Wirtschaft
Duisburger Handel sieht sich bedroht
08.09.2010 | 19:29 Uhr 2010-09-08T19:29:00+0200
Duisburg.„Was die Wirtschaftskrise nicht geschafft hat, schafft diese Verwaltung.“ Mit harschen Worten kritisiert der Einzelhandelsverband, dass seine Änderungswünsche am Einzelhandels- und Zentrenkonzept nicht berücksichtigt werden.
Derzeit beraten die Bezirksvertretungen die Vorstellungen der Stadtplaner zur Zukunft der Einzelhandelsstandorte in Duisburg. Kernpunkte der Kritik der organisierten Einzelhändler sind das zweite Hauptzentrum, das neben der Innenstadt zwischen Hamborn und Marxloh entstehen soll, sowie die Prognosen zur künftigen Entwicklung des Einzelhandels.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Zentralität, das heißt die Bindung von Kaufkraft an eine Stadt. 2001 dümpelte Duisburg noch mit 93 Prozent dahin, es floss also mehr Kaufkraft ab als zu. Mittlerweile, so der Einzelhandelsverband, habe man einen Wert von 103 Prozent erreicht, was positiv sei, aber noch verbessert werden könne.
Die Planer aber visierten 120 Prozent an. „Das ist mehr als Düsseldorf“, kritisiert Wilhelm Bommann, Geschäftsführer des Verbandes, diese Ziele als deutlich zu hoch gesteckt. Schon gar nicht könne man damit eine Vermehrung der gesamten Verkaufsfläche in der Stadt um bis zu 193 000 Quadratmeter in den nächsten zehn Jahren begründen.
„Diese Annahmen sind falsch“, sagt Bommann. Es sei für Duisburg absehbar, dass der Bevölkerungsrückgang deutlich stärker sein wird als bisher kalkuliert.
Auch hinsichtlich der Planungen für einige Stadtteilzentren hat der Einzelhandelsverband teils schwere Bedenken. So sei beispielsweise in Hochfeld eine Erweiterung des Handelsschwerpunktes über die Wanheimer Straße hinaus geplant, aber an dieser Stelle überhaupt nicht notwendig.
Anders werde hingegen in Walsum verfahren, wo der örtliche Handel nach weiteren Flächen verlange, um bei Bedarf expandieren zu können.
Eine umfassende Liste der Kritikpunkte an dem neuen Handelskonzept habe sein Verband eingereicht, erklärte Bommann, und er stehe damit nicht allein. Aber auch Vorschläge der Industrie- und Handelskammer seien nicht berücksichtigt worden. Alfred Walzer, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes und Händler in Walsum: „Die Verwaltung kennt nur eine Antwort auf diese Anregungen – der Anregung wird nicht gefolgt.“ Vor allem durch ein zweites Zentrum im Norden der Stadt drohe eine Unterbrechung der zuletzt sehr positiven Entwicklung der Duisburger Innenstadt.

13:32
... wenn ihr meint...
13:09
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13:08
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15:37
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09:33
@ #10, *****oh man:
Wenn ich ihre Ausführungen lese, dann klingt es so, als ob sie wollten, dass wir immer noch Höhlen hausen. Veränderung ist Leben.
Die Pläne zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept finde ich allerdings auch bedenklich. Abstimmung statt Vorgabe ist hier wünschenswert, damit auch gewährleistet wird, dass Sinnvolles dabei herauskommt. Wenn ich mir das Beispiel von Huckingen (Bericht gestern) ansehe, dann zweifele ich tatsächlich an der Sinnhaftigkeit. Ein Zentrum am Rand des Stadtteiles (Edeka-Center), wo die wenigsten Leute wohnen (wohl aber die teuersten Wohnimmobilien zu haben waren) und das gewachsene Zentrum (in der Mitte des Stadtteiles) bleibt außen vor.
23:01
dann wartet mal ab wenn die tolle königsgalerie fertig ist. die braucht kein schwein. die galeria war so schön früher vorallem zu weihnachten wenn alles bis unters dach leuchtete. warum muss man immer alles kaputthauen und verändern? ich vermisse zum Beispiel sehr die alte Eislaufbahn zum Weihnachtsmarkt vor der alten Mercatorhalle. Oder diese runden Treppen vor dem alten Karstadt. Das alte Karstadt hatte irgendwas auch mit der Multimedia in der Tonhallenstraße und dem Saisonzelt
19:30
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14:15
an fredfeuerstein
tja dann muß du dich aber bei der spd beschweren.
von denen stammt der plan.
und dafür hat die spd ja die mercatorhalle verrotten bis nur noch der abriß übrig blieb.
13:02
@5 so denke ich auch !
Alteingesässene Firmen wurden ans Messer geliefert.Klar man muss sich als Inhaber auch verändern.Aber direkt so ein scheiss Forum zu bauen-ein Hammer! Das Kasino brauche ich aber erst Recht nicht !
Wenn ein Outlett gebaut werden sollte ,dann bitte ohne Döner und Hochzeitsmoden!
Es wird mal Zeit das gezeigt wird wer Herr im Haus ist :-D
13:02
Handel sieht sich bedroht ! Freie Marktwirtschaft haben sie lange geschrien. Jetzt haben sie Angst vor etwas Wettbewerb. Obwohl im Norden etwas ganz anderes verkauft werden soll, als das was diese bedrohten Händler verkaufen.