Duisburger Hotels warten noch auf Gäste-Ansturm
04.01.2010 | 14:53 Uhr 2010-01-04T14:53:00+0100Duisburg. Rund fünf Millionen Besucher, so die Erwartungen der Veranstalter, werden in den nächsten zwölf Monaten in der Metropole Ruhr zu Gast sein - im Kulturhauptstadtjahr 2010. Die Duisburger Hotelbranche merkt bislang allerdings noch nicht viel davon.
In wenigen Tagen steigt die Eröffnungsfeier zum Kulturhauptstadtjahr 2010. Rund fünf Millionen Besucher – so die Erwartungen der Veranstalter – werden dann in den nächsten zwölf Monaten in der Metropole Ruhr zu Gast sein. Viele von ihnen werden Tagestouristen oder Menschen aus der Region sein. Aber auch viele Kurzurlauber wird es hierher verschlagen.
Die Duisburger Hotelbranche merkt bislang allerdings noch nicht viel davon. Keine Spur von großem Andrang. Es gibt nicht mehr Buchungen als sonst zu dieser Jahreszeit auch.Dabei ist Duisburg dem großen Übernachtungsandrang durchaus gewachsen. Glaubt zumindest Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes. „Es gibt ausreichend Betten in Duisburg und für jeden wird etwas Passendes dabei sein”, sagt er.
Steigerung erwartet
180 000 Gäste steigen pro Jahr in den Duisburger Hotels ab. Im Schnitt ergibt das 380 000 Übernachtungen. Für das Kulturhauptstadtjahr erwartet Uwe Gerste von der Duisburger Marketing Gesellschaft (DMG) aber eine deutliche Steigerung der Übernachtungen.
„Optimum wäre ein Anstieg von zehn Prozent”, sagt er. „Die Zahlen der ehemaligen Kulturhauptstädte Liverpool und Linz belegen, dass das durchaus realistisch ist.” Probleme sieht Gerste allerdings an dem eher geringen Angebot an Hotels in den höheren Preiskategorien. „Viersterne-Hotels sind hier leider Mangelware.”
Hoteliers bleiben gelassen
Die Hotelbetreiber sehen die momentane Situation noch sehr gelassen. Sie hatten nicht erwartet, dass es um diese Zeit schon viele Buchungen für das Kulturhauptstadtjahr geben wird. Und auch die Reiseveranstalter, die zum Teil auf den Titeln ihrer Kataloge für die Kulturhauptstadt werben, bleiben entspannt. „Städtereisen werden in der Regel immer erst sehr kurzfristig gebucht”, erklärt Antje Günther von Dertour. „Die meisten planen jetzt erstmal ihren Sommerurlaub.”
Am 20. November 2009 hatte Dertour seinen Katalog mit den Angeboten für 2010 rausgebracht. Im Frühjahr rechnet der Veranstalter mit den ersten Anfragen.
Kurzfristig ist normal
„Kurzfristige Buchungen sind bei Kulturreisen ganz normal. Und wir erwarten in der Metropole ja auch keine Gäste, die vier Wochen Halbpension buchen”, sagt auch Ruhr.2010-Sprecher Marc Oliver Hänig.
Im Hinblick auf den Tourismus seien die Städte gut gewappnet. „In der Metropole gibt es zehn Hotelneubauten, vier alleine in Essen. Es gibt also genug Übernachtungsmöglichkeiten für die Gäste.” Und diese müssen laut Hänig erst einmal erkennen, was die Metropole Ruhr alles zu bieten hat. „In ganz vielen Zeitschriften und Reisemagazinen wird zur Zeit kräftig dafür geworben.”

01:27
Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dieses Kult-Jahr wird ein großer Flopp.
A 40 gesperrt für 20.000 Tische - gut, das hat man gehört. Aber sonst?
In den kleineren Ruhrgebietsstädten ist viel Schweigen, selbst Bochum weiß nicht, wie es seinen Alltag noch finanzieren soll, geschweige zusätzliche Kulturveranstaltungen - von Konzerthaus mal ganz zu schweigen.
Ich habe viele Berichte gelesen, was leider alles nicht geht.
Aber was geht?
Entweder ich überlese sehr viel zu diesem Thema, gut, dann ist das mein Problem. Oder es gibt eben nicht viel zu lesen - außer Selbstverständlichkeiten aus vielen Städten, die jetzt nur ein neues Enblem verpasst bekommen - eben Attraktion Kulturhauptstadt.
Da fragt man sich doch fast: Ja, wo laufen sie denn?
22:27
#13 Felix,
Danke für den Link den Sie anbieten! Sehr schön, hoffentlich werden den viele lesen, denn:
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit.
(William Somerset Maugham)
Sie scheinen mir sehr verwegen zu sein, gut so ... ;)
21:40
Wundert mich überhaupt nicht. Das Hotelangebot in Duisburg ist nur noch peinlich. Nicht nur das ein besseres Hotel fehlt, die die da sind glänzen durch einen katastrophalen Service und bauliche Spiessigkeit. Durch unser Business kommen viele Gäste nach Duisburg aber auch wirklich niemandem kann man diese Hotels zumuten. Diese Aussagen beruhen auf Erfahrungen !!! Leider müßen wir allen unseren Gästen Hotels in Düsseldorf nahe legen. Ist traurig, ist aber so.
21:10
#10; #11; #12
Ich will ja nicht schon wieder dozieren, aber...
http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm
Für die Aufklärung ist öffentliche Kommunikation immanent
18:34
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
18:34
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:01
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
16:40
Zuerst das: Der Duisburger Westen ist bei der dummen Veranstaltung nicht vertreten,wohl auf Anregung unseres Ob.Sauerland. Die Stahlbögen wurden für ein Apfel und Ei verkauft. Die Lagerkosten waren höher als was im Stadtsäckel rein kam.
Nur dies dazu: Die Kosten werden verdammt hoch aus fallen. Die Bürger zahlen die Zeche.
15:11
#5 Bravissimo, Felix! Das die Krupp´schen Bögen derart ins Abseits geraten, habe ich nie verstanden.
Ein möglicher Grund wäre, dass man sich mit dem kommerziellen Mittelmaß (oder noch darunter) zufrieden gibt, um den schnellen Euro zu machen. Klartext: mit fremden Federn schmücken, wie z.B. Kulturhauptstadt, zumindest haben wir den Hafen...
#7 brandubh: Ich denke, dass Mutti ganz froh darüber ist, dass die Nation nur mit halbem Ohr zuhört.
12:02
Warum gerieren sich Vertreter von drittklassigen Städte wie Duisburg immer so als ständen sie einer erstklassigen Stadt vor.
Dass Essen und das Ruhrgebiet Kultuhauptstadt sind, das weiß eine Handvoll von Menschen. Zwar haben Millionen von Fernsehzuschauern in Deutschland in der Neujahrsansprache der Angela Merkel vernommen, dass Essen Kulturhauptstadt ist, aber die meisten werden es wohl überhört haben, wie sowieso das meiste überhört wird.