Duisburger Sana-Klinik will bis zu 270 Stellen abbauen

Im März 2015 hatten Klinikmitarbeiter bei der entscheidenden Ratssitzung  gegen die Voll-Privatisierung der Sana-Kliniken protestiert.
Im März 2015 hatten Klinikmitarbeiter bei der entscheidenden Ratssitzung gegen die Voll-Privatisierung der Sana-Kliniken protestiert.
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Was wir bereits wissen
Die Duisburger Sana-Klinik wollen patientenferne Dienste wie Technik, Küche und Wäscherei ausgliedern. Betroffen sind bis zu 270 Beschäftigte.

Duisburg.. Das Sana-Klinikum setzt nun seine Pläne um, Technikbereiche, Küche, Wäscherei und andere patientenferne Bereiche auszugliedern. Davon sollen 270 der 2200 Mitarbeiter betroffen sein. Das bestätigte Klinik-Geschäftsführer Stephan Puke. Sana hatte diese Umstrukturierungen angekündigt, als das Klinikum im vergangenen Jahr der Stadt ihre Krankenhaus-Anteile abgekauft hatte.

In dieser Woche wurden die betreffenden Abteilungen und Mitarbeiter informiert. Für kommenden Donnerstag hat der Betriebsrat eine Belegschaftsversammlung anberaumt. Schon bei dem Ratsbeschluss zur Voll-Privatisierung der Sana-Kliniken im März 2015 hatten Klinik-Mitarbeiter gegen den Verkauf demonstriert und vor drohendem Stellenabbau und Ausgliederungen gewarnt. „Es gibt noch keine Verhandlungen“, will der Betriebsratsvorsitzende Helmut Böckeler die Belegschaftsversammlung abwarten.

Sana hatte 2015 die 99-Prozent-Mehrheit an dem Krankenhaus erreicht und 17 Millionen Euro für die Stadt-Anteile gezahlt. Der Kaufvertrag legte fest, dass in dem Klinikum weiter der Tarifvertrag der Öffentlichen Hand gilt. Zugleich hat sich Sana verpflichtet, bis 2021 über 100 Millionen Euro in die Klinik zu investieren. Für die Umorganisation der patientenfernen Dienstleistungen muss Sana einen Mitarbeiterfonds von fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen. Klinik-Chef Puke bezeichnet die Umorganisation als „unumgänglich“, um sich auf Medizin und Pflege zu konzentrieren.