Duisburg zeigt Flagge mit positiven Beispielen

Mehrere Tausend Menschen gingen beim ersten Pegida-Aufmarsch zu Gegendemonstrationen in Duisburg.
Mehrere Tausend Menschen gingen beim ersten Pegida-Aufmarsch zu Gegendemonstrationen in Duisburg.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Unter der Dachmarke „Wir sind Duisburg - 365 Tage im Jahr“ will das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage künftig das weltoffene Duisburg betonen.

Duisburg.. „Wir sind Duisburg - 365 Tage im Jahr.“ Unter dieser Dachmarke will das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage künftig aufzeigen, wie bunt und vielfältig die Duisburger Stadtgesellschaft ist. Im Alltag, in den Stadtteilen, in den unterschiedlichen Organisationen und Verbänden. Natürlich als Replik auf die montäglichen Pegida-Aufmärsche, die bis in den Juni von den Organisatoren angekündigt wurden.

„Wenn wir jeden Montag zu einer Kundgebung aufrufen, werten wir die nur auf“, sagte beispielsweise Stadtdechant Bernhard Lücking gestern bei der Bekanntgabe der neuen Strategie, mit der das Bündnis den Islamkritikern entgegen treten will. „Wir wollen nicht reflexartig reagieren, sondern die bunten, positiven Beispiele betonen“, erklärte Superintendent Armin Schneider als Sprecher des Bündnisses. Diese gelungenen Beispiele dem Hass und der Intoleranz entgegensetzen, ist das erklärte Ziel des Bündnisses.

Gelungene Integration für Jugendliche

Das reicht von der gelungenen Integrationsarbeit in den vielen Sportvereinen der Stadt, geht über die vielen interreligiösen Veranstaltungen in Duisburg bis hin zu Bildungsangeboten vor allem für den Jugendbereich, den sich DGB-Geschäftsführerin Angelika Wagner auf ihre Fahne geschrieben hat. Zwar sei beim Thema Integration auch in Duisburg nicht alles Gold, so Armin Schneider, aber deshalb müsse man nicht resignieren. Das Netzwerk werde neue Veranstaltungen, wenn möglich montags, aufleben lassen, aber auch auf bestehende hinweisen. Immer unter der Dachmarke „Wir sind Duisburg - 365 Tage im Jahr“.

Einladung in das Rathaus

Als Auftakt hat Oberbürgermeister Sören Link am kommenden Montag die Verbände und Organisationen ins Rathaus geladen, die sich bereits heute aktiv für die Integration in Duisburg einsetzen. Auch den ökumenischen Gottesdienst zum Holocaust-Gedenktag am 1. Februar wollen die beiden Kirchen in diesem Sinne verstanden wissen, zumal mit Michael Rubinstein der Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde die Predigt halten wird.

Wer glaubt, dass seine Veranstaltung ebenfalls unter die Dachmarke „Wir sind bunt - 365 Tage im Jahr passt“, kann sich für weitere Informationen Hilfestellungen an das Düsseldorfer Büro des Landtagsabgeordneten Rainer Bischoff, 0211/884-2700 wenden.