Duisburger Schüler bekommen Nachhilfe zur Organspende

Die Jungen Heldinnen Angela Ipach und Ina Brunk (v.l.) und Moderator Jan Köppen mischten sich in Marxloh unter die Schüler.
Die Jungen Heldinnen Angela Ipach und Ina Brunk (v.l.) und Moderator Jan Köppen mischten sich in Marxloh unter die Schüler.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
TV-Moderator Jan Köppen und der Verein Junge Helden informierten am Duisburger Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium über die Bedeutung des Organspendeausweises.

Duisburg.. Was ist das richtige Verhalten? Was sagt zum Beispiel Kant? „Im Unterricht wird an einem Gymnasium immer viel diskutiert und man bleibt theoretisch“, erzählt Peter Sondermann. Der Philosophielehrer wollte mit seinem Kurs am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium aber auch einmal näher an die Praxis und den Alltag heranrücken. So kam die Jahrgangsstufe 11 der Marxloher Schule über den Bereich der Ethik auf das Thema Organspende. Die Auseinandersetzung verlief schließlich so intensiv, dass der Verein Junge Helden und die Krankenkasse Barmer gestern eine Veranstaltung in der Aula des Gymnasiums anbot.

Die beiden Fernseh-Scherzbolde Joko und Klaas, Collien Ulmen-Fernandes, die Beatsteaks und einige andere Stars kamen in den Duisburger Norden, um die Schülerinnen und Schüler in der Aula über die Bedeutung eines Organspendeausweises zu informieren – auf der Leinwand und mit Videobotschaften. TV-Moderator Jan Köppen war allerdings persönlich da, er engagiert sich mit solchen Besuchen für die Kampagne der Jungen Helden. Der Verein wendet sich besonders an Jugendliche und junge Erwachsene, denn eine Entscheidung für oder gegen das Organspenden kann man schon im Alter von 16 Jahren selbstständig treffen und einen Ausweis ausfüllen.

Nur ein Schüler des Kurses hatte das getan, bevor im Unterricht über das Thema diskutiert wurde. Inzwischen sei das Interesse deutlich größer, erklärte Lehrer Sondermann. Das zeigte sich auch bei den Gesprächen in der Aula mit den Jungen Helden und den Vertretern der Krankenkasse. Ein junger Mann erklärte, dass ihm die Vorstellung, seine Organe nach dem Tod entnehmen zu lassen, ein unangenehmes Gefühl beschere. Doch auch wenn sich die Jugendlichen nun dagegen entscheiden würden, bat Christian Broden von der Barmer sie darum, das Thema damit nicht für immer zur Seite zu schieben. „Hört nicht auf, darüber nachzudenken.“

Informationen zur Organspende auf www.junge-helden.org