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Duisburg will die Loveparade nicht verpassen

26.01.2010 | 07:32 Uhr
Duisburg will die Loveparade nicht verpassen

Duisburg. Die Duisburger Politiker sind sich fast einig, dass sich die Stadt das Spektakel Loveparade nicht entgehen lassen darf. Um die 840.000 Euro an Kosten aufzubringen, will die Stadt nun Sponsoren suchen. Die Grünen wollen auch die Landesregierung in die Pflicht nehmen.

Muss eine überschuldete Stadt auf ein Mega-Kulturfest wie die Loveparade verzichten, wenn sie zum strengen Sparkurs verpflichtet ist? Am Montag debattierte der Rat über das Festival.

Im Juli sollen über eine Million Menschen ausgelassen auf Duisburger Straßen tanzen. Bereits im Juli 2007 hatte der Rat beschlossen, Verhandlungen mit dem Veranstalter Lopavent aufzunehmen. Am Montag informierte die Verwaltung über den Stand der Verhandlungen. In mehreren Gesprächen haben Veranstalter, Stadt, die Bahn, Polizei, VRR nach Lösungen gesucht, wie das Spektakel in Duisburg zu meistern ist.

Den Herausforderungen gewachsen

Für die Parade der Floats kommt nur das ehemalige Güterbahnhofsgelände neben dem Hauptbahnhof in Frage. Die Verwaltung ist der Meinung, dass sie den Herausforderungen gewachsen ist. Die Gespräche über Sicherheitsaspekte, mögliche Sperrung der A 59, Anmarschwege sind noch nicht abgeschlossen.

Die Politiker sind sich fast einig, dass sich die Stadt das Spektakel nicht entgehen lassen darf. Doch wie mache ich den Bürgern klar, dass sie für viele kulturelle Ereignisse mehr bezahlen müssen, die Stadt gleichzeitig aber 840 000 € an Eigenmitteln für die Loveparade aufnehmen muss?

Keine Unterstützung der Linken

Die Fraktion Die Linke hat sich festgelegt. Wer in Duisburg Brunnen das Wasser abgraben will, wenn er keine Sponsoren findet, der kann doch nicht die Loveparade finanziell unterstützen, meinte Fraktionschef Hermann Dierkes. Die SPD, die nicht grundsätzlich dagegen ist, hat sich noch nicht festgelegt. Die CDU hofft, dass die Sponsorensuche der Verwaltung zum Erfolg führen wird.

Von der einmaligen Chance einer Außendarstellung spricht die FDP, während die Grünen auch die Landesregierung in die Pflicht nehmen will. Am 22. März trifft sich der Rat wieder. Fazit des OB: „Die Loveparade ist heute nicht aufgehalten worden.”

Klaus Johann

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