Duisburg Marketing GmbH behält Loge in MSV-Arena trotz Millionenverlusts
25.03.2011 | 14:36 Uhr 2011-03-25T14:36:00+0100
Duisburg. Die Duisburg Marketing GmbH wird trotz eines Defizits in Höhe von 8 Millionen Euro ihre VIP-Lounge in der MSV-Arena zunächst nicht aufgeben. Die Loge der chronisch defizitären Stadttochter schlägt pro Saison mit 46.000 Euro zu Buche.
Einsparungen stehen nicht nur bei der Stadtverwaltung selbst auf der Tagesordnung. Auch die städtischen Töchter durchforsten immer wieder ihre Kosten auf der Suche nach Sparpotenzialen. Das gilt auch für die Duisburg Marketing GmbH. Die schon immer defizitäre Stadtvermarkterin verkündete auf der letzten Aufsichtsratssitzung nach Informationen der NRZ ein Minus von acht Millionen Euro.
"Wirtschaftsförderung" in der MSV-Arena
In der gleichen Sitzung ging es darum, wo denn noch gespart werden könne, um das Defizit möglichst klein zu halten. Die Idee, man könne ja die VIP-Lounge der DMG im MSV-Stadion kündigen, die pro Saison mit 46.000 Euro zu Buche schlägt, verwarf der Aufsichtsrat dem Vernehmen nach mehrheitlich. Ein Teilnehmer der Aufsichtsratssitzung begründete das Nein zur Kündigung mit "Wirtschaftsförderung“. Allerdings soll die Entscheidung am Ende der Fußball-Saison noch einmal überdacht werden.

20:49
Echte Kumpels gehören eben auf den Fussballplatz, und echte Kumpels sind AS und Gerste ja wohl. Wenn man sich dann ein höchst komfortables Plätzchen vom Steuerzahler finanzieren lassen kann - warum nicht. Der rührt sich ja nicht und lässt die Stadtoberen kräftig absahnen.
Wem es gut genug ist, aufgrund einer unrechtmässig zustandegekommenen Vertragsverlängerung seinen Posten zu behalten, der hat gewiss keinerlei Skrupel, bei einer extremen Verschuldung auch noch Geld zum Fenster rauszuwerfen. Ist ja nicht das eigene!
Die Ausprägung seines Verantwortungsgefühls hat Herr Gerste bereits nach dem Supergau im Juli 2010 eindrucksvoll demonstriert, unter null. Schamgefühl offenbar Fremdwort, also, was soll es, feiern wir fröhlich weiter in der VIP Lounge, AS kommt ja mit, weil er dort vor dem, was er als Mob empfindet, geschützt ist. Man nimmt sich halt das, was einem zusteht!
Doch auch hier wollen wir mal abwarten, was die Regierungspräsidentin dazu sagt. Vielleicht agiert sie ähnlich sinnvoll wie bei der Lustreise.
16:59
Oh, ich habe gerade gesehen, dass das Stadtfest lediglich wegen der Terminierung nicht stattfand und nicht aus Kostengründen. Tut mir leid, war mein Fehler. Hier ist es nachzulesen: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Hafenfest-torpediert-Stadtfest-id2341785.html
16:48
#11 Ich erinnere mich, dass das alljährliche Sommer-Stadtfest wegen Kostengründen ebenfalls auf der Kippe stand. Findet es in diesem Jahr statt?
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Duisburger-Stadtfest-steht-auf-der-Kippe-id2201110.html
16:46
Es ist einfach unfassbar. Wenn ich kein Geld habe, dann kann ich mir keine Karte leisten, ganz einfach!!! Dummes zu-Brot sag ich nur.
10:26
Und wenn schon fürs gemeine Volk das Rathaus zur tollen Zeit geschlossen blieb, frage ich mich aber schon, wer dann das traditionelle Prinzenfrühstück mit allen vermeintlich wichtigen Menschen in Duisburg finanzierte ... ???
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Adolf-Sauerland-verzichtet-auf-Kostuem-und-Buettenrede-beim-Prinzenfruehstueck-in-Duisburg-id4380935.html
10:19
#3 Umso mehr könnte es die RP interessieren, ob der Zuschuß der Stadt an die DMG in der geplanten Höhe genehmigungsfähig ist - wenn mit Geldern der DMG offensichtlich vollkommen unnütze Ausgaben getätigt werden ...
Andererseits las ich doch noch neulich folgendes: Möhnensturm im Rathaus Duisburg ist zu teuer und wird gestrichen
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Moehnensturm-im-Rathaus-Duisburg-ist-zu-teuer-und-wird-gestrichen-id4193073.html?quelle=staedte::duisburg::rut
10:10
#8 Sehr gute Idee!
10:05
#5, es handelt sich bei diesem Posten um einen weichen Standortfaktor - Nutzenmessung leider nicht möglich. Darin werden gerne persönliche und berufliche Verquickungen verpackt, weil es einem persönlich (z.B. dem Marketing-Chef) nichts kostet und anderen auch persönlichen Schutz (z. B. dem OB) vor den Bürgern ermöglicht.
Was man vielleicht messen und aufführen kann ist die Zahl der Nutzer und deren Namen. Vorschlag: Mitarbeiter des Rechnungsprüfungsamtes führen im Wechsel (damit die auch einmal alle das Vegnügen haben) eine Anwesenheitsliste. Sollten die Bewirtungskosten nicht in den Mietkosten enthalten sein, werden diese auch ausgewiesen und die zur Verfügung gestellten Speisen und Getränke benannt. Zum Ende der Saison werden Zahlen und Namen der Nutznießer sowie verbrauchte Speisen und Getränke veröffentlicht, damit sich die Bürger einen Eindruck von der Notwendigkeit der VIP-Lounge machen können. Da wäre ich dann mal richtig gespannt ...
09:58
#6 So isses.
09:43
Man spart das sicherlich an anderer Stelle ein. Es kann sicherlich noch der eine oder andere Mitarbeiter (bevorzugt am unteren Ende der Gehaltsliste) rausgeworfen werden, für solche Leute reicht ja auch ALG1 oder Hartz 4, damit die Herren am oberen Ende der Gehaltsliste die hofierten Politiker schön bei Häppchen, Schnittchen und lecker Schampus Fussball gucken können.