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Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand

05.02.2013 | 18:10 Uhr
Dietmar Cremer, hier im Bild mit seiner ehemaligen Vorstandskollegin Marianne Wolf-Kröger, streitet gerade vor Gericht gegen seinen alten Arbeitgeber.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft hat im Streit mit ihrem ehemaligen Vorstand Dietmar Cremer mittlerweile eine Widerklage eingereicht und fordert 5,75 Millionen Euro Schadensersatz. Der klagte zuletzt, weil die Gebag das Ruhestandsgeld nicht mehr bezahlt.

Vor dem Landgericht Duisburg wurde Dienstag der Zivilprozess Dietmar Cremer gegen die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft Gebag fortgesetzt. Der frühere Vorstandsvorsitzende hatte gegen seinen langjährigen Arbeitgeber geklagt, weil die Gebag das Ruhestandsgeld von 18.700 Euro monatlich seit Juni 2012 nicht mehr bezahlt.

Im Dezember 2011 hatten sich Cremer und die Gemeinnützige Baugesellschaft per Auflösungsvertrag getrennt. Die Gebag begründet ihr Verhalten damit, dass der frühere Vorstandsvorsitzende im Zusammenhang mit dem Ausbau des Museums Küppersmühle am Innenhafen seine Pflichten verletzt und so einen millionenschweren Schaden verursacht habe.

Gebag fordert Schadenersatz von ihrem früheren Chef

Während das Gericht bereits signalisiert hatte, dass eine Abweisung der Klage Cremers zu erwarten sei, geht es inzwischen um ganz andere Summen: Per Widerklage fordert die Gebag nun 5,75 Millionen Euro Schadenersatz von ihrem früheren Chef. Ende April soll in dieser Sache weiter verhandelt werden.

Skandalbaustelle Küppersmühle in...

 


Kommentare
07.02.2013
11:20
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von hercules150 | #13

zu Schimmi11 Kommentar 11 genau so ist es.da sind ganz andere die vor dem Kadi gehören, egal wer wo in welcher Partei ist.

07.02.2013
09:18
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von hunter2011 | #12

von Cremer kommt da bestimmt kein Euro. Wie üblich gibt es hier eine Versicherung die fpür den schaden haftet.

1 Antwort
Von wegen Versicherung
von juergen0 | #12-1

Es wurde keine Versicherung von der Gebag abgeschlossen, also somit kein Geld!

06.02.2013
17:25
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von Schimmi11 | #11

In der freien Wirtschaft werden Entscheidungsträger in verantwortlicher Position bei falschen fahrlässigen Entscheidungen entlassen und nicht in Ruhestand geschickt.
Auch wenn schlüsselfertig nach Iso 9000 mit allen Gewährleistungen bestellt und eingekauft, so entbindet der gesunde Menschenverstand und die Landesbauordnung den Bauherren nicht von seiner Aufsichtspflicht. Wo waren die Herren aus den Baudezernat, welche nach dem Rechten schauen?
Pfusch in Fertigung bis zum Korrosionsschutz; sind ja nur öffentliche Gelder.............

06.02.2013
12:34
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von wattearvolt | #10

Man sollte vorsorglich schon einmal den Klingelbeutel für Herrn Cremer rumgehen lassen.
Die SPD-Genossen spenden doch bestimmt gerne.

1 Antwort
#10 wattearvolt
von taosnm | #10-1

Warum das denn? Wenn er keine reiche Frau hat, steht ihm doch auch HartzIV zu, womit man lt. wiederkehrenden Bestätigungen der Politik sehr gut überleben kann.

06.02.2013
12:12
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von hercules150 | #9

Sauerland und mindestens der halbe Rat wollten diesen Schuhkarton und weil Duisburg keine Mittel dafür hatte wurde dann getrickst,wie immer in der Politik. Und nun sollen das ganze Desaster 2 Personen ausbaden.
Fakt bleibt doch da hatten viele ihre Hände im Spiel also sollen dann auch alle Verantwortlichen dafür gerade stehen.Stimme da janundPitt 6 voll zu.

