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Duisburger Lehrer sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen

15.07.2013 | 17:58 Uhr
Duisburger Lehrer sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen
Im neuen Schuljahr sollen Lehrer an 19 Schulen für ihren Parkplatz auf dem Schulgelände zahlen.Foto: Eickershoff

Duisburg.   Keine Gratis-Parkplätze mehr für Lehrer. Mit Beginn des kommenden Schuljahres sollen Duisburger Lehrkräfte ihren Parkplatz bezahlen. Ein umstrittenes Thema. Die Stadt soll davon allerdings in Form von 150.000 Euro an Mehreinnahmen profitieren.

An 19 Duisburger Schulen sollen die Lehrer ab dem kommenden Schuljahr 30 Euro monatlich für einen Stellplatz auf dem Schulparkplatz bezahlen. Allerdings haben sie keinen Anspruch auf einen bestimmten Stellplatz. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) läuft weiter Sturm gegen diese „nackte Abzocke“, wie es der Vorsitzende des Stadtverbandes, Norbert Müller bezeichnete.

Am 5. Juli haben nach Angaben der GEW die Schulformsprecher eine Gesprächsrunde mit der Stadtverwaltung unter Protest verlassen. „Die Schulleiter stehen auf unserer Seite“, so Müller. Denn sie sollen das Inkasso übernehmen und die Parkplatzgebühren von den Lehrer kassieren.

 

"Der Misserfolg dieser ganzen Aktion ist vorprogrammiert"

Bei den betroffenen Schulen handelt es sich um sieben Grundschulen, vier Gesamtschulen, zwei Förderschulen, ein Berufskolleg, drei Gymnasien und zwei Realschulen. „Nur drei dieser Schulen liegen in der Innenstadt, wo ein großer Parkdruck herrscht“, so Müller weiter. Mit Ausnahme der Gesamtschule Ruhrort, wo ebenfalls Parkraumnot herrsche, befänden sich alle Schulen in Stadtbereichen, in denen die Lehrer wenig Probleme hätten, einen Parkplatz finden.

„Der Misserfolg dieser ganzen Aktion ist vorprogrammiert.“ Die 19 Schulen wurden ausgewählt, weil dort bereits Schranken oder andere Vorrichtungen installiert sind, die die unkontrollierte Zufahrt zu den insgesamt 430 Parkplätzen verhindern. Die Vermietung soll der Stadt Einnahmen von über 150.000 Euro im Jahr bescheren.

Alfons Winterseel



Kommentare
19.07.2013
20:00
Alle sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen
von Zentrum | #43

Wenn die Lehrkörper in Duisburg parkplatztechnisch zu einer Solidaritätsabgabe verdonnert werden, so würde ich mir wünschen, dass sich sämtliche Umsonst-Abstellplatz-Kostgänger der Stadt Duisburg solidarisch einklinken.

Das Rathaus, die Bezirksämter, die komplette Verwaltung sollten da eine Vorbildfunktion einnehmen.

Dann würde es den o. g. und sonstigen Freiparkern sicherlich leichter fallen, in die eigene Tasche zu greifen.

Glückauf

19.07.2013
09:55
Sehr geherte(r) ich weiß wie
von SMcCullen | #42

Ich schrieb Ihnen bereits, dass ich nicht betroffen bin. Warum werden Sie so agressiv? Warum bezeichnen Sie mich als kleinkariert? Sind nicht diejenigen kleinkariert, die die "Großzügigkeit des bislang freien Parkens" aus welchen Gründen auch immer als unverdientes Privileg ansehen und nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wie viel Geld Lehrer aller Schulformen den täglichen Schulbetrieb mit ihrem privaten Geld unterstützen. Von mir aus können Sie den Begriff Macht durch Möglichkeit ersetzen. Ihre Drohung, Lehrern könnten dienstrechliche Konsequenzen drohen, wenn sie Arbeitsmaterialien nicht selbst kaufen, ist mehr als lächerlich. Dazu gibt es mittlerweile mehrere Gerichtsurteile.
Ihre freundliche Anrede (blablabla) zeugt von Respektlosigkeit und Arroganz.
Auf den Punkt gebracht: wer sich hier wie Sie über Anstand, Respekt und gar gesetzliche Regelungen stellt, wer finanzielle Zuwendungen einer Berufgruppe vehement einfordert, der sollte in der Tat seine moralischen Standards überprüfen.

19.07.2013
09:16
Duisburger Lehrer sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen
von ichweisswie | #41

Blablablabla.
In Zukunft werden Sie zahlen und dann können Sie ja Ihre kleinkarierte Macht ausüben. Hoffentlich sind dann Eltern da die eine oder mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden verfassen!

18.07.2013
08:32
@ ichweisswie # 39 kennen Sie den Unterschied zwischen Objektivität und Intersubjektivität?
von SMcCullen | #40

Wahrscheinlich werden jetzt ganz viele militante Gerechtigkeitsfanatiker und Sozialneider ihre guten Ratschläge an mich beklatschen, und sie warten sehnsüchtig auf diesen fast schon gewissen Zuspruch zu ihren latenten persönlichen Beleidigungen. Vergessen Sie dabei aber folgenden Lehrspruch aus dem Grundkurs Psychologie nicht:
"Leute, fresst Sch...., tausend Fliegen können sich nicht irren."

