Duisburger Rat beschließt Zukunftskonzept "Duisburg 2027"

Neubaugebiete wie am Angerbogen sind den Stadtplanern willkommen.
Neubaugebiete wie am Angerbogen sind den Stadtplanern willkommen.
Foto: www.blossey.eu
Breite Mehrheit für die Grundlage eines künftigen Flächennutzungsplans. Anregungen der Bezirksvertretungen wurden teilweise aufgenommen.

Duisburg.. Der Stadtrat hat am Montag mit breiter Mehrheit die Planungen für Duisburg 2027 abgesegnet. Die „Teilräumlichen Strategiekonzepte“ sind gedacht als Grundlage für einen neuen Flächennutzungsplan, die Grundlage der Stadtentwicklung der nächsten Jahre.

Berücksichtigt im Beschluss des Stadtrates wurden einige der Anregungen, die die sieben Bezirksvertretungen erarbeitet hatten. So werden gegenüber der ursprünglichen Vorstellungen der städtischen Planer statt 330 Hektar neuer Wohnbauflächen nur 280 sein, wodurch sich die Zahl der in den nächsten Jahren neu zu errichtenden Wohneinheiten um 310 auf 8690 verringern würde.

Ein ausgewogener Kompromiss

Bei den Flächen für die Duisburger Unternehmen hatten die Planer bis 2027 einen Bedarf von 100 bis 350 Hektar ermittelt und 240 Hektar eingeplant. Bei dieser Größenordnung wird es nach dem gestrigen Ratsbeschluss auch bleiben.

„Es ist ein sehr ausgewogener Kompromiss“, lobte SPD-Fraktionsvorsitzender Herbert Mettler die Arbeit der Stadtplaner. Das CDU-Ziel, steuerkräftige Bürger zu binden oder gar zu gewinnen, sei mit diesen Planungsgrundlagen möglich, erklärte Rainer Enzweiler, Chef der Unionsfraktion, ebenso die Ansiedlung neuer Unternehmen.

Grundsätzliche Kritik an der vorgelegten Grundlagenplanung übten die Grünen. Nach ihrer Einschätzung wird nicht sparsam genug mit Freiflächen umgegangen. Auch gefährdeten die Entwicklungskonzepte Waldflächen im Umfeld der Universität mit teilweise über 200 Jahre alten Bäumen. Grünen-Sprecherin Claudia Leiße: „Das ist keine nachhaltige Stadtentwicklung.“

Die Neuplanung

Planungsdezernent Carsten Tum verwies hingegen auf den hohen Anteil von Flächenrecycling bei den Neuplanungen und auf die enge Einbindung auch der Umweltverbände in den gesamten Planungsprozess für „Duisburg 2027“.

Im Jahr 2007 hatte der Stadtrat das Startsignal für die Zukunftsplanung gegeben, die auf 15 bis 20 Jahre angelegt sein sollte. In den Folgejahren hatte es nach einer Großveranstaltung zum Auftakt in der damals noch nutzbaren Mercatorhalle einen Veranstaltungsreigen auf verschiedenen Ebenen gegeben. Gutachter wurden beauftragt, Bürgerforen organisiert, Interessenvertreter gehört. Die breite Form der Beteiligung bei einer Planung hatte über Duisburg hinaus Aufsehen erregt.

Viele Änderungswünsche

Zuletzt hatten sich die sieben Bezirksvertretungen noch intensiv mit den schon recht konkreten Vorstellungen der städtischen Planer befasst. Dabei hatte es noch einmal eine Reihe von Änderungswünschen gegeben, die in der letztlich gestern beschlossenen Fassung zumindest teilweise berücksichtigt wurden.

Hochwertige Wohnlagen am Wasser zu schaffen, ist eine Zielsetzung von „Duisburg 2027“. dabei geht es um Flächen am Rhein wie auch an den zahlreichen Seen im Stadtgebiet. Im Stadtsüden soll mit Baugebieten auch um Düsseldorfer geworben werden.

Was die Stadtentwickler mit dem Konzept "Duisburg 2027" konkret planen:

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