Duisburg wartet auf die größte Party der Welt
20.07.2010 | 15:01 Uhr 2010-07-20T15:01:00+0200
Duisburg.Tausende Menschen sind am Samstag im Einsatz, damit die Loveparade in Duisburg ein Erfolg wird. Die Veranstalter erwarten mehr als eine Million Besucher – und sind optimistisch: „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.“
Mit der Loveparade, die am Samstag auf dem alten Güterbahnhofsgelände stattfindet, steigt in Duisburg nichts Geringeres, als die „größte Party der Welt“. Und diese wirft ihre mächtigen Schatten voraus. „Schon vor anderthalb Jahren“, bekannte Rechtsdezernent Wolfgang Rabe bei der Vorstellung der Verkehrs- und Sicherheitskonzepte, seien die Trockenübungen begonnen worden. „Bis vor einigen Wochen war ich noch nicht so sicher, dass dieses Ereignis tatsächlich in Duisburg stattfinden kann. Das ist jetzt anders.“
Vier Tage vor dem Mega-Event, zu dem die Organisatoren „weit über eine Million“ Menschen erwarten, werden nun auch im öffentlichen Raum die ersten Vorzeichen sichtbar. An Straßenlaternen werden von Ordnungsamt und Feuerwehr nun Fahnen und Banner aufgehängt, die dem Partyvolk am Samstag entweder den vorgeschriebenen Weg zum Paradeplatz oder, im Notfall, den exakten Standort verraten.
Polizei warnt Übermütige
Jede Zahl, die im Zusammenhang mit dem Spektakel genannt wird, ist gigantisch. „Alleine für Feuerwehr und Hilfsorganisationen“, rechnete der Pressesprecher der Duisburger Feuerwehr Michael Haupt vor, „werden 2600 Einsatzkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet im Einsatz sein“. Sein Polizei-Kollege Ramon van der Maat kündigte an, dass am Samstag14 Hundertschaften in Duisburg stationiert werden.
Das Ordnungsamt ist mit 180 Mitarbeitern vor Ort. Ein privates Sicherheitsunternehmen sendet 130 Leute aus, hinzu kommen 50 Ruhr 2010-Volunteers.
„Die Loveparade wird kein Still-Leben“, signalisierte Bahn-Sprecher Udo Kampschulte seine Sorge, dass die Techno-Jünger eventuell weniger gesittet schwofen könnten, als dies am Sonntag die Autobahn-Besucher taten. Die große Sorge aller Verantwortlichen ist es, dass Übermütige den An- und Abtransport der Partygäste dadurch zum Erliegen bringen, dass sie die Notbremse in den Zügen ziehen oder auf eigene Faust versuchen, den Weg zur Veranstaltungsfläche abzukürzen. „Das ist streng verboten und wird verfolgt“, warnte ein Sprecher der Bundespolizei.
Für alle Besucher der Loveparade, ganz egal ob aus Duisburg oder von weit her angereist, gibt es nur einen Weg, der direkt auf das Gelände führt. Dieser liegt im Brückenzug an der Karl-Lehr-Straße. Der Weg dorthin wird ausgeschildert. Unterwegs wird das Fetenvolk an zwei Bühnen am Neudorfer Markt und an der Düsseldorfer Straße mit Technomusik schon einmal auf Jubel, Trubel ,Heiterkeit eingestimmt.
Umgeleiteter Fernverkehr
Von Samstag, 10 Uhr, bis Sonntag, 3 Uhr, werden insgesamt 700 zusätzliche Züge im Einsatz sein. „Der gesamte Fernverkehr“, so Kampschulte, „wird in der Zeit aus dem Ruhrgebiet heraus gelenkt.“
Eines sind die Organisatoren alle: Optimistisch. Rabe: „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.“

05:42
Ich habe gerade im Fernsehen Bilder von dem Zaun gesehen, der dort u.a. für die Absperrungen benutzt wurde.
SIND DIE VERANTWORTLICHEN DENN WAHNSINNIG GEWESEN?
Wie kann man bei solch einer Veranstaltung einen Zaun verwenden, der oben spitze Stahldornen hat, um ein übersteigen zu verhindern? Sowas nimmt man für Baustellen, aber doch nicht für eine Veranstaltung von hunderttausenden von Menschen!!!
