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Betrug

Duisburger Tankstellen registrieren über 400 Spritdiebe

10.02.2016 | 07:00 Uhr
Duisburger Tankstellen registrieren über 400 Spritdiebe
Bilder einer Überwachungskamera an einer Tankstelle.Foto: Polizei

Duisburg.  Landesregierung legt Daten für Duisburg vor: Zahl der Betrugsfälle bleibt weiterhin hoch

Tatort Zapfsäule: Zwei Drittel aller Straftaten an Tankstellen gehen auf das Konto von Spritdieben. An den rund 70 Tankstellen in Duisburg zapften im vergangenen Jahr in 412 Fällen Autofahrer Benzin oder Diesel ab und fuhren ohne zu bezahlen davon.

Im seltensten Fall sind Zeugen so aufmerksam wie ein 47-Jähriger im vergangenen Jahr: Ihm war der Golf an der benachbarten Zapfsäule sofort aufgefallen, weil der Beifahrer beim Tanken seine Kapuze so tief ins Gesicht gezogen hatte. Als der Golf davon raste, nahm der 47-Jährige die Verfolgung auf, gab der Polizei immer wieder seinen Standort durch. Mit seiner Hilfe konnten die Beamten den Golf stoppen. Das Auto war übrigens geklaut, die Kennzeichen gestohlen — das ist auch ein Grund, warum die Überwachungskameras an den Tankstellen nicht immer zum Täter führen. So wurde in Duisburg zuletzt nur etwas mehr als ein Drittel aller Tankbetrügereien aufgeklärt .

Kinderwagen voller „Red Bull“-Dosen

Die Zahl der Spritdiebe bleibt damit 2015 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Allerdings gibt es Städte in NRW, in denen die Zahl solcher Straftaten noch weitaus höher liegt: Die Polizeibehörde in Bochum registrierte 740 Fälle, in Dortmund waren es 862 und in Wuppertal sogar 908. Das geht aus einem Bericht des Innenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag hervor.

Das Polizeipräsidium Duisburg zählte im Jahr 2015 insgesamt 567 Straftaten an Tankstellen und damit einige weniger als im Vorjahr (597). In 50 (Vorjahr 60) Fällen ging es um weitere Betrugsdelikte. Zum Beispiel hatten im August zwei Männer an einer Tanke in Rheinhausen beim Geldwechseln getrickst, wurden dabei sogar von der Kamera über der Kasse gefilmt. In 100 weiteren Fällen waren Diebe nicht an der Zapfsäule, sondern in der Tankstelle aktiv — wie ein Pärchen, das einen Kinderwagen voller „Red Bull“-Dosen beladen hatte und flüchtete, kurz darauf aber von der Polizei geschnappt wurde.

Ingo Blazejewski

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Duisburger Tankstellen registrieren über 400 Spritdiebe
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2016-02-10 07:00
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