Duisburger pflanzen Spendenbäume ein

Am Samstag pflanzten die Gewinnner der WAZ-Leseraktion 500 Eichen und Buchen in den vom Sturm Ela geschädigten Waldflächen an der Sechs-See-Platte in Duisburg-Wedau.
Am Samstag pflanzten die Gewinnner der WAZ-Leseraktion 500 Eichen und Buchen in den vom Sturm Ela geschädigten Waldflächen an der Sechs-See-Platte in Duisburg-Wedau.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
12.000 Baum-Setzlinge aus der WAZ-Spendenaktion nach dem Sturm Ela sollen in Duisburgs Wäldern wachsen. Freiwillige halfen beim Einpflanzen mit.

Duisburg.. „Für das Wetter sind bei uns immer die Gäste verantwortlich und ich muss sagen, das haben Sie richtig gut hingekriegt“, sagt der Förster vom Wambachsee. Er heißt Axel Freude und strahlt mit dem blauen Himmel um die Wette, als er die zehn Gewinner und Helfer der WAZ-Baumpflanzaktion und ihre Begleitpersonen am frühen Samstagmorgen am Forsthaus empfängt.

15.000 Euro aus dem großen Spendenaufkommen der WAZ-Leser im Revier nach dem Pfingstturm Ela vom vergangenen Jahr sind für Duisburg bestimmt. 12.000 Setzlinge sollen dafür wie berichtet zu kräftigen Bäumen werden und die Schäden beheben helfen. An vielen Stellen in Duisburg sollen sie gesetzt werden, meist jeweils rund 100, an besonders schlimm betroffenen Stellen wie an der Regattabahn oder der Sechs-Seen-Platte auch mehr.

500 Setzlinge sollen gepflanzt werden

Mit der Hilfe von 20 Duisburger WAZ-Lesern sollten am Samstag nun 500 Setzlinge eingepflanzt werden, was Förster Freude zu einem unterhaltsamen und informativen Tag im Wald machte. Die Wartezeit auf die versprochenen Kutschpferde nutzt er zu einer kleinen Wald- und Baumkunde. So erfahren die freiwilligen Waldarbeiter, dass der Wald in Duisburg den Steuerzahler im Jahr etwa eine Million Euro kostet, genauso viel wie die Unterhaltung des Landschaftsparks. Inzwischen sind die zwei rheinisch-deutschen Kaltblüter Nixe und Sally vor den langen Planwagen gespannt. Förster Freude hebt Rufus, seinen Deutsch-Langhaar-Rüden als ersten hinein. Dann geht es im gemächlichen Tempo am Böllert-See vorbei. Rings herum wird eifrig gewalkt, geradelt, geangelt und geritten. „Achtung“, ruft der Kutscher, wenn ein Ast voller Blattknospen am Wagen vorbeistreift und die biegsamen Triebe den Fahrgästen einen Frühlingsgruß an die Wange fegen.

Gäste dürfen an den Bohrer

Am Zielort südöstlich des Haubachsees riecht es nach frischem Waldboden. Forstwirtin Nadine Gottschalk und ihre Kollegen haben mit dem motorisierten Erdbohrer schon vorgearbeitet. Knapp 500 dreijährige Stieleichen und Hainbuchen aus einer Baumschule im Münsterland müssen in die Pflanzlöcher. Die Gewinner der WAZ-Aktion gehen mit Feuereifer zur Sache. Vorsichtig einsetzen, nicht die empfindlichen Wurzeln drücken, Erde ins Loch und mit Gefühl festtreten. Die Gäste dürfen auch an den Bohrer. Anstrengend, aber alle möchten so viel am „Wald von morgen“ mitarbeiten wie möglich. Rufus beobachtet die Aktion mit Kennermine und wässert hier und da gezielt nach. „Macht es gut und wachst schön“, sagen die Gewinner zum Abschied „ihren“ Bäumchen, bevor sie sich einen Kaffee gönnen.

Es beginnt zu regnen. „Das hätte gar nicht besser kommen können, Sonne für unsere Kutschfahrt und dann Regen für die Bäume“, finden alle. Und machen sich vollgestopft mit Waldgeschichten, erdverkrustet, müde und glücklich auf zur Heimfahrt.