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Blitzmarathon

Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf

22.10.2012 | 18:46 Uhr
Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf
Dem dritten Blitz-Marathon in diesem Jahr ist anders als bei der Aktion im Juli kein Aufruf an die Bürger vorausgegangen, sogenannte „Wutpunkte“ zu benennen. Dennoch werden auch einige Punkte diesmal wieder berücksichtigt. Polizeioberkommissar Andreas Danel (r) und sein Kollege Polizeihauptkommissar Andreas Diersch (l).Foto: Lars Fröhlich

Duisburg. Der Blitz-Marathon geht in die dritte Runde: Ab dem morgigen Mittwoch, ab 6 Uhr in der Früh, wird die Polizei über 24 Stunden an insgesamt 82 Kontrollstellen im Stadtgebiet den Temposündern auflauern.

Dass die Behörden die Standorte mit den Laser- und Radargeräten im Vorfeld wieder veröffentlichen, gehört zur Taktik: Nicht mehr Sanktionen, sondern weniger Opfer im Straßenverkehr sind das erklärte Ziel. So sei laut Polizei belegbar, dass alleine die Vorankündigung dazu führt, dass Autofahrer langsamer unterwegs sind. Wann genau die Radarfallen an den einzelnen Standorten aufgestellt werden, behält die Polizei aber für sich.

Bußgeldkatalog
Bußgeld, Punkte, Fahrverbot - das sind die Strafen für Raser

Bußgeld, Punkte, Fahrverbot: Egal ob Blitzmarathon oder normale Geschwindigkeitskontrolle, wer motorisiert zu schnell erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Das kann bis zu 680 Euro kosten. Schon ein Stundenkilometer zu viel kann - je nach Tempo - die Strafe um 200 Euro erhöhen.

Dem dritten Blitz-Marathon in diesem Jahr ist anders als bei der Aktion im Juli kein Aufruf an die Bürger vorausgegangen, sogenannte „Wutpunkte“ zu benennen. Dennoch werden auch einige Punkte diesmal wieder berücksichtigt. „Es gibt zahlreiche Stellen, bei der wir ebenso wie die Bürger der Meinung sind, das dort häufig zu schnell gefahren wird und dort bisher nur selten kontrolliert wurde“, sagt Polizeisprecher Ramon van der Maat.

Die Behörden sind vom Erfolg überzeugt, den Zahlen zufolge zeigen die Aktionen Wirkung: An einer üblichen Kontrollstelle außerhalb Schwerpunkt-Aktionen seien rund acht Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs, beim ersten Blitz-Marathon im Februar seien vier Prozent, beim zweiten im Juli nur noch drei Prozent gewesen. In Duisburg blitzte die Polizei bei der Aktion im Februar 286 Raser, im Juli waren es 212.

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Kommentare
24.10.2012
10:54
Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf
von NorbertOertgen | #7

@#6: Ganz genau, man bekommt hier in Duisburg den Eindruck, dass einige Tempobeschränkungen speziell zum Blitzen und Abkassieren eingerichtet wurden, zB. Rheinhauser Str in Hochfeld: übersichtliche 4-spurige Hauptstrasse - Tempo 30. Margarethenstr. in Rheinhausen sicherlich 10m breit, ebenfalls sehr übersichtlich - Tempo 30 usw.

23.10.2012
18:09
Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf
von zerobrain | #6

Ach ja, wenn die die Dinger wirklich mal an neuralgischen Punkten und zu Zeiten aufstellen würden, wo es wirklich zu Sicherheit beitragen würde, dann wäre es eine wirklich feine Sache. Ob das auf diese sogenannten "Wutpunkte" zutrifft sei mal dahingestellt.
Klar, lezten Endes ist es egal, wo und wann man zu schnell fährt, aber es wirkt schon ein wenig scheinheilig, wenn dann doch nur an Stellen kontrolliert wird, die von vielen Fahrern augenscheinlich als relativ unkritisch für erhöte Geschwindigkeit wahrgenommen werden.

23.10.2012
14:56
Polemik des Redakteurs Ingo Blazejewski
von smallbrother | #5

Lieber Herr Blazejewski,
ich find Ihren Artikel - vor allem die ÜBERSCHRIFT - unglaublich.
Sie sprechen von RadarFALLEN.
Deinieren Sie einmal FALLEN.
Sind das die Standorte, die Sie in Ihrem Artikel jedem Bürger frei zugänglich übermitteln?

Ich nenne dies "Schützen eines jeden Bürgers vor Rasern!".

Vielleicht wäre eine Überschrift "Polizei schützt Bürger vor Rasern" sinnvoller.

Die Wutpunkte stammen von Bürgern, die POlizei kontrolliert für die Bürger.

So verkommt die WAZ in den BILD-Stil.

Schade...oder bekommen Sie demnächst einen Vertrag bei der Bild-Zeitung!?

23.10.2012
11:48
Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf
von Hardstyler1984 | #4

Gestern Abend standen die auf der Bergheimer Strasse um 20 Uhr an der Grundschule (Zone 30). Die stehen da gerne abends...lohnt sich mehr. Die sollten sich liber zwischen 6 Uhr und 14 Uhr dort hinstellen.

23.10.2012
08:24
Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf
von kikimurks | #3

Die Spezialisten stehen wieder im Kreuz Duisburg Süd. Toll! Das letzte mal, dass sie dort gestanden haben, haben Sie für einen veritablen Stau gesorgt.

Abzocke? Sicherlich nicht! Wer zu schnell fährt, fährt zu schnell. Was es aber ist, es ist eine Verschwendung von Steuergeldern zu Gunsten einer PR Kampanie eines mediengeilen Innenministers. Ich wünschte mir, dass er und mit ihm die Polizei gegen Vorgänge genau so energisch vorgingen, die die Bürger mehr belasten. Die Einbruchszahlen steigen ständig! Nichts ist von der Polizei zu sehen! Raubüberfälle steigen! Nichts ist von der Polizei zu sehen! Aber da kann man dann ja auch nicht medienwirksam für Fotos posen!

22.10.2012
23:21
Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf - und in Ruhrort darf gerast werden?
von joestar | #2

Keine Messung in Ruhrort? Also Pedal to the Metall in der Baustelle Hafenstraße bei Nacht?

22.10.2012
22:30
Duisburger Polizei baut 82 Radarfallen auf
von RiN77 | #1

Auch wenn hier im Kommentarbereich bald wieder über "Abzocke" geschimpft und der Polizei nachgesagt wird, dass diese sich " besser um die Verfolgung von Verbrechern kümmern sollte", muß ich doch kurz eine Lanze für die Polizei brechen:

Niemand von uns wird gezwungen, schneller als erlaubt zu fahren!
Dieses ist in der Regel unser eigener Fehler, wodurch auch immer geschuldet!

Und bei Verkehrsunfällen durch zu hohe Geschwindigkeit kommen jedes Jahr mehr Menschen ums Leben, als durch Rocker, Straßengangs, Familienfehden und Hooliganauseinandersetzungen bei Fußballspielen zusammen.

Also ist es nur Legitim, dass die Polizei hier auch tätig wird!

Ich weiß, das klingt furchtbar Oberlehrerhaft, wollte ich aber mal gesagt haben!
Grüße aus Moers

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