Duisburger Politiker suchen Sauerland-Nachfolger unter Zeitdruck
21.02.2012 | 18:40 Uhr 2012-02-21T18:40:00+0100
Duisburg. Nach der Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland steht die Politik in Duisburg bei ihrer Suche nach einem Nachfolger nun mächtig unter Zeitdruck. Bevor über mögliche Kandidaten-Namen geredet wird, soll zunächst ein Kriterienkatalog erarbeitet werden, den ein Gemeinschafts-Kandidat erfüllen müsste.
Die Politik steht mächtig unter Zeitdruck bei der Suche nach einem möglichst vielseitig unterstützten Oberbürgermeister-Kandidaten. Spätestens Ende März müsse man einen Namen präsentieren können, erklärte SPD-Geschäftsführer Jörg Lorenz am Dienstag.
Die Sozialdemokraten hatten in den vergangenen Tagen bereits Gespräche geführt mit den anderen Kräften im Sauerland-Abwahlbündnis. Alle Beteiligten seien bisher bereit, einen gemeinsamen Kandidaten zu tragen . In der nächsten Woche werden die Gespräche mit Grünen, Linken, FDP, Abwahlinitiative , DGB und Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in größerer Runde fortgesetzt.
Parallelen zum Rücktritt des Bundespräsidenten
Es gebe bisher „eine Menge Parallelen zu dem, was in Berlin ablief“, berichtet Lorenz mit Bezug auf die parteiübergreifende Gauck-Nominierung . Es gehe allen darum, was der Stadt nutze und nicht nur der eigenen Partei.
Der 17. Juni wäre aus Duisburger Sicht der beste Wahltermin, weil dann noch vor den Sommerferien Zeit wäre für eine eventuell notwendige Stichwahl. Das letzte Wort in Sachen Terminierung hat die Bezirksregierung in Düsseldorf. Dort werde man sich aber an den Duisburger Wünschen orientieren, hieß es bereits. Eine Empfehlung könnte der Ältestenrat abgeben, in dem Vertreter aller Ratsfraktionen zusammenkommen.
Auch die CDU hat nach WAZ-Informationen bereits bei der SPD angeklopft und um einen Gesprächstermin zum Thema OB-Neuwahl gebeten.
Nächste Woche geht es um einen Kriterienkatalog, noch nicht um Namen. Danach wäre es an den Verhandlungsparteien, entweder einzeln oder zusammen über passende Kandidaten zu forschen.
„Der Zeitplan ist ein bisschen eng“, weiß der wahlkampf-erfahrene Lorenz. Sollte es beim Wunsch-Wahltermin 17. Juni bleiben, wären vorher Kandidaten-Fotos zu machen, Plakate zu drucken, ein Wahlprogramm zu formulieren und auch noch einige gesetzliche Bestimmungen bei der Kandidaten-Kür zu berücksichtigen. Lorenz: „Ende März muss Klarheit herrschen.“
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Zumal die Parteien sich parallel auch auf ein Scheitern der Gespräche über einen gemeinsamen Kandidaten vorbereiten müssen. Das hieße dann Findung und Kür in den eigenen Reihen und Vorbereitung eines Wahlkampfes gegen ernstzunehmende Konkurrenz. Spätestens Mitte März, so Lorenz, müsse sich abzeichnen, ob’s klappt mit dem Gemeinschafts-OB. „Sonst kriegen wir die notwendigen demokratischen Prozesse nicht mehr hin.“
Die bisher offenbar atmosphärisch eher entspannt verlaufenen Mehrparteiengespräche könnte eine Pressemitteilung der Linken-Vorsitzenden Edith Fröse etwas mehr Schärfe verleihen: „Mit der Aufstellung von Herrn Gauck als Bundespräsident-Kandidat bekennen sich die Blockparteien CDU/SPD/GRÜNE und FDP zu ihrer reaktionären Weltsicht.“ Lorenz blieb gestern noch locker: „Das ist deren Auffassung, wir teilen sie nicht.“
Nachfolger muss große Verwaltung führen können
Für Grünen-Sprecher Matthias Schneider stehen inhaltliche Themen zunächst einmal im Vordergrund der Gespräche, die auch mit der Bürgerinitiative geführt werden: „Wir wollen jemanden, der künftig die von Rot-Rot-Grün gelegte Basis unterstützt.“ Auch die Frage, wie man mehr Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene verwirklichen und verstetigen kann, spiele ein Rolle für die Grünen. Ein OB-Kandidat sollte sich dazu bekennen. Und: Es reiche nicht, die Arbeitsweise des ehemaligen OB Sauerland zu kritisieren, man müsse es auch besser machen. Auf jeden Fall müsse die Person, die es machen soll, das Potenzial haben, eine große Verwaltung zu führen.
„Ich finde, ein gemeinsamer Kandidat wäre eine gute Idee“, sagte Wilhelm Bies (FDP). Er sei guter Dinge, dass die Gespräche, die Anfang März fortgesetzt werden, positiv verlaufen werden. Dann werde auch die Bürgerinitiative mit am Tisch sitzen. Gemeinsam wolle man ein Profil für einen OB-Kandidaten aufstellen.

