Duisburger OB verspricht nach Loveparade beschuldigten Mitarbeitern Hilfe
29.07.2012 | 14:41 Uhr 2012-07-29T14:41:26+0200
Duisburg. Duisburgs neuer Oberbürgermeister hat den Stadtmitarbeitern, die im Zusammenhang mit der Loveparade beschuldigt werden, Hilfe versprochen. Er stehe zu der Fürsorgepflicht der Stadt für ihre Mitarbeiter, sagte Sören Link in einem Interview. Für ihn gelte die Unschuldsvermutung.
Der neue Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) will den wegen der Loveparade-Katastrophe beschuldigten Mitarbeitern der Stadt zur Seite stehen. "Ich werde die Beschuldigten mit den juristischen Beratungen, mit den Hilfs- und Betreuungsmöglichkeiten, die die Stadt Duisburg für sie bereithält, begleiten und unterstützen", sagte er der "Welt am Sonntag". Die Stadt Duisburg habe gegenüber ihren Mitarbeitern eine Fürsorgepflicht. "Zu der stehe ich. Für mich gilt zunächst die Unschuldsvermutung."
21 Menschen waren bei der Massenpanik am 24. Juli 2010 ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden zum Teil schwer verletzt. Tausende Menschen hatten am Dienstag, dem zweiten Jahrestag des Unglücks, in Duisburg der Opfer gedacht.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 17 Personen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Darunter sind elf Bedienstete der Stadt, fünf Mitarbeiter des Veranstalters und der verantwortliche Polizeiführer. (dapd)
18:40
Ich hab da noch einen :
Helge Schneider sagt da uch noch wat zu :
http://www.youtube.com/watch?v=M7Ac00joH44
YOH !
11:59
zu #21
Da tippe ich doch mehr auf Dreistigkeit !
Das kommt dabei heraus, wenn man auf Personen nach dem Motto :
Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal
zugreift.
der ist jetzt mit der Schule fertig und meint jetzt den " dummen " Bürgern unseren Rechtsstaat erklären zu müssen.
Und die Sensationslust bedient er ja auch bestens und anrührend. Da sind an dem Abend, so wie ich das in den Blogs lesen konnte, sogar " harte Jungs " umgefallen.
10:15
Es gehört schon eine gehörige Portion Naivität (freundlich ausgedrückt) oder eine noch größere Portion Dreistigkeit dazu, dieses Wort zu gebrauchen. Der größte Nutznießer der Katastrophe ignoriert peinlicherweise, wie im Übrigen sehr viele moralischen Linienrichter der Medien und den von ihnen emotionalisierten Massen völlig, genau diese Unschuldsvermutung, die für jeden gilt, außer wohl für OB Sauerland. Der selbstgerechte Moralismus der Meute ersetzt zunehmend den Verstand durch Humanitätsduselei und Emotionen. Es ist außerordentlich bedauerlich, dass die tragischen Opfer der Lopa für die Selbstdarstellung von Medien, Politik und Einzeldarstellern der Massen mißbraucht werden und wieder zu Opfer werden, wie die von Schaulustigen und Gaffern bei Autobahnunfällen.
16:42
zu#18 " Dass Herr Link als Dienstvorgesetzter seinen Mitarbeitern Rückhalt gibt, ist sehr zu begrüßen, aber auch seine Pflicht."
So ist es. Also, warum betont er das dann nochmal extra ?!
Kursklärung !
Ähnlich wie im MoMa - Interview, in dem er äußerte, er sei ein großer Fan des Rechtsstaates ". Das sagt ein Staatsdiener. Hallo ?
Hier wird wieder nur über die Beschuldigten geredet, und so langsam bestätigt sich mein Verdacht bezüglich seiner Aussage, es habe 2 Katastrophen in Duisburg gegeben.Der meint die Behandlung derer, die das genehmigt und durchgezogen haben.
Ja ja.
Aber irgendwie haben wir Duisburger das auch nicht anders verdient.
Wir hätten die Möglichkeit auf einen Wittsiepe gehabt. Vertan, vertan.
10:49
Wäre schön, wenn der Link dafür sorgen könnte, das sowas nicht nochmal passiert und städtische Mitarbeiter nicht mehr zu unterschriften gezwungen werden können.
Was da gemacht wurde war ziemlich pervers. Und eigentlich sollten auch die leute vor Gericht, die diesen Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt haben.
09:19
Einige Kommentare lassen vermuten, dass Herrn Link die Möglichkeit einer Allmacht zugesprochen wird. Ein OB kann gar nicht einen Beigeordneten seines Amtes entheben. Deshalb ist der OB die falsche Adresse für diese Forderung. Dies kann nur der Rat der Stadt.
