Duisburger Schüler macht ein Selfie mit US-Präsident Obama

Auch zum Golfen war US-Präsident Barack Obama auf Hawaii.
Auch zum Golfen war US-Präsident Barack Obama auf Hawaii.
Foto:  Cory Lum
Was wir bereits wissen
Der Augenblick bleibt dem Duisburger Schüler Noah Tegatz ein Leben lang in Erinnerung: Auf Hawaii machte er ein Selfie mit US-Präsident Barack Obama.

Duisburg.. Spannende Wochen liegen hinter Noah Tegatz. Der Sermer Junge (15), der ein Schuljahr auf Hawaii verbringt, bekam für gute Prüfungsnoten eine Zusage für ein Stipendium. Außerdem entdeckt der Läufer seine Liebe fürs Surfen und begegnete Präsident Barack Obama, der seinen Jahresurlaub auf Hawaii verbrachte. Hier ein Erfahrungsbericht von Noah Tegatz:

Der Dezember war für mich der aufregendste und spannendste bisher für mich. Zunächst habe ich die letzten Klassenarbeiten geschrieben, in denen der gesamte Stoff des vergangenen halben Jahres abgefragt wurde. Ich habe sehr viel gelernt für die „Finals“ und auch sehr gut abgeschnitten.

Nach vielen Gesprächen über ein Stipendium habe ich dann die positive Nachricht bekommen, dass ich bleiben kann. Das gibt mir die Chance, ein IB-Diplom zu machen – wohl die beste Voraussetzung, um anschließend im Ausland zu studieren. Aber dementsprechend ist der Schulbesuch auch teuer. Umso mehr freue ich mich, dass ich das Stipendium bekommen habe. Nun muss ich entscheiden, ob ich für diesen Abschluss zwei weitere Jahre am schönsten Ort der Welt bleiben soll, oder auf meine Familie verzichten soll.

Größter Wunsch: Die „Pipeline“ surfen

Ohne den Kuss von der Mama, den Schulterklopfer meines Vaters und ohne die kleinen, nervigen, aber dennoch schönen Streitereien mit meiner Schwester – es ist eine schwierige Entscheidung, mit der ich mir bis März Zeit lassen kann.

Seit Ferienbeginn habe ich meine Liebe zum Surfen entdeckt. Ich bin schon auf recht hohen Wellen am Northshore gesurft, das ist eines der bekanntesten, aber auch gefährlichsten Reviere der Welt. Eines Tages mal die „Pipeline“ zu surfen, das ist nun einer meiner größten Wünsche. Laufen bleibt dennoch meine größte Leidenschaft. Für ein „Personal Project“ in der Schule erstelle ich zur Zeit Trainingspläne für einen Fünf-Kilometer-Lauf. Dazu habe ich Kontakt mit meinem alten Trainer Theo Plück (wahrscheinlich einer der besten der Welt) aufgenommen, eine Facebook- und eine Internet-Seite erstellt, auf der die Vorbereitung erklärt wird. Außerdem versuche ich eine kleine Company zu gründen, meine Pläne liegen in den Laufläden hier aus.

Plötzlich war überall Polizei

Weihnachten ohne die Familie war natürlich hart, aber auf dieser schönen Insel kann man es überleben. Allerdings bevorzuge ich Silvester in Deutschland: Hier gibt’s keine Raketen, die meisten Leute gehen schon vor Mitternacht schlafen.

Bei einem Besuch im Surfshop hörte ich dieser Tage plötzlich: „The president is coming.“ Barack Obama verbrachte hier seinen Urlaub und hatte wohl Lust auf ein Eis. Plötzlich war überall Polizei, gepanzerte Autos und Sicherheitspersonal, dass alles im Umkreis durchsuchte. Plötzlich war er dann da. Der Präsident persönlich lief am Surfshop vorbei, den ich ebenso wie weitere 30 Kunden nicht verlassen durfte. Aber wir konnten kurz mit ihm sprechen, ihm die Hand schütteln. Und Zeit für ein Selfie mit dem mächtigsten Mann der Welt blieb mir auch noch. Es ist einfach nur die geilste Zeit meines Lebens.