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Duisburg stellt Asylbewerberheime unter Wachschutz

25.10.2013 | 06:00 Uhr
Duisburg stellt Asylbewerberheime unter Wachschutz
Die Baustelle der Asylbewerbercontainer an der Masurenallee.Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.  Die Stadt Duisburg will die neuen Unterkünfte für Asylbewerber rund um die Uhr bewachen lassen. Die ersten Flüchtlinge sollen in der zweiten Novemberwoche in die neue Wohnanlage in Wedau einziehen. An der Ausstattung der Container-Anlagen dürfte es wenig zu mäkeln geben.

Die Stadt wird die neuen Unterkünfte für Asylbewerber an der Masurenallee rund um die Uhr bewachen lassen. Das bestätigte eine Sprecherin auf Nachfrage. Der Wachdienst werde auch bei den anderen Unterkünften eingesetzt, er diene dem Schutz und der Sicherheit der Bewohner.

Wachleute seien von 15.30 Uhr bis 7.30 Uhr im Einsatz sowie rund um die Uhr am Wochenende. In der Woche erübrige sich tagsüber das Wachpersonal. „Dann sind ohnehin von 7 bis 16 Uhr zwei städtische Mitarbeiter zur Betreuung im Übergangsheim“, so die Sprecherin. Die ersten Flüchtlinge sollen in der zweiten Novemberwoche in die neue Wohnanlage in Wedau einziehen.

Sanitäranlagen und Küchen

Der Wachschutz für Asylantenheime ist nicht unüblich, auch andere Städte beauftragen Sicherheitspersonal — aus ganz unterschiedlichen Gründen. In Duisburg ist es die Vorsorge, in Augsburg zum Beispiel eher das Drängen der Anwohner, die laut Medienberichten Lärm, Kriminalität und den Aufmarsch rechter Protestler fürchten. In Güstrow bei Rostock reagierten die Behörden, als das Haus des Bürgermeisters mit Parolen gegen eine Unterkunft beschmiert wurde. Doch auch Wachleute, Videokameras und ein Zaun konnten nicht verhindern, dass jetzt ein Böller im Keller der Sammelunterkunft landete.

In nahezu jeder Stadt wird über die Unterbringung von Flüchtlinge diskutiert, die Bund und Länder nach dem Königsberger Schlüssel verteilen und deren Zuweisung an die Kommunen sich nach Einwohnerzahl und Fläche berechnet. Weil in den vergangenen Jahren vielerorts bis dato ungenutzte Kapazitäten abgebaut wurden, herrscht jetzt überall hektische Bautätigkeit.

In einigen Städten wie Köln, die ebenfalls eilig Container-Dörfer für den anhaltenden Zustrom an Asylbewerbern errichten, wird indes auch Kritik an der Bauweise von Massenunterkünften laut. Als „inhuman“ bezeichnete der dortige Flüchtlingsrat die Unterkünfte, weil die bestellten Anlagen weder über Küchen noch über Sanitäranlagen verfügen. Während die Linkspartei darin einen „eklatanten“ Verstoß gegen die Leitlinien für die Unterbringung von Flüchtlingen erkennt, verweist die Kölner Stadtverwaltung auf den Brandschutz, der Küchen in den Unterkünften entgegen stehen soll.

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2013-10-25 06:00
Duisburg, Asylantenheim, Flüchtlinge, Wachschutz, Sicherheit, Armutszuwanderung
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