Warum wird das - zugegebenermaßen überteurerte - Jaspers-Gutachten immer als Schlechtgutachten dargestellt? Nur weil es zu einem anderen Ergebnis kommt, als die bisher bekanntenen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft? Mir wäre neu, dass die Staatsanwaltschaften in diesem Land immer recht haben und immer recht bekommen. Zum Glück haben wir noch eine Gerichtsbarkeit, die darüber entscheidet. IN der Juristerei gibt es immer mindestens zwei Meinungen und welche richtig ist, entscheidet nicht der einzelne Bürger.
Dass Herr Link als Dienstvorgesetzter seinen Mitarbeitern Rückhalt gibt, ist sehr zu begrüßen, aber auch seine Pflicht.
Beim sogenannten Schlechtachten geht es nicht um die Meinung der Bürger, sondern darum, dass in jenem Gutachten Fakten, die die Stadt belasten, schlichtweg nicht berücksichtigt wurden. Wenn es Sie interessiert, können Sie sich das Gutachten im Netz herunterladen. Das Ergebnis des Jasper-Gutachtens ist nicht deshalb schlecht, weil es anders ist, als das der von der Staatsanwaltschaft hinzugezogenen international renommierten Experten, sondern deshalb, weil es ein Freundschaftsgutachten mit einer vorher festgelegten Aussage ist. Sachlich fundierte Informationen finden sich auch im beck-blog bei Prof. Müller
23:35
Dieser Typ sollte sich mal lieber um die Opfer und deren Angehörigen kümmern, nicht um irgendwelche Jammerlappen bei der Stadtverwaltung.
Ich selber komme nicht aus Duisburg, zum Glück. Diese Stadt steht für eine grosse Katastrophe und die peinlichsten Politiker die man sich vorstellen kann. Dieses unfähige Volk sollte man aus dem Rathaus jagen.
Ich muss kotzen wenn ich so etwas lese! Ein grinsender dummer Schwachkopf dieser Typ.
Ich bin kein Link-Fan, aber an dieser Stelle muss ich ihm zustimmen. Er stellt sich vor Leute, die im Auftrag der Stadt im Rahmen ihrer Tätigkeit in eine Situation geraten sind, die strafrechtlich relevant sein könnte. Von einem guten Arbeitgeber kann und muss man erwarten können, dass er dann seinen Leuten Unterstützung zu kommen lässt. Es handelt sich hier nicht um ein paar "Jammerlappen", wie Sie diese Menschen so dümmlich bezeichnet haben. Es handelt sich um Menschen, die glaubten Ihre Arbeit zu machen und dabei versagt haben. Ich hoffe, dass Sie niemals in eine solche Situation kommen werden!
23:23
... und von den Opfern wird erst mal nicht gesprochen - für die hatte man ja erst kürzlich die Gedenkveranstaltung zum 2. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe. Die Stadt Duisburg dürfte auch ein hohes Interesse daran haben, dass die Mitarbeiter nicht allzu schlecht bei dem - hoffentlich bald - anstehenden Strafverfahren abschneiden. Brächte das nämlich weitere Zusammenhänge und die Schuld der Verantwortlichen und ihrer Hintermänner - auch aus der Politik - heraus, dann könnte das im zivilrechtlichen Schadenersatzprozessen für die Stadt Duisburg extrem teuer werden.
23:09
Natürlich sind Beschuldigte erst mal nur Beschuldigte. Und die Unschuldsvermutung, von mir aus. ABER wie bringt er das alles mit der mittlerweile bestätigten NICHTGENEHMIGUNGSFÄHIGEN Veranstaltung zusammen? Link kann doch nicht allen Ernstes Leute "in Schutz" nehmen, die versagt haben und damit mit verantwortlich sind. Es hat hier in Duisburg 21 Tote gegeben!! Aber er scheint ja auch zu gerne mit dem greulichen Herrn unterwegs zu sein, wie man auf diversen Fotos sehen kann.
Wir brauchen keinen OB Lehrling.
Mir wird schon wieder schlecht.....
22:41
Die Entscheidung des neuen Oberbürgermeisters, den beschuldigten Mitarbeitern der Stadtverwaltung zur Seite zu stehen finde ich äußerst lobenswert und richtig!
Die Zukunft wird zeigen, ob seinen Worten auch Taten folgen werden. Den beschuldigten Verwaltungsmitarbeitern wünsche ich ein baldiges Ende des Alptraums...