Duisburger Kinder haben größte Deutsch-Defizite in NRW
07.02.2013 | 07:15 Uhr 2013-02-07T07:15:00+0100
Duisburg. Die „deutsche Sprachlosigkeit“ in Familien mit Migrationshintergrund beschert Duisburg eine traurige Spitzenposition: Nirgends in NRW benötigen mehr Vorschulkinder intensive staatliche Fördermaßnahmen. Jedes zweite Duisburger Vorschulkind spricht zu Hause kein Deutsch.
40 Prozent der Vorschulkinder in Duisburg haben nach der jüngsten Sprachstandsstudie „Delfin4“ aus 2012 derart massive sprachliche Defizite, dass sie ohne intensive Fördermaßnahmen des Staates bereits in der Grundschule mit Sicherheit scheitern würden. Mit dieser Quote nimmt nach Auskunft der Schulaufsicht die Stadt Duisburg landesweit nunmehr die traurige Spitzenposition im Land NRW ein. Im vergangenen Jahr stand noch Remscheid an dieser Position.
Diese Beobachtung wird gestützt durch eine aktuelle Erhebung des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Statistik („Kinder in Kita-Betreuung in NRW“) wie auch des aktuellen Duisburger Sozialberichtes. Die „deutsche Sprachlosigkeit“ in Familien mit Migrationshintergrund und Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren ist nach Einschätzung von Jugendamtsleiter Thomas Krützberg „nach wie vor sehr groß“ und sie wächst sogar weiter leicht an“.
Erstmals macht die Stadt Aussagen über die räumliche Verteilung dieses Phänomens auf das Stadtgebiet. Bezogen auf die Schuleingangsuntersuchung der Stadt wird deutlich, dass zum Beispiel jedes vierte Kind in den Stadtbezirken Hamborn und Mitte sowohl nicht Deutsch als Erstsprache spricht, als auch keine oder schlechte Deutschkenntnisse aufweist.
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