Duisburg

Duisburger Grüne haben jetzt ein „offenes Haus“

Den großen Raum in der neuen Geschäftsstelle wollen die Grünen auch als Treff und Kulturort nutzen.
Den großen Raum in der neuen Geschäftsstelle wollen die Grünen auch als Treff und Kulturort nutzen.
Foto: FUNKE Foto Services
Partei und Fraktion der Duisburger Grünen haben ihre neue Zentrale bezogen. Es soll auch ein offenes Haus für Diskussionen und Kulturort sein

Duisburg. Es soll ein offenes, grünes Haus sein: Die Bündnisgrünen haben ihre neue Partei- und Fraktionszentrale an der Kardinal-Galen-Straße bezogen. Das neue Domizil liegt zwar nur 100 Meter vom bisherigen Standort entfernt, doch der Umzug ist mehr als ein Umzug; er soll Botschaft sein.

Die neue Adresse an der Ecke Philosophenweg ist zudem eine geschichtsträchtige: In dem Eckgebäude servierte das einstige Rigoletto als „Italiener“ Pizza und Pasta; unklar allein, ob das Rigoletto Duisburgs erste Pizzeria war. Was die Lage zudem symbolträchtig macht: Die Grünen haben jetzt den Rathausturm direkt im Blick, und Nachbar gegenüber ist der DGB, was manch Schulterschluss möglich macht.

"Wir wollen Politik erlebbar machen"

Seit zehn Jahren schon suchen die Bündnisgrünen eine neue Bleibe, mit der sich verwirklichen lässt, was Partei und Fraktion anstreben und sich auf die Fahnen schreiben: Bürgernähe, Transparenz, Beteiligung. Denn die neue Geschäftsstelle soll zugleich Diskussionsforum, Veranstaltungshaus und Kulturort werden. „Jetzt haben wir das Kommunikationszentrum, das wir wollen“, freute Ratsfraktionssprecherin Claudia Leiße am Freitagabend zur Eröffnung. „Wir wollen Politik erlebbar machen“, ergänzt Sprecherpartner Sait Keles.

Für die neue, größere Bleibe mit Büroräumen, ökologisch vorzeigbarer Dämmung und Belüftung sowie einem großen, multifunktionalen Versammlungssaal greifen die Bündnisgrünen tiefer in die Tasche. Das soll sich aber politisch auszahlen, die Grünen stärker in die Öffentlichkeit bringen und Schwellen auch buchstäblich abbauen. „Endlich sind wir barrierefrei. Und setzen damit auch ein Zeichen. Wenn wir das als kleine grüne Partei schaffen, können das andere auch“, erklärt Grünen-Kreissprecher Matthias Schneider.