06.02.2013
10:21
Der goldene Handschlag unter Genossen in Duisburg
von juergen0 | #8

von JanundPitt | #6

Hier können Sie alles darüber nachlesen
https://wahrheitfuerduisburg.wordpress.com/2012/02/01/der-goldene-handschlag-unter-genossen-in-duisburg/

06.02.2013
09:11
Die Justiz ist ein Instrument des Rechtssaats...
von Polt | #7

...und nicht der Plebs. Und deshalb entscheiden Staatsanwälte, ob ein Anfangsverdacht auf Korruption besteht und leiten nicht ins blaue Verfahren ein, nur weil Volkes Stimme es will. Und ebenso wird nach objektiven rechtlichen Maßstäben entschieden, ob und welche Aufsichtratsmitglieder für etwas haften. (Bei dem Auflösungsvertrag scheint auch alles richtig gemacht worden zu sein, weil damit der Vertrag von DC beendet, aber nicht auf Schadenersatzansprüche verzichtet wurde.)

Übrigens: Sowohl der AR-Vorsitzende als auch sämtliche Vorstandsmitgielder gehörten derselben Partei an - das ganze Trauerspiel war eine rein sozialdemokratische Veranstaltung.

1 Antwort
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von GregoryHouse | #7-1

Hahaha...selten so gelacht. Die Justiz ist in D nicht unabhängig, also vom "Rechtsstaat" weit entfernt. Übrigens besteht der Staat überwiegend aus "Plebs".

06.02.2013
00:16
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von JanundPitt | #6

Wer hat diesen Auflösungsvertrag incl. Ruhestandszusage für Cremer im Dezember 2011 im Wissen um alle Verfehlungen des Herrn Cremer unterschrieben? Möglicherweise im Wissen darum, dass Herr Cremer auf Weisung unseres Unaussprechlichen gehandelt hat und per Auflösungsvertrag zum Schweigen verdonnert wird. Bis Februar 2012 hatte Sauerland in DU das Heft in der Hand.

Wir leben in einem Rechtsstaat und wir haben ein Recht auf rückhaltlose Aufklärung und auf Schadensersatz für grob fahrlässige oder sogar willentliche Verschwendung von öffentlichen Mitteln. Warum geht das nicht schneller und warum wird nicht der gesamte Aufsichtsrat angeklagt?

Den Bürgern wird Wahlverweigerung angelastet. Wer will es ihnen ernsthaft verübeln, wenn vor Ort seit der LoPa 2010 ungestraft so viel Mist von den etablierten Parteien verzapft wird? Klar, wähle ich bei jeder Wahl, aber nicht mehr schwarz-gelb-rot-grün.Die sind Geschichte. Der SPD-Stammwähler hat sich am 12.02.2012 verabschiedet.

05.02.2013
23:09
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von hercules150 | #5

Alle die damals im Aufsichtsrat saßen gehören dann vor dem Kadi. Hier sollen 2 Personen den Kopf für die Fehler Aller herhalten und das ist nicht Richtig, das nennt man Bauernopfer und dem Volk ein paar Bröckchen vorwerfen und Sand in die Augen streuen.

05.02.2013
23:02
Ein Stück Gerechtigkeit siegt doch zum Schluss
von Gut-aufgepasst | #4

von Ahmet Peter Siegel
Endlich geht die Stadt mal in die richtige Richtung,
was mich nur wundert ist der Betrag 5.75 Milo. als Schadenersatz, wie kommt dieser Betrag zu Stande ? und wieso ist die Forderung der Stadt nicht höher? Der Schaden der bei der Küppersmühle eingetreten ist, ist doch viel höher. Vielleicht kann das mal jemand aufschlüsseln.

2 Antworten
Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von keineahnung88 | #4-1

Selbst wenn die Stadt 57 Millionen fordern würde, bekommen tut sie eh nix! Die Höhe spielt also gar keine Rolle, hat wohl mehr einen Symbolcharakter! Aufgeschlüsselt genug?

Duisburger Gebag will Schadensersatz von ehemaligem Vorstand
von Gut-aufgepasst | #4-2

von Ahmet Peter Siegel An keineahnung88
Eine Aufschlüsselung dürfte wohl etwas anders sein.
Ich kenne die Wirtschaftlichenverhältnisse des Herrn Cremer nicht und ob noch Grundbesitze vorhanden sind, allein seine Altersruhebezüge würden in 25 Jahren den geforderten Schadensersatz einbringen. Vorausgesetzt er wir noch das Alter erreichen. Wer sonst noch haften muss wird sich vielleicht noch zeigen. Diese Geldverschleuderung hätte man durch eine Erfüllungsbürgschaft der auszuführenden Unternehmen vermeiden können.

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