Duisburger Pegida-Demo sorgt wieder für Verkehrschaos

Rund 100 Demonstranten nahmen an der letzten Pegida-Demos in Duisburg teil.
Rund 100 Demonstranten nahmen an der letzten Pegida-Demos in Duisburg teil.
Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach der Pause am Rosenmontag ist Pegida Montag wieder in Duisburg unterwegs. Danach gibt es erneut eine Auszeit und eventuell eine Verlagerung der Demo.

Duisburg.. Eigentlich wollte Pegida bis in den Sommer hinein jeden Montag in Duisburg demonstrieren - sogar an hohen Feiertagen. Daraus wird nichts. Nachdem die Islamkritiker schon Rosenmontag ihre Kundgebung am Bahnhof abgesagt hatten, flatterte der Polizei nun die zweite Absage ins Haus. Für den 2. März ist keine Demonstration mehr angemeldet - vermutlich wird es dann auch keine Gegenproteste geben, das Verkehrschaos rund um die Innenstadt bleibt den Anwohnern also zumindest dann erspart.

Eine Woche davor, also am Montag, 23. Februar, wollen die Pegida-Anhänger aber auf die Straße gehen. Und selbstverständlich auch deren Gegner. Die Polizei ist mit mehreren Hundertschaften im Einsatz, damit sich die Demonstranten nicht in die Quere kommen.

Die einzelnen Demonstrationen in der Duisburger Innenstadt

Das "Duisburger Netzwerk gegen Rechts" und das Bündnis "Duisburg stellt sich quer" planen ab 17.30 Uhr Kundgebungen auf dem Portsmouthplatz vor dem Hauptbahnhof. Hier erwarten die Organisatoren etwa 700 Teilnehmer, zuletzt waren es 300 Gegendemonstranten.

Pegida Die Pegida-Demo beginnt um 19 Uhr mit der Versammlung am Fernbusbahnhof. Wie die Male zuvor zieht Pegida dann über die Mercator-, Wittekind-, Fürsten-, Günther-, Hohe Straße, Friedrich-Wilhelm-Straße wieder zurück auf den Platz am Fernbusbahnhof.

Der Veranstalter rechnet mit 300 Teilnehmern. Bei der letzten Demonstration waren es gerade noch einmal 100 Pegida-Anhänger - kurz zuvor hatte sich Pegida-Chef Marco Carta-Probach von den Dortmunder Rechten distanziert und sie aufgefordert, aus Duisburg fern zu bleiben.

Pegida stimmt Verlegung der Demonstrationen möglicherweise zu

Möglicherweise ist dieses dann auch die vorerst letzte Demonstration am Duisburger Hauptbahnhof - sehr zur Freude von Anwohnern und Geschäftsleuten. "Wir haben intensive Gespräche geführt und sehen gute Chancen, dass wir für März eine Verlagerung des Veranstaltungsortes erreichen", erklärt Polizei-Einsatzleiter Rüdiger Wollgramm.

Die Einschränkungen für Autofahrer und Nahverkehrsnutzer

Die DVG-Fahrgäste müssen auf einigen Linien mit Verspätungen und Umleitungen zwischen 17 und 21.30 Uhr rechnen. Eventuell werden Teile der Innenstadt im Bereich des Hauptbahnhofs gesperrt.

Die Demonstrationen beeinflussen den Verkehr am Hauptbahnhof/Portsmouthplatz, an der Mercatorstraße und der Friedrich-Wilhelm-Straße. Davon betroffen sein können die Buslinien 921, 923, 924, 926, 928, 929, 933, 939, 944, SB10, SB30, und SB42. Je nach Einsatzlage wird die Polizei zeitweise auch die Haltestelle "Tonhallenstraße" in beiden Richtungen sperren. Die Haltestelle "Lehmbruck Museum" wird verlegt.

Die Fernbusse hingegen werden am Hauptbahnhof planmäßig abfahren. Der Einstieg erfolgt jedoch auf der Mercatorstraße (Nähe Gallenkampstraße). Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) richtet Umleitungen ein.

Ab 16 Uhr an vielen Stellen rund um den Hauptbahnhof Halteverbote

Ab 16 Uhr mit Verkehrsbehinderungen und Halteverboten gerechnet werden. Die Polizei will die Zufahrten von der Saarstraße, Mercatorstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße/Düsseldorfer Straße der Lage entsprechend sperren. Zudem richtet die Stadt entlang der Pegida-Strecke Halteverbote ein, die bis zum Einsatzende bestehen bleiben. Fahrzeuge, die nach 16 Uhr dort parken, werden abgeschleppt.

Bürger, die Fragen zu den Demonstrationen haben, können sich an das Servicetelefon der Duisburger Polizei wenden, das am Montag zwischen 8 und 22 Uhr unter der Telefonnummer 0203/280-1065 erreichbar ist. (we)