Duisburger Augenärzte beraten bei Grauem Star

Chefarzt Dr. Mark Tomalla ist ein erfahrener Operateur bei Grauem Star und Hauptreferent des WAZ-Medizinforums.
Chefarzt Dr. Mark Tomalla ist ein erfahrener Operateur bei Grauem Star und Hauptreferent des WAZ-Medizinforums.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Behandlung von Grauem und Grünem Star ist das nächste Thema im WAZ-Medizinforum mit Spezialisten der Duisburger Augenklinik.

Duisburg.. Es wird wohl voll beim nächsten WAZ-Medizinforum mit der Augenklinik des Ev. Klinikums Niederrhein in Fahrn am Mittwoch, 27. Mai, ab 18 Uhr. Denn der „Graue Star“ trifft viele Menschen. Allein in Fahrn operieren Chefarzt Mark Tomalla und sein Team im Jahr 4500 Betroffene. Zweites Thema des Abends: der „Grüne Star“. Ab sofort können sich Interessierte und Betroffene für das kostenlose WAZ-Medizinforum am Mittwoch, 27. Mai, ab 18 Uhr im Foyer des Fahrner Krankenhauses unter der WAZ-Servicenummer 0800 60 60 710 anmelden. 120 Plätze stehen zur Verfügung.

Bei den meisten Patienten ist der Graue Star ein Alterserscheinung und ist so zwangsläufig wie die grauen Haare. Denn mit dem Alter trübt sich die Linse durch das Zellwachstum unweigerlich ein; aus klarem Glas wird Milchglas. Erst Symptome sind Kontrastverluste beim Lesen oder die typischen Klagen, dass man beim nächtlichen Autofahren oder bei entgegenkommenden Autos im Gegenlicht immer schlechter sehen kann.

Behandlung ist ein Klacks

Die Behandlung vom „Grauen Star“ ist heutzutage mit der modernen Implantationstechnik förmlich ein Klacks. 700 000 Mal im Jahr werden bundesweit künstliche Linsen eingesetzt und geben den Patienten wieder gute Sicht. Chefarzt Mark Tomalla (51) hat an die 30 000 Operationen auf seinem langjährigen Arbeitskonto. Er und seine Assistenzärzte werden auf dem Medizinforum erläutern, wie in der nahezu risikofreien Operation über einen minimal-invasiven Schnitt die getrübte Linsen per Laser oder Ultraschall zertrümmert und abgesaugt und anschließend die flexible 10 bis 13 Millimeter große neue Linse eingesetzt wird. Gerade mal zehn Minuten dauert der meist ambulant ausgeführte Eingriff. Fertig – der Nächste bitte. Und der ist heutzutage immer älter. 104 Jahre zählte Tomallas älteste Patientin.

Zu klären ist die Frage der Anästhesie. Zwei Varianten gibt es: die Kurzzeit-Narkose und die lokale Betäubung. 80 Prozent der Patienten lassen sich doch lieber in den Kurzschlaf versetzen und wollen lieber nicht miterleben, wie sie – natürlich schmerzfrei – am Auge operiert werden. „Das muss man wollen“, sagt selbst Tomalla. Oder in besonderen medizinischen Fälle müssen.

Grüner Star ist tückisch

Behandelt werden muss der „Grüne Star“, das „Glaukom“, das den erhöhten Augendruck beschreibt, wenn die im Auge produzierte Augenflüssigkeit nicht ablaufen kann. Dadurch erhöht sich der Druck im Auge mit der fatalen Folge, dass die Sehnerven unumkehrbar geschädigt werden. „Wir können das dann nicht mehr zurückdrehen“, warnt der Chefarzt.

Der Grüne Star ist zudem tückisch, denn der Betroffene behält seine Sehschärfe und verliert zunächst nur die Sehfähigkeit in den äußeren Gesichtsfeldern. Wem fällt schon auf, wenn er für den Blick in den Außenspiegel beim Autofahren leicht das Auge bewegen muss. Also rät Tomalla zu Vorsorgeuntersuchungen der Augendruckmessung und zur Vorsicht bei erblichen Vorbelastungen. „Mit dem Auto fährt man auch zum TÜV“, so der Chefarzt.

Bei schweren Fällen muss der "Augen Chirug" operieren

Zum 80 Prozent wird das Glaukom mit Medikamenten behandelt, mit Augentropfen , die die Augenwasserproduktion eindämmen.

Bei schweren Fällen muss der „Augen-Chirurg“ am Auge operieren. Druckentlastung bringt schon die „Graue Star“-Operation. In weiteren Verfahren werden können zum Beispiel kleine Abflusswege für die Augenflüssigkeit gesetzt werden. Rund 250 OP-Fälle behandelt im Jahr. Dabei sind die Eingriffe schon komplizierter und der Patient muss bis zu sieben Tage im Krankenhaus bleiben.