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Duisburger WAZ-Leser hat Ideen für die Küppersmühle

06.08.2012 | 18:50 Uhr
Duisburger WAZ-Leser hat Ideen für die Küppersmühle
Friedrich Werkshage aus Buchholz vor dem Stahlquader am Museum Küppersmühle.Foto: Kerstin Bögeholz

Duisburg. Friedrich Werkshage war bis Anfang der 90er Jahre der Leiter des Staatshochbauamtes in Essen. Seit seinem Wechsel in den Ruhestand macht sich der inzwischen 80-jährige Duisburger nur noch freizeitliche Gedanken um die großen Bauprojekte in seiner Heimatstadt. Besonders am Herzen liegt ihm dabei der Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle . Bei einem Ortstermin erklärte der in Buchholz lebende WAZ-Leser seine Ideen zur möglichen Zukunft des vor sich hin rostenden Stahlquaders .

Werkshages zentrale Forderung lautet: Der Stahlbau muss am Boden bleiben! Die bisherigen Pläne der Architekten sahen bekanntlich dessen Aufbau hoch oben auf den mit Beton verfüllten Silos des ehemaligen Speichers vor. „Ich habe die Stabilität dieser Konstruktion stets bezweifelt. Mir als Außenstehendem erschien dieses Konstrukt von seiner Statik her als zu labil“, sagte Werkshage. Außerdem verfüge das Museum über ein denkmalgeschütztes Satteldach. „Das würde überhaupt nicht mehr zur Geltung kommen, wenn der Quader direkt daneben thront.“

Lösungsvorschläge für den Quader

Seit Monaten ruht das Stahlgewirr nun bekanntlich am Boden – abgestellt auf mehreren knallroten Trägern. Erster Lösungsvorschlag von Diplom-Ingenieur Werkshage: ein Erdgeschoss aus Stahlbeton (Fachbegriff: „weiße Wanne“) bauen und den Quader dann daraufsetzen. Zwar seien laut Gutachten nahezu alle Schweißnähte fehlerhaft ausgeführt worden, der Bauexperte sieht aber dennoch Möglichkeiten der schweißtechnischen Nachbearbeitung. Sein Ziel lautet: den Kubus zu erhalten. „Der hohe finanzielle Aufwand für das Material braucht nicht umsonst gewesen zu sein.“

Skandalbaustelle Küppersmühle in...

Damit ein ebenerdiger Zugang vom Alt- in den neuen Anbau möglich wird, müsste der Quader noch um einige Meter verschoben und quasi an die Küppersmühle herangesetzt werden. Nach Einschätzung von Werkshage wäre der geforderte Mindestabstand zur A-59-Brücke damit zwar immer noch nicht erfüllt. „Dann müsste bei der Abstandsflächenverordnung mal ein Auge zugedrückt werden.“

Das Wichtigste sei, so Werkshage, dass das Ehepaar Ströher möglichst bald die zugesagte Quadratmeterzahl an Erweiterungsfläche für seine Kunstsammlung erhalte. „Es wäre fatal für die Stadt, sollten die Ströhers Duisburg den Rücken kehren.“ Daher gebe es trotz aller Riesen-Probleme laut Werkshage nur ein Ziel: „Der Erweiterungsbau darf nicht ganz sterben.“

Ein Café aus Glas aufs Dach

Und was soll statt des Quaders auf den Beton-Silobau? Friedrich Werkshage schwebt ein verglastes, aber sturmsicheres Café vor, von dem aus die Besucher nicht nur über den gesamten Innenhafen, sondern auch die Duisburger City schauen könnten.

Werkshage möchte mit seinen Ideen keinesfalls den „Besserwisser mimen“, sondern er will in einem seit Monaten festgefahrenen Prozess neue Impulse setzen, neue Denkanstöße liefern. „Damit es endlich weitergeht“, so Werkshage. „Und damit die Stifter endlich ihre Genugtuung bekommen.“

Von Thomas Richter

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Kommentare
07.08.2012
11:17
Duisburger WAZ-Leser hat Ideen für die Küppersmühle
von parcelpanic | #3

[...] „Der hohe finanzielle Aufwand für das Material braucht nicht umsonst gewesen zu sein.“ [...]

umsonst war "das" nicht. nur vergebens...

07.08.2012
06:16
Duisburger WAZ-Leser hat Ideen für die Küppersmühle
von Andreas45141 | #2

unten lassen und die 5700 tonnen verschrotten

1 Antwort
Duisburger WAZ-Leser hat Ideen für die Küppersmühle
von ceram3 | #2-1

Wann kapiert man endlich, dass es kein Kubus, sonderrn ein Quader ist!!!
Haben sie alle in der Schule gefehlt?
Ein Kubus beschreit einen Würfel!!






06.08.2012
19:21
Duisburger WAZ-Leser hat Ideen für die Küppersmühle
von belria | #1

Die Idee mit dem Glascafe gefällt mir. :-)
Vielleicht wäre es ja auch noch möglich (keine Ahnung ob der Platz dafür ausreicht) den Quader um 90 Grad zu drehen, so das die schmale Seite zum Wasser zeigt und dadurch der benötigte Abstand zur A59 eingehalten werden kann? Notfalls könnte er ja auch teilweise über dem Wasser schweben.

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