben.
11:36
#43
Einfach nochmal die Überschrift des Artikels lesen...
10:26
Das hätte die gute Frau doch ganz einfach merken können. Zum Kauf von Briefmarken braucht sie nichts unterschreiben zum Wechsel des Stromanbieters doch !
21:18
#41
Dummerweise hat die Post natürlich den gesuchten Artikel zur Hand, auch wurde kein anderer Artikel verkauft, sondern zum Stromanbieterwechsel animiert und die Post-Mitarbeiter sind keine reinen Verkäufer...
19:52
#39
1. Gebot der Kaufmannschaft!
Hast Du den gesuchten Artikel nicht zur Hand so versuche ihn nicht ohne den Kauf eines anderen Artikels aus dem Hause gehen zu lassen. Wenn Du es nicht schaffst bist Du kein guter Verkäufer.
19:46
Ist mir bisher noch nicht passiert (Hauptpostamt Herne). Hier ist die Schlange von Kunden immer so lang, da haben die 3 (von 9) geöffneten Beamten an ihren Schaltern keine Zeit für. Also wenn ich das nächste mal wieder ewig warte um ein Paket abzuholen denke ich positiv daran das wenigstens keine Zeit für Crossselling ist.
16:28
#38
Wo steht, das es erlaubt ist an der Kasse zu branchenfremden Produkten überredet zu werden?
16:14
Wer im Autoladen eine Waschmaschine kauft kann das nur wenn sie dort angeboten wird. Wo steht, daß man als Geschäftsmann nur ein Produkt anbieten darf.
16:04
#31 von joergel
Hier möchte Ich Ihnen beipflichten , Ich komme gerade von einem Spaziergang zurück , im Verlaufe eben dieses Spazierganges kam ich auch an einer Altentagesstäte vorbei , wie dankbar waren einige etwas ältere Mitbürger , das man ein Wort mit Ihnen gewechselt hat , kann es sein das speziel eine bestimmte Altergruppe gelinde gesagt angesaugt wird und diese eben dann aus welchen Gründen unterschreiben , so eine gezwungene Dankbarkeit , das bedeutet nicht das ältere Menschen dumm oder schusselig sein müssen ,
16:03
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