Duisburger will mit der Vespa durch die Dolomiten

Diese Vespa Sprint, Baujahr 1971, ist der erste Motorroller, den sich Heinz-Gerd Steck zugelegt hat. Mittlerweile hat er viele alte Schätzchen.
Diese Vespa Sprint, Baujahr 1971, ist der erste Motorroller, den sich Heinz-Gerd Steck zugelegt hat. Mittlerweile hat er viele alte Schätzchen.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Duisburger Motorroller-Fan Heinz-Gerd Steck aus Hamborn hat jede Menge verschiedene alte Schätzchen und einen großen Traum.

Duisburg.. Eigentlich hatte Heinz-Gerd Steck nie vor, sich mit alten Vespas zu beschäftigen. Seine Eltern hielten Zweiräder sowieso grundsätzlich für viel zu gefährlich. Das hatten sie ihm schon frühzeitig mehr als deutlich gemacht. Ein Motorradführerschein war für den Hamborner in jungen Jahren absolut tabu. Doch als sein Vater starb und ein Freund eines Tages mit einer schicken Vespa vorbeischaute, kam der damals fast 30-Jährige ins Grübeln und schaffte es schließlich doch, seine Mutter um den Finger zu wickeln und zu überzeugen. Seitdem hat ihn das Vespa-Fieber gepackt. Heute besitzt der 64-Jährige neun fahrbereite und zwei noch völlig auseinandergenommene wunderbare, alte Schätzchen.

Unter ihnen hat die silberne Vespa Sprint, Baujahr 1971, einen besonderen Stellenwert. Es ist das erste Zweirad, das sich Steck zugelegt hat. In der WAZ stößt er damals auf die entsprechende Anzeige und macht sich auf zu einem Bauernhof in Kevelaer, wo er eben jene Vespa unter die Lupe nimmt – allerdings nicht ganz so, wie es eigentlich nötig gewesen wäre, wie er heute mit einem Schmunzeln zugibt.

Restauration der Vespa in Eigenregie

„Ich bin die Vespa gleich vor Ort auf Feldwegen Probe gefahren und hab dadurch gar nicht gemerkt, wie instabil sie war“, erzählt Steck, der 150 Mark bezahlt. „Erst abends zurück in Hamborn ist mir aufgefallen, dass sie unten völlig durchgerostet war. Anfängerfehler.“ Er behält die Vespa trotzdem, restauriert – damals noch mit Unterstützung, heute fast komplett in Eigenregie – das alte Schätzchen und tourt damit anschließend mit anderen Vespa-Freunden durchs Sauerland oder Zillertal. Die zweite Vespa, eine bordeauxfarbene GS4, bekommt der Hamborner Mitte der 80er Jahre von einem Freund aus Essen – ein Dank für einen Gefallen.

Im Laufe der Jahre sind bis heute dann eben immer Zweiräder aus dem Hause Piaggio dazugekommen. „Es ist die alte Technik, die mich fasziniert, außerdem das Design und die schönen Formen“, sagt Steck, der mittlerweile seine ganze Familie mit seiner Begeisterung angesteckt hat. Sein Faible für italienische Fahrzeuge geht soweit, dass sich der Hamborner, sogar zwei Klein-Lkw, zwei Ape mit drei Rädern, zugelegt hat, die aber noch restauriert werden müssen.

Alte Schätzchen in den Garagen

Wer sich länger bei Heinz-Gerd Steck aufhält, entdeckt in den zahlreichen Garagen und Räumen auch immer mehr vierrädrige, alte Schätzchen, darunter ein Mercedes 280 und einen gelben VW Porsche 914 jeweils aus den 70er Jahren. Der Fan von Oldtimermessen und -museen könnte locker selbst ausstellen.

Derzeit verfolgt der IMD-Mitarbeiter, der für die Sanierung von Schulen zuständig ist, aber einen anderen Traum. „Ich möchte einmal mit einer Vespa durch die Dolomiten fahren“, so Steck. „Ich muss sehen, dass ich das in den nächsten Jahren hinbekomme.“