Duisburger Künstler Horst Inderbieten ist gestorben

Horst Inderbieten bei einer Ausstellung 2007 an der Goldstraße.
Horst Inderbieten bei einer Ausstellung 2007 an der Goldstraße.
Foto: fotoagentur-ruhr
Was wir bereits wissen
Der Duisburger Künstler Horst Inderbieten starb im Alter von 84 Jahren. Als junger Mann arbeitete er bei Thyssen.

Duisburg..  Im Alter von 84 Jahren ist bereits am 24. April der Duisburger Künstler Horst Inderbieten gestorben. Der 1930 in Hamborn geborene Inderbieten, der in den vergangenen Jahren in Moers lebte, gehörte seit 1963 dem Duisburger Künstlerbund an und war seit 1980 Bewohner des Künstlerhauses an der Goldstraße.

Horst Inderbieten, in jungen Jahren Arbeiter auf der Hamborner Thyssen-Hütte, fand als Autodidakt in der Industrielandschaft des Duisburger Nordens mit Fabrikschloten und Zechenhäusern einen reichen Schatz an Motiven vor. In späteren Jahren wurde sein Stil abstrakter, der sich innerhalb der folgenden Jahrzehnte aber immer wieder veränderte. In seinen flächigen und auf die Wirkung von künstlerischen Räumen konzentrierten Malereien verarbeitete er mit klarer Farb- und Formensprache auch Objekte aus Holz und Wellpappe.

Horst Inderbieten, den man in seinem Atelier und bei seinen zahlreichen Ausstellungen als sympathischen und authentischen Menschen des Ruhrgebietes kennen lernen durfte, fand mit seinen Werken auch Eingang in die Museen und Galerien der Region, so auch im Lehmbruck-Museum. Die Duisburger Kunstfreunde trauern um einen Freund und Künstler, der die Kunst-Szene des Ruhrgebietes und des Niederrheins über viele Jahre bereichern konnte.