13:20
meine kandidatur ist öffentlich
seit dem 22.juni 2011
oberbuergermeisterduisburg.wordpress.com
12:42
... der Kack geht in Duisburg also weiter
- Pöstchenschieberei
- wer hat welches Parteibüchlein
- den Bürger braucht man nur für die Wahl, ansonsten ist er egal
...blablabla
Liebe Ratsmitglieder,
wer von Euch hat denn mal den Allerwertesten in der Hose und lässt nicht zu, dass er auf Grund der Farbe seines Parteibuches seine Stimme gibt.
Ich habe nicht vergessen, dass wir Bürger zur Abwahl gehen mussten, weil der Rat der Stadt versagt hat. Warum wohl? Falsches Parteibuch? Machterhalt?
Solange es so weiter geht wird keiner Eurer aufgestellten Kandidaten von mir eine Stimme erhalten.
08:35
Die ganze öffentliche Show ist doch Bürgerverarsche. Die SPD wird wieder wie in den letzten 57 Jahren vor Sauerland den Chefsessel im Rathaus kapern. Die Verwandschaft der SPD-Funktionäre will doch schließlich wieder mit Posten versorgt werden.
18:52
Ich wähle mich!
Weil ich meinem Kriterienkatalog total entspreche.
OB ich will oder nich!
18:08
Ich wähle Axel Krause, OB der will oder nicht!
16:00
Ich erinnere noch einmal daran, dass die Bürgerinitiative Duisburg 21 -Suchet der Stadt Bestes- schon Ende 2011 vorgeschlagen hat eine Kandidatenkür in Vorwahlen (angelehnt ans amerikanische Vorbild) durchzuführen.
Das heißt konkret: Bürgerkandidatenund Parteienkandidaten stellen sich der Bevölkerung in vier (?) stadtteilbezogenen Konferenzen vor. Hier werden sie befragt und von den Anwesenden bewertet. Dabei können zum Beispiel mehrere Kandidaten einer Partei auftreten (sie werden dann nicht in Hinterzimmern gewählt). Für die Bevölkerung ist somit die größtmögliche Beteiligung gegeben und für die Kandidaten ist das auch die Möglichkeit ihre Chancen einzuschätzen.
Dieses Vorgehen ist allemal besser als eine Einheitssoße auf kleinstem Nenner.
15:16
Falsche Überschrift:
Wir suchen KEINEN SAUERLAND-NACHFOLGER,
was wir suchen ist ein Oberbürgermeister für die Stadt Duisburg!
Ich finde es wichtig, das zu betonen, auch wenn es an Haarspalterei grenzt. Man möge es mir an der Stelle verzeihen.
10:15
Ich fass es nicht. Die "erarbeiten" doch tatsächlich erstmal nen "Kriterienkatalog"! sosososo, muss ja gleich ein Katalog sein. Täte es da auch nich n Blatt, oder besser noch, n Bierdeckel? Ohh mann! Die Leben echt in einer total eigenen Welt! Dabei ist es doch so einfach: Jeder der das kann hätte Ahnung von dem, auf das er sich mit Duisburg einläßt und wird deswegen den Teufel tun, hier den OB zu machen.
Nur zur Erinnerung: Wir sind in der BRD die am höchsten Verschuldete Stadt, mit Migrationsproblem, hoher Arbeitslosigkeit, mit zig Katastrophen Baustellen, abgesprungegenen Investoren, Bauruininen, ner beleidigten CDU und wir sind die Stadt, in der die LP zum letzten mal statt fand, mit ner pleiten Gebag und dem teuersten Stahlkubus auffe Welt und ihr setzt euch allen ernstes erstmal hin, lamentiert über den Gauck und wollt nen Kreterienkatalog erarbeiten und nebenbei fällt euch ein das die Zeit eng wird! Jau!
Der neue OB darf nicht die geringste Ahnung haben, worauf er sich einläßt
10:00
Erst kündigt Jäger an, der neue OB wird keine "Lichtgestalt" sein ...
Dann kündigt nun Lorenz an, die Zeit drängt ...
Die Grünen betonen bereits, der neue OB müsse jemand sein, "der künftig die von Rot-Rot-Grün gelegte Basis unterstützt.“
In der Euphorie der erfolgreichen Abwahl Sauerlands wurde scheinbar etwas zu vorschnell die Hoffnung verbreitet, nun könne alles ganz anders und viel besser werden. Der Eindruck entstand, die Parteien würden sich nun einmal zurücknehmen und ein unabhängiger Kandidat könne eine wirkliche Chance haben.
So, wie nun aber im Eiltempo zurück gerudert wird, muss davon ausgegangen werden, dass die Fragatte der Kandidatensuche am Ende wieder in der heimischen SPD-Basis anlanden wird.
08:11
Duisburger Politiker suchen Sauerland-Nachfolger unter Zeitdruck...
Einfach herrlich, diese Schlagzeile! Und wer ist daran Schuld? Natürlich Sauerland! Upps, plötzlich und vollkommen unerwartet isser wech...
Und: Man achtet mal auf die Prioritäten:
"Sollte es beim Wunsch-Wahltermin 17. Juni bleiben, wären vorher Kandidaten-Fotos zu machen, Plakate zu drucken, ein Wahlprogramm zu formulieren und auch noch einige gesetzliche Bestimmungen bei der Kandidaten-Kür zu berücksichtigen."
Ach ja, ganz am Ende sind noch "einige gesetzliche Bestimmungen" zu beachten, aber das kriegt Genosse Innenminister ja bestimmt auch noch hin, Hauptsache, die Frisur auf dem Wahlplakat sitzt!