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Duisburger IMD ist selbst eine Baustelle

28.02.2016 | 06:00 Uhr
Duisburger IMD ist selbst eine Baustelle
Der IMD hat viele Baustelle, etwa auch den Abriss des Hochfelder Bunkers. Doch der Immobiliendienst de Stadt ist selbst eine BaustelleFoto: Ute Gabriel / Funke Foto Services

Duisburg.   Der Duisburger Immobiliendienst IMD hat viele Baustellen: Flüchtlingsheime, Kitas, Schulen. Dabei ist er selbst eine Baustelle.

Der städtische Immobiliendienst IMD erstickt in Baustellen und ist dabei aber selber eine. Er muss Flüchtlingsheime organisieren, Schulen sanieren, Kitas errichten und ein Riesenvolumen der 80 Millionen Euro aus dem Bundesinvestitionszuschuss abarbeiten, der am Montag im Rat beschlossen wird. Und da ist noch die Mercatorhalle, die über Jahre nach dem Skandal-Pfusch saniert werden muss – immerhin hier neigt sich der Stress dem Ende zu, so dass die Stadt schon nach neuen Namen für die Säle sucht. Und mittendrin steckt der IMD zur Unzeit in einer schweren Führungskrise.

Denn seine Chefetage ist schwer angeschlagen. Noch-IMD-Chef Uwe Rohde soll gehen, weil er aus Sicht der Stadtspitze seinen Laden nicht im Griff hat und organisatorisch dem Aufgabenberg nicht Herr wird. Ihm war noch nicht zum Jahresende gekündigt, da sollte ihm ein kaufmännischer Leiter zur Seite gestellt werden. Der war bekanntlich zwischen CDU und SPD rasch ausgeguckt; es soll per Wahl am Montag im Rat der CDU-Ratsherr Karl-Wilhelm Overdick werden. Mag sein, dass Overdick Kompetenzen hat, auf jeden Fall IMD-Kenntnisse durch seine langjährige Ausschusstätigkeit und den „Draht“ zu Stadt und Politik halten kann. Doch es bleibt ein Geschmäckle an der Personalie. Auch das nicht-öffentliche Bewerbungsverfahren wäscht den Vorgang nicht sauber. Leidtragender ist auch der allseits geschätzte CDU-Politiker. Allen Gegenreden und treuherzigen Beteuerungen zum Trotz: CDU und SPD haben der politischen Hygiene einen Bärendienst erwiesen.

Der IMD braucht Ruhe und unumstrittene Führung. Die hat er nicht. Zumal der Immobilienfachmann Rohde sicher nicht mehr lange beim IMD wird bleiben können und wollen. Der Chefposten ist damit verwaist, die Suche eines – dann wohl externen Managers aus der Branche – wird dauern. Und so bleibt buchstäblich brach liegen, was der IMD neben den ganzen Baustellen auch dringend leisten soll: nämlich die Entwicklung von städtischen Wohnbauflächen, um Menschen in der Stadt zu halten, sie nach Duisburg zu holen. Da kann Duisburg nicht warten, bis sich der IMD zurechtgeruckelt hat. Zugleich dient sich die ambitionierte und wieder erstarkte städtische Wohnungstochter Gebag an, für ihre „Mutter“ Duisburg Wohnbauflächen zu entwickeln. Da könnte nahe liegen, das Eine mit dem Anderen zu verbinden und dabei Rohdes Kompetenzen zu nutzen.

Kommentare
28.02.2016
15:08
Duisburger IMD ist selbst eine Baustelle
von hercules150 | #1

Wer wie Rohde mit Lügen eine Kündigung der Miter vom Bauwagenplatz durchsetzt ist Fehl am Platze. hoffentlich ist der Neue, in DU hat alles ein...
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1 Antwort
Duisburger IMD ist selbst eine Baustelle
von Alternativ.Duisburg | #1-1

Leider muss ich Ihren Ausführungen voll zustimmen.

Die Abhängigkeit vom Stadtrat und deren Verflechtung, sind alles andere als Bürgernah.

Es geht mal wieder um knallharte Politik und Gewinnmaximierung!

Von der allgegenwärtigen Postenschacherei brauchen wir erst gar-nicht anfangen.

Wo anders nennt man es Klüngel!

Grüße

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Duisburger IMD ist selbst eine Baustelle
Duisburger IMD ist selbst eine Baustelle
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2016-02-28 06:00
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