Zur Sache: wenn nun die meisten Lehrer die Parkgebühren zahlen, an anderer Stelle aber dafür ihre Zuwendungen an den Schulbetrieb kürzen, welche rechtliche Handhabe hätten Schulbehörden und Kommunen, mehr -sagen wir - Enthusiasmus in Form pekuniärer Devotheit an den Tag zu legen?

1 Antwort
Satzteil fehlt
von SMcCullen | #40-1

"... hätten Schulbehörden und Kommunen, dass Lehrer mehr - ..."

18.07.2013
08:22
Duisburger Lehrer sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen
von ichweisswie | #39

@SMcCullen
"Fachleute" wären bei Ihnen angebracht. Sie brauchen Hilfe von einem Psychologen.

1 Antwort
Sie können mir sicherlich einen empfehlen,
von SMcCullen | #39-1

aus persönlicher Erfahrung?

18.07.2013
01:04
Und noch einmal: weder Arbeitsbedingungen noch die Höhe des Gehalts sind in irgendeiner Form relevant. Was zählt ist, dass nach althergebrachten Grundsätzen und Gewohnheitsrecht Lehrer zum Beispiel ständig den schulbetrieb und damit die Kommunen
von SMcCullen | #38

sponsern, und das trotz mittlerweile mehrfach ergangener Urteile, die aber mangels Praktikabilität keinen realen Wert haben.
Eine Kommune, die sich - vorsichtig geschätzt - von JEDEM Lehrer mit mndestens 150 € / Monat "beschenken" lässt (weil den allermeisten Lehrern ihr Unterrichtserfolg wichtiger ist als Geiz - schönen Gruß an Karlot!) und gleichzeitig das Gewohnheitsrecht, Lehrer umsonst auf dem Schulgelände parken zu lassen (was gar nicht überall geht) aufkündigt, handelt grob undankbar. Wenn dann auch noch Gerechtigkeitsfanatiker und Lehrerhasser klatschen, dann ist es legitim, wenn Lehrer ihren freiwilligen Solidaritätsbeitrag überprüfen. Wer jetzt empört aufschreit, sollte seine subjektiven moralischen Standards dringend überprüfen lassen. Dafür gibt es Fachleute. Ich bin übrigens nicht selbst betroffen, kriege aber regelmäßig einen dicken Hals beim Verfassen unserer Steuererklärung, weil meine Frau als Lehrerin in Gelsenkirchen allein 200€ / Jahr für Kopiergeld zahlt.

18.07.2013
00:11
Duisburger Lehrer sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen
von G.Mercator | #37

Wer hier so hemmungslos das Loblied der ach so harten "freien" Marktwirtschaft anstimmt, müsste folgerichtig in Kauf nehmen, dass die qualifiziertesten Lehrer (dann ja Angestellte) ganz einfach nicht mehr in die Pleitenstadt Duisburg mit seinen Problemschülern in sozialen Brennpunktschulen von Nord bis Süd kommt.

17.07.2013
22:51
Danke für Ihr Mitleid, womit habe ich das verdient?
von SMcCullen | #36

LOL

17.07.2013
22:36
Duisburger Lehrer sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen
von ausOB | #35

@SMcCullen
€ 2.500,-!!
Wenn ich Unrecht habe warum versuchen Sie sich zu rechtfertigen?!?!?
Aber egal. Ihre realitätsfremde Ansicht ist unabänderbar. Insofern ist dieser Schriftwechsel für mich beendet. Sie tun mir leid.

17.07.2013
22:29
Duisburger Lehrer sollen bald für ihren Parkplatz bezahlen
von Zecke | #34

Es ist grundsätzlich falsch, von Arbeitnehmern Parkplatzmieten zu verlangen.

Wer aus "Gerechtigkeitsgründen" Parkplatzgebühren befürwortet, egal von welchem Arbeitnehmer, müsste eigentlich zur ausgleichenden Gerechtigkeit auch fordern, dass Firmentickets nicht mehr von Arbeitgebern gesponsert werden und dass Außendienstler oder leitende Angestellte über ihre Dienstwagen nicht mehr privat verfügen dürfen.
Nach dem Motto: Soll doch jeder ordentlich dafür blechen, dass er zur Arbeit fahren darf ... und wenn er dort angekommen ist ebenfalls!

Übrigens müssen an zwei Dependancen tätige Lehrer oder Förderschullehrer an mehreren Inklusionsschulen ihre Dienstfahrten mit dem privaten PKW durchführen und bekommen dafür noch nicht mal eine Kaskoversicherung bezahlt. Müssen die dann an mehreren Schulen einen Parkplatz bezahlen?

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So haben unsere Leser abgestimmt

Die Sperrung kostet mich täglich bis zu 30 Minuten.
27%
Seit Anfang Mai brauche ich für die Strecke nun bis zu 60 Minuten oder sogar länger.
18%
Das ist das reinste Chaos, ich komm jetzt gar nicht mehr an mein Ziel.
14%
Bevor ich im Stau stehe, da fange ich einfach früher an zu arbeiten.
10%
Ich hab eine Prima-Ausweichstrecke gefunden - verrate die aber nicht.
17%
Ich bin umgestiegen auf's Rad und/oder Nahverkehr.
15%
1681 abgegebene Stimmen
 
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