Duisburger wollen gegen Pegida zusammenstehen

Wir sind nicht Pegida. Dieses Zeichen wollen die Duisburger am kommenden Montag setzen.
Wir sind nicht Pegida. Dieses Zeichen wollen die Duisburger am kommenden Montag setzen.
Foto: dpa
Immer mehr Duisburger Parteien und Organisationen unterstützen die Pegida-Gegendemonstrationen am kommenden Montag.

Duisburg.. Vor dem Hauptbahnhof wollen sich Grüne gemeinsam mit dem "Netzwerk gegen Rechts" ab 17.30 Uhr den Pegida-Demonstranten in den Weg stellen. Grüne wollen auch an der Kundgebung des Bündnisses Toleranz und Zivilcourage sowie des DGB ab 18.30 Uhr auf dem Theaterplatz teilnehmen. Das teilt Matthias Schneider, Sprecher des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen, mit.

Schneider äußert sich deutlich gegen den Versuch, auch in Duisburg eine Demonstration gegen muslimische Bürger durchzuführen: „Es geht offensichtlich um die Schaffung eines Klimas des Hasses und der Zwietracht. Wir brauchen mehr Orte der Begegnung, des Kennenlernens, der Zusammenarbeit. Aber genau das wollen diese rechten Pegidas ja verhindern.“

Zusammenstehen

Schneider bedauert, dass es nicht zu einem gemeinsamen Aufruf gekommen sei: „Für die Zukunft müssen wir noch näher zusammenstehen. Diejenigen, die den antifaschistischen Kampf und den Kampf gegen rechte Aufmärsche als Initiativen führen, sollten zusammen mit denjenigen auftreten, die die Auseinandersetzung von einem anderen Blickpunkt organisieren: für Demokratie und Toleranz. Es ist der gleiche Kampf. Der Kampf für die offene und demokratische Gesellschaft.“

Derweil begrüßt die SPD, dass das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage mit einer Kundgebung ein friedliches Zeichen setzen will gegen den Versuch, in Duisburg mit "dumpfen Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit" Stimmung zu machen. Duisburgs stellvertretende SPD-Vorsitzende Bärbel Bas (MdB) : „Duisburg ist als weltoffene und tolerante Stadt bekannt. Das soll auch so bleiben.“

Nicht zufällig Duisburg

"Pegida NRW hat sich nicht zufällig die Problemstadt Duisburg für den Aufmarsch am kommenden Montag ausgesucht. Pro NRW, AfD und NPD konnten bei der letzten Kommunalwahl mehr als zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinigen", so Johanna Haldemann, Sprecherin der Initiative gegen Duisburger Zustände. "Lassen wir die rassistische Hetze von Pegida nicht unwidersprochen zu", hofft sie auf möglichst viele Teilnehmer bei den Gegendemonstrationen.

Derweil schließt sich auch der Einzelhandel der städtischen "Licht aus"-Aktion an: Am Einkaufzentrum "Forum" wird die Beleuchtung der „Goldenen Treppe“, die sonst weithin sichtbar in den Himmel ragt, ausgeschaltet. Und auch bei der Sparkasse am Kuhlenwall Karree gehen am Montag symbolisch die Lichter aus. "Alle Institutionen, die ich heute angerufen habe, waren sofort dabei", freut sich Oberbürgermeister Sören Link über den Schulterschluss. "Die Solidarität in Duisburg ist riesig. So ist Duisburg – unsere Stadt lassen wir nicht spalten.“

Neben dem Theater und dem Stadtwerketurm wird auch der Landschaftspark Nord am kommenden Montag seine imposante Lichterkulisse verdunkeln, ebenso werden die Lichter am Rathaus und der Salvatorkirche ausgehen.