Ich hoffe, die Justiz nimmt sich auch diesen Aspekt vor, denn auch dadurch hätten Menschen schwer verletzt, oder sogar getötet werden können, wenn es auf dem Gelände zu Unruhen gekommen wäre.
05:36
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05:34
Die Veranstalter erwarten mehr als eine Million Besucher – und sind optimistisch: „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.“
Das hat man ja gesehen, wie man vorbereitet war. Wie kann man nur ein Gelände, das angeblich nur für 500 000 Menschen reicht, dafür vorsehen, wenn man mit einer Million, oder mehr, rechnet. Das mußte zur Katastrophe führen, vor allem, wenn man sich diesen tunnel anschaut, in dem zwangsläufig die Enge und schlechte Atemluft bei solchen Menschenmassen zu Angstzuständen führen mußte.
Dann auch noch alles rings rum abgezäunt und dann auch noch rechts und links die Eisenbahn und die Autobahn; wie leichtfertig ist man hier mit Menschenleben umgegangen, nur des Profits wegen.
Wenn ich da an die LPs hie in Berlin denke, da hätten die Menschen im Notfall rechts und links in den Tiergarten flüchten können und wären in Sicherheit gewesen, doch in Duisburg gab es diese Fluchtmöglichkeiten durch die örtlichen Gegebenheiten und die Zäune nicht.
Mein herliches Beileid an die Hinterbliebenen der Opfer und meine Genesungswünsche an die Verletzten, sei es körperlich, oder seelisch. Mögen sie dieses traumatische Erlebnis gut überstehen.
21:44
Die größte Party der Welt war das Still- Leben auf der A 40. Auch wenn das einige nicht wahrhaben wollen. Das Ruhrgebiet zeigte der Welt, das man auch ohne Drogen und Saufgelagen super feiern kann.
Dank an alle, die so prima mit gemacht haben!
16:00
@ #4 - Die Städte selbst hatten vorgeschlagen, die Loveparade auf den Autobahnen durchzuführen. Das aber wurde vom Veranstalter abgelehnt, da dies dem Konzept der Loveparade, das u.a. auch ein urbanes Stadtbild sowie direkte Verkehrsanbindung (Hauptbahnhöfe) erfordert, widerspräche...
In Dortmund hats funktioniert - die Autobahn ist auf dem Abschnitt ja auch nur Bundesstraße ;-)
Ich muss ehrlich sagen, eine gut geteerte Autobahn wäre mir in Duisburg allemal lieber gewesen, als die nun zugeschotterte Brachlandschaft. Das urbane Stadtbild erkenne ich da genausowenig wie auf einem beliebigen Abschnitt der A40 oder A59.
Wir werden sehen, wie es kommt. Nun sind erst mal 2 Tage Regen angesagt. Vielleicht wird das Samstag ja dann die größte Schlammschlacht der Welt? ;-)
20:06
Ich bin nun schon 47, aber gucken gehe ich auf jeden Fall, zumal ich auch nur ein paar Minuten Fußweg zum Gelände habe. Und dann geht es auf den Balkon, denn ich habe einen direkten Blick auf die Bühne.
Glück auf.
19:33
Lasst den Raver-Zug an der Merkez-Moschee in DU-Marxloh vorbeiziehen, dann tanzen alle mit.
Das wäre ein gelungener Aspekt und ein Fortschritt in der Multi-Kulturellen Akzeptanz in Duisburg.
Denn wenn gefeiert wird, soll es ein Fest für alle sein.
18:17
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17:48
Vasa49, sach´mal, was hast Du für ein Fahrrad?
Da kann man doch nur mit einem Panzer drüberwalzen..
17:07
Ich freu mich drauf! Rekord hin oder her. Und ich finde es total cool, das ich mitm Fahrrad hinkomme und auch wieder weg (wenns keiner Klaut). War in Essen dabei und es war echt cool. Ich mag es, wenn Ausnahmezustände herrschen. Wie das Still-Leben wird die Sache was Einmaliges. Ich finde es toll, das sowas in Duisburg möglich ist. Da sonst hier alles in Grund und Boden diskutiert wird. Es wäre gut wenn Duisburg öfter einfach mal was wagen würde, anstatt schon vorher eine Totgeburt draus zu machen. Auch wenn es nicht allen gefällt und es eine Menge umstände gibt.
Wenigstens hierfür im vorraus: Danke an den Party-OB. Lass dich blos Blicken!