Duisburg Ziel für Luxus-Kreuzfahrer

Gereist wir in der absoluten Luxusklasse, und Duisburg ist das Ziel. Oder besser: eines der Ziele. Um 10 000 Dollar müssen die Kunden eines Flusskreuzfahrtanbieters auf den Tisch legen, der in diesem Jahr 17 Mal an der Ruhrorter Mühlenweide festmachen will. Dafür gibt’s Suiten mit Balkon und für jeden Reisenden einen persönliche Butler. Eine weitere Reederei baut gerade in Ruhrort eine Flotille neuer Kreuzfahrtschiffe um.

Flusskreuzfahrten im „Fünf-Sterne Segment“ bietet laut Duisburg-Marketing (DMG) der Anbieter Scenic Cruises, der ausschließlich Gäste aus dem angelsächsischen Sprachgebiet (Australien, Kanada, USA, Großbritannien) an Bord habet. Die luxuriösen Schiffen tragen allesamt Namen von Edelsteinen (Jewel, Pearl, Diamond oder Jade) und sind 15 Tage auf der „Romantic Rhine & Moselle River Cruise“ von der Schweiz bis nach Amsterdam und entgegengesetzt auf Tour. Die Schiffe für die Kreuzfahrt auf Rhein und Mosel sind zwischen 2009 und 2015 erbaut worden, jeweils 135 Meter lang (die erlaubte Maximallänge auf dem Rhein) und haben drei Decks, zudem Lounges, Bars und Restaurants. Die Schiffe bieten 169 Passagieren Platz – viel Platz.

Die DMG organisiert für die Gäste Busfahrten, englischsprachige Reiseführer und ein attraktives Ausflugsprogramm, wahlweise nach Zollverein in Essen oder in Duisburg zum Innenhafen, in die Innenstadt und zum Casino. Das erste Luxus-Schiff macht am 11. April an der Mühlenweide fest, das letzte der Saison kommt am 28. Oktober. „Wir sind überzeugt, dass Duisburg den internationalen Gästen als spannende Reiseetappe im Gedächtnis bleiben wird“, sagt DMG-Chef Uwe Gerste. Und Duisburg werde einem „exklusiven Kundenkreis“ bekannt.

„Endlich Duisburg entdeckt“

Der Anbieter Scenic Cruises kommt aus Australien, aber er ist nicht der einzige in Duisburger gewässern. Die Reederei Viking aus den USA ist gerade dabei, im Hafenmund vor Ruhrort vier elegante Flussreiseschiffe für ihren Einsatz auf dem Rhein umzurüsten. Sie gehören nach Angaben von Hafenkapitän Mario Adams zu einer Flotte von sieben Viking-Schiffen, die auf der Neptun-Werft in Rostock gebaut wurden und über Nordsee, Ijsselmeer und Rhein nach Duisburg gekommen sind. Hier werden sie nach dem See-Einsatz von den Schutzplanken vor den unteren Fensterreihen befreit, die im Fluss-Einsatz nicht erforderlich sind. Eventuell wollen Viking an der Mühlenweide sogar einen eigenen Anleger bauen.

„Endlich hat man Duisburg entdeckt“, freut sich Adams.: „Jetzt muss Duisburg seine Hausaufgaben machen.“ Reedereien müssten intensiv informiert werden über dieAttraktionen der Stadt wie Landschaftspark, Casino, Regattabahn oder Binnenschifffahrtsmuseum.