Duisburger Asbest-Alarm beschäftigt auch den Landtag

Am 31. Januar brannte die Halle in Rheinhausen aus, die Reinigungsarbeiten enden erst in dieser Woche
Am 31. Januar brannte die Halle in Rheinhausen aus, die Reinigungsarbeiten enden erst in dieser Woche
Foto: imago/Reichwein
Was wir bereits wissen
Landesregierung legt Innenausschuss Bericht zum Großbrand in Rheinhausen vor. Krisenmanagement und Vorgehen der Stadt Duisburg werden kaum hinterfragt.

Duisburg.. Der Asbest-Brand in Rheinhausen und seine Folgen beschäftigen am Mittwoch sogar die Landespolitik: Die Landesregierung wird den Mitgliedern des NRW-Umweltausschusses dazu einen fünfseitigen Bericht vorlegen. Das Krisenmanagement und das Vorgehen der Stadt werden dabei allerdings kaum hinterfragt.

„Durch die sofort eingeleiteten Reinigungsmaßnahmen sind Verschleppungen und Freisetzungen von Asbestfasern soweit wie möglich verhindert worden“, schreibt NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Mit den ergriffenen Maßnahmen und der Warnung der Bevölkerung sei die Wahrscheinlichkeit für Gesundheitsgefahren „weitest möglich minimiert worden.“

Die Messungen der Feuerwehr

Wie es in dem Bericht heißt, sei der Brandgeruch laut Experten des Landesumweltamtes noch am Autobahnkreuz A40/A59 wahrnehmbar gewesen. Die Asbest-Problematik war erst von jenen Landes-Mitarbeitern festgestellt worden.

Messungen der Feuerwehr um den Brandort hatten zuvor keine erhöhten Schadstoffwerte ergeben. Die Experten des Landesumweltamtes waren eine Stunde nach Ausbruch des Feuers angefordert worden, sie waren ab 6.30 Uhr vor Ort, um 9.15 Uhr hatten sie den bestätigten Asbest-Befund der Feuerwehr mitgeteilt.

Die Reinigungsarbeiten enden in dieser Woche, die Brandursache ist noch nicht geklärt: Das Gutachten des Sachverständigen soll erst Mitte März vorliegen.